24. Oktober 2021 / 16:59 Uhr

1. FC Phönix Lübeck verpasst Sieg bei Aufstiegskandidat FC Teutonia 05

1. FC Phönix Lübeck verpasst Sieg bei Aufstiegskandidat FC Teutonia 05

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Phönix Haris Hyseni traf gegen Teutonia per Foulelfmeter zum 2:2.
Phönix Haris Hyseni traf gegen Teutonia per Foulelfmeter zum 2:2. © Agentur 54°
Anzeige

Fabian Graudenz und Haris Hyseni treffen für die Lübecker, die mit der Punkteteilung weiter auf der Stelle treten.

Mit ein bisschen Glück wäre sogar ein Sieg drin gewesen. Somit musste sich der 1. FC Phönix Lübeck mit einem leistungsgerechten 2:2 im Regionalliga-Duell beim FC Teutonia 05 begnügen. Es war bereits das dritte Unentschieden in Folge für die Adler.

Anzeige

„Wir treten auf der Stelle. Das Ergebnis hilft uns nicht weiter. Wenn ich mir die anderen Resultate von heute anschaue, hätten wir in der Tabelle einen Schritt nach oben machen können“, sagte Trainer Daniel Safadi in der Pressekonferenz, „nach dem guten Start haben wir früh die Ordnung verloren. Das 1:1 hat uns völlig unsicher gemacht.“ Phönix-Kapitän Nico Fischer befand: „Das war ein ordentliches Spiel von uns. Nach dem frühen 1:0 lassen wir uns zu tief fallen und schieben nicht gut nach. In der zweiten Halbzeit haben wir eine gute Leistung gezeigt. Wir haben gut verteidigt und holen völlig verdient den Punkt. Im nächsten Heimspiel gegen den Heider SV sind drei Punkte Pflicht.“

Mehr von Phönix Lübeck

Für Dustin Thiel (Knieverletzung) spielte überraschend der defensive Mittelfeldspieler Kusi Kwame in der Innenverteidigung neben dem Niederländer Christophe van Zutphen. „Kusi ist unheimlich ballsicher und hat eine gute Kontrolle im Spiel. Das wollten wir uns zunutze machen“, erklärte Safadi diese Maßnahme. Zweite personelle Veränderung im Gegensatz zum Norderstedt-Spiel (2:2) war die Hereinnahme von Lucas Steen für Morten Knudsen.

Die Partie im Stadion Hoheluft nahm gleich Fahrt auf, nachdem es im Hinspiel noch eine müde Nullnummer gab. Nach einem Einwurf von Kenny Korup verlängerte Stürmer Haris Hyseni den Ball in die Mitte, wo Kubilay Büyükdemir zurück auf Fabian Graudenz legte. Dieser zog aus 13 Metern ins linke Eck ab – 1:0 (8.) für die Lübecker. Doch die frühe Führung währte vor 609 Zuschauern nicht lange. Der Aufstiegskandidat schlug mit einem Doppelschlag zurück.

Anzeige

Erst traf Marcel Andrijanic per Strafstoß (14., nach einem überflüssigen Foulspiel von van Zutphen im Strafraum am ehemaligen Eicheder Mats Facklam, ehe Facklam (18.) nach einer Flanke von Tino Schulze sogar auf 2:1 erhöhte. Es war so viel Feuer im Spiel, dass sich Teutonen-Trainer Dietmar Hirsch (früher VfB Lübeck) bei 12 Grad früh seiner Winterjacke entledigte. Phönix war jetzt nur noch im Rückwärtsgang, bekam kein Zugriff und offenbarte große Schwächen in der Defensive. Facklam (18.) und Ejesieme (30.) vergaben weitere gute Torchancen.

Safadi reagierte und brachte mit Michael Kobert einen neuen Stürmer. Dafür ging Arnold Budimbu auf die rechte Mittelfeldseite, Büyükdemir wechselte auf links. Es waren nur vier Minuten im zweiten Abschnitt gespielt, da wurde Budimbu von Schulze im Strafraum gefoult. Hyseni trat an und verwandelte den Elfmeter problemlos flach ins rechte Eck zum 2:2-Ausgleich – sein dritter Saisontreffer. Auf der anderen Seite Glück für die Gäste, dass Ejesieme die Latte traf (59.).

Haris Hyseni mit dem 2:2-Ausgleichstreffer gegen Teutonia Ottensen. (24.10.2021)

Trotz dieser Großchance war nun mehr drin, weil die Hausherren die Kontrolle über das Spiel verloren. „Ich bin froh, dass wir uns gefangen haben und es nach der Pause besser gemacht haben“, betonte Safadi. Seine Elf konnte nun mehr Zweikämpfe gewinnen und hätte durch Graudenz erneut in Führung gehen können. Doch dessen Schuss strich haarscharf links vorbei (71.). „Wir wollten gewinnen. Das wär´s gewesen“, so „Kubi“ Büyükdemir. Die Schlussphase plätscherte vor sich hin, ehe Gästetorwart Kevin Tittel den Punkt mit einer Glanzparade gegen den eingewechselten Sinisa Veselinovic festhielt (90. +4). „Nachdem wir zwei dumme Gegentore kriegen, kommen wir gut zurück und können mit Glück gewinnen“, meinte Torjäger Hyseni. Für die favorisierten Hamburger war es schon das vierte Unentschieden in Folge. „Wir haben eine Ergebniskrise. Unsere Leistung war insgesamt nicht gut“, resümierte ein bedienter Hirsch, während die Gäste nach dem Abpfiff von ihren mitgereisten Fans gefeiert wurden.

Statistik zum Spiel

FC Teutonia 05: Zummack – Volkmer, Coffie, Weißmann, Schulze – Istefo (69. Düzel), Andrijanic, Matern (85. Przondziono) – Kelbel (75. Akyörük), Facklam, Ejesieme (81. Veselinovic)
Phönix Lübeck: Tittel – Korup, van Zutphen, Kwame, Fischer – Büyükdemir (77. Bouali), Lambach, Graudenz (83. Knudsen), Steeen (46. Kobert) – Budimbu, Hyseni
SR: Timon Oliver Schulz (Lehrte). Zs.: 609. Tore: 0:1 Graudenz (7.), 1:1 Andrijanic (FE, 14.), 2:1 Facklam (18.), 2:2 Hyseni (FE, 49.).*
Gelbe Karten:
* Korup, Büyükdemir, Budimbu, Kwame

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.