04. April 2022 / 14:56 Uhr

8:1: Nicolas Timpe & Co. schießen den FC Riepsdorf ab

8:1: Nicolas Timpe & Co. schießen den FC Riepsdorf ab

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
TSV Selents Nicolas Timpe traf beim 8:1 gegen den FC Riepsdorf dreifach, ist somit der erfolgreichste Schütze an diesem Spieltag.
TSV Selents Nicolas Timpe traf beim 8:1 gegen den FC Riepsdorf dreifach, ist somit der erfolgreichste Schütze an diesem Spieltag. © TSV Selent
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Kantersieg zuhause für den TSV Selent: Zum zweiten Mal hintereinander wurde der FC Riepsdorf mit 1:8 abgeschossen und bleibt Vorletzter. Gegen einen enorm ersatzgeschwächten TSV Malente fuhr der TSV Schönwalde einen verdienten Heimsieg ein, zeigte sich dabei äußerst effektiv. Der Oldenburger SV II ließ sich von einem frühen Rückstand beim SV Heringsdorf nicht irritieren und fuhr einen glanzlosen Pflichtsieg ein. Kein Sieger zwischen TSV Lütjenburg und SV Fortuna Bösdorf - der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit.

Zweites Mal 1:8 für FC Riepsdorf

TSV Selent - FC Riepsdorf 8:1

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Nach dem 1:8 gegen Eutin 08 II, das aufgrund der Vielzahl von Aushilfen aus dem Oberliga-Team der Rosenstädter für Gesprächsstoff sorgte, verlor der FC Riepsdorf am Freitagabend erneut mit 1:8. Mit zehn Zählern bleibt man weiterhin Vorletzter und hat zwei Punkte Rückstand auf den VfL Schwartbuck. Zwar ging der FCR durch ein Tor von Kevin Borgwardt (13.) früh in Führung, doch dies hatte noch weniger als eine Minute Bestand. Nils Benning (15.) schlug sofort zurück und seine Teamkollegen Yannick Fischer (18.) und Nicolas Timpe (25./45.) schossen bereits zum Pausenpfiff einen beruhigenden 4:1-Vorsprung heraus. Auch nach dem Seitenwechsel war Selent sofort auf Betriebstemperatur und legte dank Nico Stender (49.) und einem Elfmeter von Nils Benning (51.) schnell nach. Timpe freute sich über seinen Dreierpack (66.) und Fischer schloss zum zweiten Mal erfolgreich ab (77.). Mit 28 Punkten hat man das klar anvisierte Ziel Verbandsliga-Aufstieg weiterhin klar im Visier, hat gegenüber Tabellenführer TSV Schönwalde noch zwei Duelle, um vorbeizuziehen.

Tim Jakob Schöning (Riepsdorf): "Die Selenter Mannschaft hat es einfach sehr gut gemacht, ihre Chancen konsequent genutzt und wir hatten keinen guten Tag. Bei uns war das Fehlen von vielen Spielern bemerkbar. Glückwunsch an den TSV Selent, wir müssen im kommenden Heimspiel versuchen, das Ruder rumzureißen."

TSV Schönwalde eiskalt vor dem Kasten

TSV Schönwalde - TSV Malente 5:0

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Aufgrund einer Vielzahl erkrankter, verletzter oder abwesender Spieler wusste Malentes Coach Stefan Schümann wenige Stunden vor Anpfiff noch gar nicht, ob man überhaupt in Schönwalde antreten kann. Schließlich wurde man trotz des personellen Engpasses doch noch vollzählig und hatte neben dem Reservekeeper wenigstens zwei Feldspieler auf der Bank. Schönwalde kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und erwischte einen echten Start nach Maß. Erst traf Julian Hagedorn (7.), dann stellte Tim Köppen (12.) auf 2:0. Mit dem 3:0 von Silas Bünning (44.) kurz vor der Pause war die Vorentscheidung bereits gefallen. Knuth Buhrmann erwies sich nach seiner Einwechslung als echter Joker und knipste nur fünf Minuten, nachdem er für Köppen gekommen war (50.). Für den Endstand zum 5:0 sorgte Finn Böckmann in der 70. Minute. Malente verliert die vorderen Plätze - und gerade die Selenter - nach nur einem Punkt aus den bisherigen drei Partien in 2022 weiter aus den Augen.

Christopher Kordts (Schönwalde): "Ein wirklich verdienter Sieg für uns. Wir konnten mit Christian Kröger, ehemals Altenkrempe, einen neuen Torwart reaktivieren, nachdem ich mich wieder am Knie verletzt habe. Er hat seine Sache toll gemacht. Nach vorne waren wir über die Außen Julian und Silas sehr stark. Zweite Halbzeit haben wir unseren Stiefel heruntergespielt, so eine Bank mit Knuth muss man erstmal haben. Malente darf sich nicht beschweren, auch wenn sie ein oder zwei Tore hätten machen können. Wir haben es gut gemacht."

