28. Januar 2022 / 22:30 Uhr

4:3! Dresdner Eislöwen ringen die Lausitzer Füchse nieder

4:3! Dresdner Eislöwen ringen die Lausitzer Füchse nieder

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Dresdner Eislöwen feiern das 1:0-Führungstor durch ihren Topscorer Vladislav Filin (li.).
Die Dresdner Eislöwen feiern das 1:0-Führungstor durch ihren Topscorer Vladislav Filin (li.). © Steffen Manig
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Der Tabellenführer aus Elbflorenz tut sich schwer gegen die Kellerkinder aus Ostsachsen, setzt sich aber mit 4:3 durch.

Dresden. Einmal mehr haben die Dresdner Eislöwen Moral und Charakterstärke bewiesen – und ihre außerordentlichen Qualitäten im Schlussdrittel. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle sicherten sich die Schützlinge von Andreas Brockmann den nächsten Derbysieg, bezwangen vor 1000 Zuschauern die Lausitzer Füchse mit 4:3 (1:0, 1:3, 2:0). Damit schraubten die Elbestädter ihr Punktekonto auf 83 Zähler und bauten ihre Führung weiter aus. Am Sonntag haben sie nun kurzfristig frei, weil die Kassel Huskies nach Corona-Ausfällen nicht antreten können.

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Eislöwen-Verteidiger Maximilian Kolb sagte nach der spannenden Partie: „Es war nicht unter bestes Spiel, zumindest in den ersten beiden Dritteln. Es zeigt aber wieder, was für einen Charakter im Team haben, dass wir das noch gedreht haben.“ Füchse-Stürmer Eric Valentin war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben nach der langen Pause ein sehr gutes Spiel gemacht. Allerdings dürfen wir uns nicht solche einfachen Fehler wie im Powerplay leisten. Dresden steht nicht umsonst ganz vorn, die haben in den entscheidenden Momenten die Tore erzielt.“

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Beide Teams starteten mit hohem Tempo und so ging es gleich schnell hin und her. Es waren kaum acht Minuten gespielt, als es bei Gäste-Keeper Tobias Ancicka einschlug. Nach einem Bullygewinn von Jordan Knackstedt kam die Scheibe zu Vladislav Filin, der aus Nahdistanz zum 1:0 (8.) einnetzte. Während die Lausitzer im ersten Überzahlspiel mehrere gute Chancen hatten, aber an der Latte oder Janick Schwendener im Tor der Blau-Weißen scheiterten, konnten die Hausherren bei zwei Powerplay-Situationen kaum Gefahr ausstrahlen. Doch zu Beginn des zweiten Durchgangs war es erneut das Duo Knackstedt und Filin, das eiskalt zuschlug. Nachdem die Scheibe tief ins gegnerische Drittel gespielt wurde, sah Jordan Knackstedt, dass Vladislav Filin mitgelaufen war, passte die Scheibe quer zu ihm und dieser traf zum 2:0 (25.).

Eislöwen zeigen Moral

Doch die Füchse ließen sich nicht schocken. Sie ackerten weiter, machten den Dresdner das Leben mit ihrer läuferisch und kämpferisch guten Arbeit das Leben schwer. Und im Gegensatz zu den Gastgebern nutzten sie dann zwei Überzahlsituationen konsequent. Zunächst gelang Bennet Roßmy im Powerplay der Anschlusstreffer zum 1:2 (33.) und vier Minuten später konnte Roope Mäkitalo nach schöner Vorarbeit von Clarke Breitkkreuz und Hunter Garlent den 2:2-Ausgleich (37.) erzielen. Das gab den Füchsen weiter Rückenwind, sie setzten sich vorm Eislöwen-Gehäuse fest und Richard Mueller brachte nach einem schnellen Konter die Lausitzer drei Sekunden vor der Pause sogar mit 4:3 in Front.

Doch im Schlussdrittel zeigten die Eislöwen einmal mehr ihre Moral. Dabei war es der junge Matej Mrazek, der die Wende zugunsten der Blau-Weißen einläutete. Der 21-Jährige nutzte einen Fehler der Füchse, schnappte sich in Unterzahl die Scheibe und vollendete seinen Sololauf mit dem 3:3 (49.). Nun stand das Duell auf Messers Schneide. Nachdem es in der 52. Minute noch lichterloh vorm Dresdner Gehäuse brannte, sorgte drei Minuten später auf der anderen Seite Kapitän Jordan Knackstedt nach einem straffen Schuss von Simon Karlsson mit dem 4:3 (55.) für die Entscheidung. Die Schiedsrichter bestätigten die Entscheidung auch nach Videobeweis.