26. Januar 2022 / 18:07 Uhr

Abstiegskampf im ersten Bundesliga-Jahr: Das hat sich Wolfsburgs Vranckx anders vorgestellt

Abstiegskampf im ersten Bundesliga-Jahr: Das hat sich Wolfsburgs Vranckx anders vorgestellt

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spielt im ersten Bundesliga-Jahr gegen den Abstieg: VfL-Youngster Aster Vranckx.
Spielt im ersten Bundesliga-Jahr gegen den Abstieg: VfL-Youngster Aster Vranckx. © DPA
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Aster Vranckx spielt mit 19 Jahren seine erste Bundesliga-Saison mit dem VfL Wolfsburg. Dass er statt um Europa nun gegen den Abstieg spielt, hätte der Belgier nicht gedacht. Es ist keine einfache Situation für ihn, aber er ist sich sicher, dass der Bundesligist wieder aus der Krise rauskommt.

Das hat er sich ganz anders vorgestellt: Mit dem Ziel, sich mit dem VfL erneut für das internationale Geschäft zu qualifizieren, war Aster Vranckx im Sommer für 8 Millionen Euro vom KV Mechelen in die VW-Stadt gewechselt. Doch statt um Europa geht's für den gerade einmal 19-Jährigen mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen den Abstieg - keine einfache Situation, wie er selbst zugibt.

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Mit 21 Punkten stehen die Wolfsburger auf Tabellenplatz 15, haben nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16 und drei Zähler auf den ersten Abstiegsplatz 17. Die Lage ist ernst, das weiß auch Vranckx. "Jeder fragt sich selbst, warum es nicht läuft", sagt der Abräumer, der anstelle des Langzeitverletzten Xaver Schlager meist einen ordentlichen Job macht.

Vor allem vor dem gegnerischen Tor müssen die Wolfsburger wieder kaltschnäuziger werden, mit 17 Treffern stellt der VfL zusammen mit dem kommenden Gegner und Schlusslicht Greuther Fürth die harmloseste Offensive der Liga. "Was das Toreschießen angeht, läuft es derzeit unglücklich. Wir haben viele Chancen ausgelassen, damit sind wir unzufrieden. Wir müssen wieder mehr treffen, dann läuft es auch wieder besser", ist sich Vranckx sicher.

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Der junge Belgier lässt sich von der sportlichen Talfahrt aber nicht runterziehen. Das spürt auch Marcel Schäfer. "Er möchte einfach Fußball spielen, das merkt man ihm an", sagt der VfL-Sportdirektor. Und genauso so ist es, der Profi bleibt gelassen. "In jeder Fußballer-Karriere gibt’s schwierige Phasen – und diese hier ist für mich jetzt eine davon. Aber ich glaube daran, dass wir da rauskommen", sagt Wolfsburgs Nummer 8, die sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt hat.

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Dabei war es für Vranckx in Wolfsburg gar nicht gut losgegangen: Beim Vorbereitungsstart im Sommer hatte sich das Talent eine Wadenverletzung zugezogen, erst beim 0:2 bei Union Berlin hatte der Mittelfeldspieler sein Bundesliga-Debüt gefeiert, vier Tage später stand er in der Champions League bei RB Salzburg (1:3) das erste Mal in der Startelf und spielte sich mehr und mehr in die Herzen der Fans. Weil er technisch versiert ist und sich immer voll reinkniet. Und so stand er bisher satte elfmal für den VfL auf dem Platz. "Ich bin glücklich, dass ich viele Spiele machen konnte", sagt Vranckx. "Das ist wichtig für meine Entwicklung. Als ich hier her gekommen bin, wollte ich ein paar Minuten spielen. Nachdem ich meine Chance bekommen habe, wollte ich unbedingt in der Mannschaft bleiben."

Im Team ist er geblieben, hat seinen Platz an der Seite von Maximilian Arnold. "Seitdem er auf dem Platz steht", sagt Schäfer, "bringt er wirklich gute Leistungen und verkörpert vieles von dem, was wir uns von ihm wünschen." Vranckx habe "trotz der schwierigen Situation bei uns eine tolle Entwicklung genommen". Und diese Entwicklung will der Abräumer nun fortführen - am besten mit Erfolgserlebnissen. "Ich will versuchen, alle Spiele zu gewinnen und möglichst gute Spiele abzuliefern", betont Vranckx.

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