26. Oktober 2019 / 14:57 Uhr

2. Liga kompakt: HSV demontiert Stuttgart in Spitzenspiel - Irre Schlussphase in Karlsruhe

2. Liga kompakt: HSV demontiert Stuttgart in Spitzenspiel - Irre Schlussphase in Karlsruhe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sonny Kittel Hamburger SV schiesst / köpft Tor zum 3:1 / Jubel / Torjubel Hamburger SV beim Spiel zwischen Hamburger SV und VfB Stuttgart , 26.10.2019. DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO GER, Fussball, Bundesliga, Hamburger SV und VfB Stuttgart, 26.10.2019 Hamburg *** Sonny Kittel Hamburger SV scores goal for 3 1 Jubel Torjubel Hamburger SV at the match between Hamburger SV and VfB Stuttgart , 26 10 2019 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO GER, Football, Bundesliga, Hamburger SV and VfB Stuttgart, 26 10 2019 Hamburg, Germany Copyright: xSudheimer/xEibner-Pressefotox EPwse
Jubelten in einem irren Spiel mehrfach: Die Spieler des HSV. © imago images/Eibner
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Der Hamburger SV hat im Spitzenspiel der 2. Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt und den ärgsten Konkurrenten um den Aufstieg, den VfB Stuttgart, deutlich geschlagen. Arminia Bielefeld siegt bei Dynamo Dresden. Hannover 96 verspielt Sieg.

Hamburger SV - VfB Stuttgart

Die Hamburger begannen überraschend defensiv und zogen sich bei Stuttgarter Ballbesitz tief in die eigene Hälfte zurück. Der VfB konnte damit aber nur wenig anfangen - und es wurde sofort gefährlich, wenn der HSV selbst am Ball war und schnell umschaltete. So wie in der 13. Minute, als Maxime Awoudja - der Ersatz für den gesperrten Holger Badstuber - den Hamburger Jeremy Dudziak im Strafraum von den Beinen holte und Schiedsrichter Deniz Aytekin sofort auf den Punkt zeigte. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Sonny Kittel sicher zur Führung für den HSV.

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Nach der Führung übernahm der Hamburger SV die Kontrolle - und nach 23 Minuten erhöhte Bakary Jatta auf 2:0 für die Hausherren. Und ausgerechnet Awoudja patzte erneut. Der junge Innenverteidiger ließ sich zu leicht von Jatta aus dem Gleichgewicht bringen und traf den Ball nicht. Der Offensiv-Mann, der für die gambische Nationalmannschaft nominiert wurde, lief allein auf das VfB-Tor zu, und ließ Gregor Kobel keine Chance.

Stuttgart gibt nicht auf - Diskussion um Treffer

Die Stuttgarter steckten aber nicht auf und drückten den HSV in die eigene Hälfte. In der 33. Minute kamen sie dann auch zum Anschluss durch den Argentinier Nicolas Gonzalez, der nach einer Ecke per Kopf das 2:1 erzielte. Die Freude währte aber nicht lange, weil der HSV die Räume nutzte, die Stuttgart ließ. Jatta leitete den Konter mit einem Pass auf Christoph Moritz ein, der mit einem schönen Chip-Ball auf Kittel spielte, der per Kopf das 3:1 besorgte. Direkt im Anschluss hatte Martin Harnik nach Zuspiel von Jatta sogar eine riesige Chance auf das 4:1, doch er verpasste den Ball.

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In der zweiten Halbzeit ging es munter weiter - und es gab Diskussionsbedarf! Denn der HSV erzielte vermeintlich den vierten Treffer, weil Castro den Ball nach einer Ecke ins eigene Tor versenkte. Doch zuvor behakten sich Kobel und Jatta im Fünfmeterraum, weshalb Aytekin zunächst auf Abstoß entschied. Doch der Videobeweis befand, dass es kein Foul von Jatta war, der Treffer zählte zum 4:1. Die richtige Entscheidung.

HSV in der Einzelkritik gegen den VfB Stuttgart

Gegen Stuttgart durfte der HSV jubeln. Zur Galerie
Gegen Stuttgart durfte der HSV jubeln. ©

Die Stuttgarter gaben aber nicht auf und kamen in der 63. Minute zum 4:2 durch Silas Wamangituka, der einen feinen Angriff nach Zuspiel von Castro vollendete. Wenig später die nächste Diskussion, weil ein Tor aberkannt wurde. Philipp Förster schoss das vermeintliche 4:3 für den VfB. Doch der Videobeweis griff ein, weil Gonzalez den Ball zuvor mit dem Oberarm mitnahm, bevor er auf Förster spielte. Der Treffer zählte zurecht nicht.

