16. April 2021 / 18:33 Uhr

Entscheidungen gefallen: So wertet der NOFV die Spielzeit 2020/21

Entscheidungen gefallen: So wertet der NOFV die Spielzeit 2020/21

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der NOFV möchte den Spielbetrieb bald wieder aufnehmen.
Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat auf seiner Präsdiumssitzung am Freitagabend über die Wertung der Saison 2020/21 entschieden. © SPORTBUZZER-Montage
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Freud auf der einen, Leid auf der anderen Seite: Der Nordostdeutsche Fußball-Verband hat am Freitagabend auf seiner Präsidiumssitzung über Auf- und Abstieg entschieden.

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Die Entscheidungen sind gefallen: Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat auf seiner Präsidiumssitzung am Freitagabend über die Wertung der Saison 2020/21 entschieden. Demnach ist der seit Anfang November ruhende Spielbetrieb jetzt auch offiziell abgebrochen. Mit Spannung erwartet wurde vor allem die Regelung über Auf- und Absteiger in der Regionalliga Nordost sowie den beiden Oberligen der Männer.

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In der Regionalliga Nordost wurde der Tabellenführer FC Viktoria 1889 Berlin erwartungsgemäß als Aufsteiger benannt und darf somit - sofern die noch offene Stadionfrage bis Ende Mai geklärt ist - in der Saison 2021/22 in der 3. Liga um Punkte kämpfen. Der Bischofswerdaer FV als Tabellenschlusslicht muss hingegen den Gang in die fünftklassige Oberliga antreten und wird dort demnächst in der Südstaffel agieren. Aus dieser steigt der Spitzenreiter FC Eilenburg ebenso in die Regionalliga auf wie der SV Tasmania Berlin als Erster aus der Nord-Staffel.

In Bildern: Das sind die Rekordspieler der Regionalliga Nordost seit 2012/13. Stand: 16. April 2021.

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Das sind die Rekordspieler der Regionalliga Nordost seit der Saison 2012/13. ©

Vorerst nicht mehr überregional auftreten werden hingegen der Brandenburger SC Süd 05 als Tabellenletzter der Oberliga Nord sowie dessen bisheriger Ligarivale FC Strausberg, der freiwillig auf sein Startrecht in der fünften Liga verzichtet und in der Landesliga einen Neustart angeht. In der Südstaffel steigen der FC Carl Zeiss Jena II und der FSV Wacker Nordhausen auf den Plätzen 16 und 17 ebenfalls ab.

Für das Spieljahr 2021/2022 wurde die Staffelstärke der Oberliga auf maximal 36 Mannschaften festgelegt, in der Regionalliga sollen maximal 22 Teams spielen. Somit könnte im schlechtesten Fall auch noch der Tabellen-19. - derzeit Optik Rathenow - absteigen, wenn aus der 3. Liga drei Vereine aus dem NOFV-Gebiet absteigen.

MSV Neuruppin steigt auf

"Das zweite Mal eine Saison abbrechen zu müssen, ist bitter, dennoch denke ich, dass es auf Grund der derzeitigen Lage in Deutschland, insbesondere für unsere Vereine wichtig war, als Verband Klarheit über das aktuelle Spieljahr zu schaffen. Wir mussten, gerade in Bezug auf unsere Herren-Spielklassen und deren Auf- und Abstiegsregelungen, schwere Entscheidungen treffen, bei denen es leider nicht nur Gewinner gibt. Auch für unsere Ehrenamtlichen waren dies keine leichten Entscheidungen und Wochen, ich möchte mich für das Engagement bei allen bedanken. Gemeinsam werden wir nun das neue Spieljahr vorbereiten und hoffen, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Saisonstart eindämmen lässt und politische Entscheidungen nicht gegen den Fußball getroffen werden", sagte NOFV-Präsident Herrmann Winkler.

Großer Jubel herrscht hingegen beim Brandenburgligisten MSV Neuruppin: Da die Mannschaft von Trainer Henry Bloch nach der Anwendung der Qutientenregelung (Punkte dividiert durch Spiele) auf dem ersten Platz der höchsten Spielklasse Brandenburgs liegt, darf sie aufsteigen und geht damit in der Saison 2021/22 erstmals seit 14 Jahren wieder in einer überregionalen Liga an den Start.

Mehr zum NOFV-Beschluss

In einer im Vorfeld der Entscheidung durchgeführten SPORTBUZZER-Umfrage hatten sich 54,1 Prozent der 255 Teilnehmer gegen Auf- und Absteiger aus den NOFV-Ligen ausgesprochen und auf die Frage: "Soll es Auf- und Absteiger in den NOFV-Ligen geben?" die Antwortmöglichkeit: "Nein, das ist nach den paar absolvierten Spielen unfair. " angeklickt. 28,6 Prozent stimmten für "Ja, sonst werden die Ligen zu groß." und 17,3 Prozent der Stimmen entfielen auf "Es sollte nur Aufsteiger geben."