13. November 2022 / 20:27 Uhr

"Alptraum" gegen SC Freiburg: Union-Debakel schmerzt Trainer Urs Fischer "im Moment sehr"

"Alptraum" gegen SC Freiburg: Union-Debakel schmerzt Trainer Urs Fischer "im Moment sehr"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Union Berlin kassierte unmittelbar vor der WM-Pause eine deutliche Niederlage.
Union Berlin kassierte unmittelbar vor der WM-Pause eine deutliche Niederlage. © IMAGO/Beautiful Sports (Montage)
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Der einstige Bundesliga-Tabellenführer Union Berlin kommt beim SC Freiburg kräftig unter die Räder. Vor allem in der ersten Halbzeit fielen die Köpenicker förmlich auseinander. Trainer Urs Fischer und seine Spieler üben deutliche Kritik an der eigenen Leistung im letzten Spiel vor der WM.

Nach dem 10. Spieltag war Union Berlin noch mit vier Punkten Vorsprung auf den FC Bayern München souveräner Tabellenführer und für einige Fans im Rennen mit dem Rekordmeister tatsächlich ein Titelaspirant. Doch im Endspurt vor der WM-Pause ist den Köpenickern deutlich die Luft ausgegangen: Nur ein Sieg bei einem Remis und nunmehr drei Niederlagen bedeuten, dass die Mannschaft von Trainer Urs Fischer auf dem fünften Tabellenplatz überwintert. Nach der deftigen 1:4-Klatsche beim SC Freiburg am Sonntagabend war die Laune trotz einer verhältnismäßig starken Spielzeit vor der Winterpause deutlich getrübt: "Wahnsinn, was die Mannschaft geleistet hat", lobte Coach Fischer bei DAZN sein Team zwar allgemein für die Saison, zeigte sich aber nur wenig später extrem enttäuscht: "Den letzten Eindruck nimmst du mit." Und der ist äußerst schlecht.

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In Freiburg fiel die Fischer-Elf eine Woche nach der peinlichen Vorstellung beim 0:5 in Leverkusen wieder einmal in sich zusammen. Das Spiel war schon zu Beginn entschieden: Vincenzo Grifo traf dabei zweimal per Elfmeter (4. und 20. Minute) und einmal nach einem schönen Konter (6.). Das vierte Tor erzielte Michael Gregoritsch per Lupfer (45.+1). Per Foulelfmeter gelang Sven Michel (84.) der Ehrentreffer für die enttäuschenden und enttäuschten Berliner. "Die erste Halbzeit war ein Alptraum", motzte Unions Paul Seguin etwa und Robin Knoche meinte: "Die Anfangsphase hat uns gekillt. Dann ist es schwer in Unterzahl 75 Minuten zurückzukommen und nur darauf zu spielen, dass du die Hütte nicht vollkriegst."

Der Schweizer Coach Fischer zeigte sich nach Abpfiff gar schockiert. Ihn schmerze das Debakel "im Moment sehr, weil die Art und Weise in der ersten Hälfte nicht gepasst hat", sagte der 56-Jährige und legte nach. "Wenn es um Restverteidigung geht, wenn es um Organisation geht, wenn es um Kompaktheit geht, war von dem nichts zu sehen. Und das war eigentlich nach Leverkusen das zweite Mal, wo das gleiche passiert. Das ist das, was nervt", zürnte Fischer, der nach eigener Aussage "Mühe" hatte zu verstehen, was in der Anfangsphase geschehen war.

Trotz einer kräftezehrenden Hinrunde mit regelmäßigen Spielen in der Europa League wollte Fischer das Argument, dass seine Mannschaft im Endspurt einfach die Kraft gefehlt habe, so nicht stehenlassen: "Das wäre mir zu einfach. Wir haben es heute Freiburg zu einfach gemacht", kritisierte der Schweizer, der sich während der WM nun erstmal in seine Heimat zurückzieht.

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