In der 76. Minute erhöhte hingegen der HSV gar auf 5:2 nach einem starken Konter. Harnik versenkte eine Flanke von Tim Leibold von der linken Seite. Doch damit war noch nicht Schluss. Adrian Fein erhöhte in der Nachspielzeit sogar noch auf 6:2. Damit bleibt der HSV souverän an der Tabellenspitze der zweiten Bundesliga, während der VfB die dritte Niederlage in Serie einstecken muss. Bereits am Dienstag treffen sich beide Mannschaften wieder an gleicher Stelle. Dann treffen die Stuttgarter im DFB-Pokal auf den HSV.

Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld versuchte die Favoritenrolle anzunehmen und die Kontrolle im Spiel zu übernehmen. Immer wieder schalteten die Ostwestfalen bei Ballverlusten der Dresdener schnell um und kamen zu Chancen, ohne jedoch richtig zwingend zu sein. So ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

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Aus der kamen die Bielefelder deutlich besser. Clauss ließ eine Riesenmöglichkeit in der 51. Minute liegen, weil Wahlqvist den Ball aus fünf Metern nicht über die Linie drückte. Gut fünf Minuten später hatte die Arminia mächtig Glück, als Koné frei vor Ortega auftauchte, aber zu überhastet abschloss.

Besser machte es in der 63. Minute Lukas Voglsammer, der am langen Pfosten nach einer Flanke von Brunner den Ball ins Tor köpfte und Bielefeld in Führung brachte. Und die hielt auch in der 77. Minute, als Dresden schon über den vermeintlichen Ausgleich durch Alexander Jeremejeff jubelte. Aber vor der Flanke von Patrick Ebert war der Ball im Toraus. Damit klettern die Arminen auf den zweiten Tabellenplatz - hinter dem HSV. Dresden hingegen bleibt im Tabellenkeller.

Karlsruher SC - Hannover 96

Es ging gut los für Hannover 96! Schon nach fünf Minuten gingen die Gäste durch Hendrik Weydandt in Führung. Nach einem Zuspiel von Cedric Teuchert versenkte der Stürmer durch die Beine des KSC-Keepers Benjamin Uphoff. Zuvor hatte Marc Stendera den Ball gut 25 Meter vor dem Tor der Karlsruher stark erobert.

Doch die Freude wehrte nicht einmal zwei Minuten. Dann entschied Schiedsrichter Guido Winkmann auf Handelfmeter für den KSC, nachdem Marcel Franke den Ball an den Arm bekommen hatte. Noch am Freitagabend gab es für eine ähnliche Szene beim Bundesliga-Spiel zwischen Mainz 05 und dem 1. FC Köln keinen Elfmeter für die Gäste. Am Samstag schon - und den verwandelte KSC-Spieler Marvin Wanitzek sicher zum 1:1. Sicherlich eine diskutable Entscheidung.

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Danach entwickelte sich eine muntere Partie, in der Hannover mehr Offensivaktionen hatte. So auch in der 41. Minute, als KSC-Verteidiger Damian Roßbach den freistehenden Marvin Ducksch im Strafraum umstieß und Winkmann keine andere Chance hatte, als auf den Punkt zu zeigen. Den entscheidenen Elfmeter verwandelte Ducksch souverän.

Irre Schlussphase - Zieler fliegt vom Platz

In der zweiten Halbzeit rannte der Karlsruher SC an - und kam in der 77. Mnute durch Daniel Gordon zum Ausgleich. Die Flanke von Thiede landete direkt auf seinem Kopf und er hatte keine große Mühe, den Ball in Ron-Robert Zielers Tor zu versenken. Kurz vorher gab es einen Schock-Moment um Stendera. Der Karlsruher Thiede zog zwar sein Bein zurück, sein Knie traf trotzdem die Rippen von Stendera. Der 23-Jährige wälzte sich am Boden und musste ausgewechselt werden.

Die Schlussphase hatte es noch einmal in sich! Erst erzielte Hannover 96 das 3:2 durch Weydandt, bevor Gordon erneut zum Ausgleich traf, weil Karlsruhe alles nach vorn warf. Anschließend flog Zieler sogar noch vom Platz, weil er vor lauter Ärger den Ball wegfausten wollte, aber den jubelden Gordon im Unterleib traf. Er sah dafür Gelb-Rot. Josip Elez ging für die letzten Sekunden des Spiels ins Tor.