Stefan Schümann (Malente): "Tatsächlich haben wir es noch hinbekommen, 13 mehr oder weniger einsatzfähige Leute zusammen zu bekommen. Dann lief natürlich aber alles gegen uns und wir verlieren 0:5. Ich denke nicht, dass wir fünf Tore schlechter waren, aber Schönwalde war einfach effizienter. Erste Halbzeit war das Chancenverhältnis 3:3, sie führen aber mit 3:0. Ein verdienter Sieg, vielleicht etwas zu hoch. Wir hoffen, dass wir wieder etwas in die Spur kommen und vielleicht den ein oder anderen wieder bei uns begrüßen zu dürfen."

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Oldenburger SV II gewinnt beim SV Heringsdorf

SV Heringsdorf - Oldenburger SV II 1:3

Der Oldenburger SV II bleibt nach einem 3:1-Erfolg in Heringsdorf weiter Fünfter, steht nun bei 20 Punkten. Heringsdorf bleibt Letzter, hat aber nach wie vor die Möglichkeit, mit siegreichen Spielen ans rettende Ufer heranzurücken. Zwei Erfolge bräuchte es, dann wäre man mit Riepsdorf gleichauf und auch Schwartbuck ist mit 12 Punkten noch in greifbarer Nähe. Mark Martel brachte den Außenseiter schon nach vier Minuten in Führung, doch die OSV-Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Hendrik Möller egalisierte nach genau einer Viertelstunde. Dank des 2:1 aus Oldenburger Sicht von Robin Schmidt (27.) stand eine knappe Halbzeitführung zu Buche. Exakt eine Stunde war von der Uhr, da schloss Hannes Görtz erfolgreich ab und stellte die Weichen mit dem 3:1 auf Auswärtssieg.

Karsten Jark (Heringsdorf): "Es war ein wirklich sehr faires Spiel, in dem wir durch Martel früh in Führung gehen konnten Insgesamt war es ein ausgeglichenes Match. Der OSV kam durch Fehler im Spielaufbau von uns zum Sieg, war im Feld an sich nicht besser. Tadelloses Verhalten aller Spieler und Verantwortlichen und eine sehr gute Leistung des Gespanns."


Pascal Diouri (Oldenburg): "Ein ordentliches, aber kein überragendes Spiel. Nach dem 1:0 haben wir uns schnell geschüttelt, hatten trotz einiger Ausfälle mit Möller und Rodriguez zwei stark spielende Innenverteidiger aus der Ersten dabei. Durch eine Ecke machen wir den Ausgleich und durch einen Fernschuss das 1:2. Dann hatten wir das Spiel unter Kontrolle und nach dem 3:1 kam von Heringsdorf nicht mehr so viel. Wir haben sie aber auch nicht an die Wand gespielt, sondern unser Ziel drei Punkte mit minimalen Mitteln erreicht. Hervorheben möchte ich, dass es ein super faires Spiel war und der Schiri alles im Griff hatte. Da kann ich überhaupt nichts schlechtes gegen sagen."

Bent Zessin mit dem Last-Minute-Tor zum 2:2

TSV Lütjenburg - SV Fortuna Bösdorf 2:2

Das Duell Dritter gegen Vierter an der Kieler Straße fand am Sonntag keinen Sieger. Somit hat Bösdorf weiterhin vier Zähler mehr auf dem Konto als die Lütjenburger. Durch ein Tor von Niclas Timm aus der bereits fünften Minute ging die Fortuna mit einem 1:0 in die Katakomben. Der Gastgeber kam in der Schlussphase dieses Spiels aber beeindruckend zurück, traf durch dein eingewechselten Michel Cordts (78.) und Fadi Mohamad (79.) aber binnen einer Minute doppelt und drehte den Spieß um. Es war bereits die zweite Minute der Nachspielzeit angebrochen, da netzte Bent Zessin doch noch zum 2:2.

Rainer Judick (Lütjenburg): "Wir hatten insgesamt mehr Spielanteile, konnten aber den Torhüter der Bösdorfer in der ersten Halbzeit nicht überwinden. Das 0:1 fiel durch eine schnelle Umschaltsituation nach einem Eckball für den TSV, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Situation. Nach der Halbzeit blieben wir weiter konzentriert im Spielaufbau und kamen immer wieder zu guten Torabschlüssen, die allerdings von einem sehr gut aufgelegten Bösdorfer Torwart entschärft wurden. So dauerte es bis zur 76. Spielminute, bis eine gute Kombination zum verdienten Ausgleich führte. Drei Minuten später war es dann ein direkt verwandelter Freistoß aus 30 Metern, der zur Führung führte. Danach war bei uns leider eine gewisse Nervosität spürbar, sodass Fehler entstanden, die dem Gegner zeigten, dass doch etwas möglich war. So kam es dann auch und in der Nachspielzeit mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Unnötig, aber genau da liegt noch das Potenzial der kommenden Wochen: Noch konzentrierter so ein Spiel bis zum Schlusspfiff über die Ziellinie zu bringen."