19. März 2021 / 14:00 Uhr

Am Jüterboger Rohrteich neigt sich eine Ära dem Ende

Am Jüterboger Rohrteich neigt sich eine Ära dem Ende

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Generationswechsel auf dem Jüterboger Sportplatz am Rohrteich: Platzwart Wilfried Bonk (mit Blumen) geht Anfang April in den Ruhestand. Seinen Job übernimmt André Werner (r.). Für die fast 30-jährige gute Zusammenarbeit mit dem scheidenden Platzwart bedankten sich am Donnerstag Susan Ortscheid (Gymnasium Jüterbog, l.) für den Schulsport. Die Vereinsvertreter Silvia Schierz vom SSV Jüterbog (2.v.l.) sowie Martino Petruschewski (3.v.l.) und Thomas Faber vom FC Viktoria Jüterbog sparten ebenfalls nicht mit Dankesworten.
Generationswechsel auf dem Jüterboger Sportplatz am Rohrteich: Platzwart Wilfried Bonk (mit Blumen) geht Anfang April in den Ruhestand. Seinen Job übernimmt André Werner (r.). Für die fast 30-jährige gute Zusammenarbeit mit dem scheidenden Platzwart bedankten sich am Donnerstag Susan Ortscheid (Gymnasium Jüterbog, l.) für den Schulsport. Die Vereinsvertreter Silvia Schierz vom SSV Jüterbog (2.v.l.) sowie Martino Petruschewski (3.v.l.) und Thomas Faber vom FC Viktoria Jüterbog sparten ebenfalls nicht mit Dankesworten. © Frank Neßler
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Wilfried Bonk geht in Rente – Weggefährten des Jüterboger Platzwarts sagen zum Abschied Danke.

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Gemischte Gefühle bei Wilfried Bonk. Der Platzwart, den viele in Jüterbog nur Willi nennen, geht Anfang April mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand. „27 Jahre lang bin ich auf dem Sportplatz am Rohrteich tätig gewesen. Ein bisschen mehr als ein halbes Arbeitsleben“, erklärte Bonk am Donnerstag. Langjährige Weggefährten aus Sportvereinen und dem Gymnasium der Flämingstadt hatten sich eingefunden, um den Platzwart zu verabschieden.

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Als Instandhaltungsmechaniker war Bonk zu DDR-Zeiten in einer LPG als Schlosser tätig. In seinem zweiten Berufsleben hat er nach der Wende dann einiges erlebt. So als sich durch stürmischen Wind eine Hochsprungmatte aus der Verankerung löste und gegen die Diskuswurfanlage schleuderte. Die Folge waren verbogene Ständer, die erneuert werden mussten. „Ansonsten ist der Jüterboger Sportplatz am Rohrteich zum Glück von größeren Schäden verschont geblieben“, blickt Bonk zurück.

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In seinen  Dienstjahren hat er sich auf vieles gefreut. „Die Leute haben gewusst, was sie am Rohrteich erwartet. Die Veranstaltungen waren immer gut vorbereitet“, sagt er. Anfang der 1990er-Jahre arbeiteten noch zwei Festangestellte auf dem Sportplatz. Diese Zeit war jedoch bald vorbei. Mehr als zwei Jahrzehnte lang arbeitete Bonk als Einzelkämpfer. Unterstützt wurde er dabei durch MAE-Kräfte oder Bürgerarbeiter. „Engagiert waren die immer“, sagt Bonk, der überzeugt davon ist, dass ihm seine Einstellung zur Arbeit sehr geholfen hat. „Ich habe meinen Job nicht für den Bürgermeister oder für irgendeinen Trainer gemacht, sondern in erster Linie dafür, dass Kinder und Erwachsene auf dem Sportplatz vernünftig trainieren können.“ Seine Devise lautete: „Egal, ob Fußballer, Leichtathlet oder Schulsportler – ich habe alle gleich behandelt. Damit bin ich in all den Jahren sehr gut gefahren.“



Den Staffelstab als Platzwart am Rohrteich übernimmt nun André Werner. Der 40-Jährige war zuvor als Windkraftanlagen-Monteur tätig. Bonk nahm ihn im Oktober zum Zweck der Einarbeitung unter seine Fittiche. „So gut es eben in Zeiten wie diesen ging“, sagt Bonk. Wettkämpfe fanden aufgrund der Pandemie so gut wie keine mehr statt. „Starke Nerven und viel Durchhaltevermögen“ – das wünscht Bonk seinem Nachfolger. Ab und zu wird er in Zukunft als Ruheständler bei Veranstaltungen den Sportplatz am Rohrteich besuchen, um nach dem Rechten zu sehen. Bonk hat angeboten, weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

„Willi, du bleibst stets ein gern gesehener Gast bei den Spielen der Jüterboger Fußballer“, erklärte der Viktoria-Vereinsvorsitzende Thomas Faber am Donnerstag. „Und eine Bockwurst ist neben freiem Eintritt bestimmt auch noch drin.“

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