22. Dezember 2019 / 00:33 Uhr

Anderson, Kramer und Ruoff prägen das Spiel der BG Göttingen

Anderson, Kramer und Ruoff prägen das Spiel der BG Göttingen

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Fokussiert und nicht zu halten war Kyan Anderson (l.) gegen Bonns Martin Breunig. 32 Punkte hatte der Amerikaner am Ende auf seinem Konto.
Fokussiert und nicht zu halten war Kyan Anderson (l.) gegen Bonns Martin Breunig. 32 Punkte hatte der Amerikaner am Ende auf seinem Konto. © Swen Pförtner
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Die BG Göttingen hat sich selbst und den Fans ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht: Im letzten Heimspiel des Jahres gewannen die Veilchen gegen den Tabellennachbarn Telekom Baskets Bonn mit 80:77 (43:42) und sicherten sich damit den dritten Sieg in der laufenden Basketball-Bundesliga-Saison.

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Die BG Göttingen hat sich selbst und ihren Fans ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht: Im letzten Heimspiel des Jahres gewannen die Veilchen gegen den Tabellennachbarn Telekom Baskets Bonn mit 80:77 (43:42) und sicherten sich damit den dritten Sieg in der laufenden Basketball-Bundesliga-Saison.

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Den besseren Start in die Partie erwischten eindeutig die Gäste. Bonn führte 7:0, ehe Alex Ruoff die ersten Punkte für die BG machte. Die waren ebenso laut umjubelt wie sein Einlauf bei der Teamvorstellung. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Gastgeber ihren Rhythmus und kamen heran. Beim 17:16 (7.) übernahmen sie erstmals die Führung. In dieser Phase hatte Dennis Kramer seinen ersten großen Auftritt. Ein Freiwurf und Punkte direkt am Brett, darunter ein Dunking, machten ihn zum treffsichersten Spieler des ersten Viertels, dass die Mannschaft von Headcoach Johan Roijakkers mit 24:18 für sich entschied.

Knapper Vorsprung zur Pause

Im zweiten Viertel hielten die Veilchen zunächst den Vorsprung. Allerdings gaben die Bonner nicht auf, vor allem Benjamin Simons nahm sich immer wieder – erfolgreich – aus der Distanz ein Herz und hatte zur Halbzeit hundertprozentige Trefferquoten von jenseits der 6,75 Meter-Linie, ebenso wie bei den Freiwürfen. Das war auch am noch Ende so. Der Spielabschnitt blieb eng, mit einem knappen BG-Vorsprung (43:42) ging es in die Pause.

BG Göttingen gewinnt gegen Telekom Baskets Bonn

21.12.2019, Basketball-Bundesliga easyCredit-BBL, Saison 2019 / 2020, Hauptrunde, 12. Spieltag, BG Göttingen - Telekom Baskets Bonn. Göttingens Alex Ruoff (r) spielt gegen Bonns Anthony DiLeo. Foto: Swen Pförtner Zur Galerie
21.12.2019, Basketball-Bundesliga easyCredit-BBL, Saison 2019 / 2020, Hauptrunde, 12. Spieltag, BG Göttingen - Telekom Baskets Bonn. Göttingens Alex Ruoff (r) spielt gegen Bonns Anthony DiLeo. Foto: Swen Pförtner ©

Allen war klar: Die zweite Halbzeit würde ähnlich intensiv werden wie die erste. Beide Mannschaften wollten unbedingt den dritten Saisonsieg. 55:43 (25.) führten die Göttinger schon, doch Bonn kam wieder heran, 57:54 stand es nach drei Vierteln. Der Schlussabschnitt war dann an Spannung kaum zu überbieten, die Führung wechselte ständig – Kramer, Kyan Anderson, Terry Allen, Mihajlo Andric, Dylan Osetkowski und Ruoff trugen sich in diesem Abschnitt in die Scorerliste ein. Und jeder Punkt war wichtig. Hinzu kam, dass die Veilchen einen Mann mehr auf ihrer Seite hatten, nämlich die Fans. Selten war es so laut in Sparkassen-Arena, die nahezu vollbesetzten Ränge machten die Halle zu einem Hexenkessel. Als Kyan Anderson, mit 32 Punkten Topscorer der Partie, die letzten beiden Freiwürfe versenkte, gab es kein Halten mehr. Er hatte aus dem 78:77 ein 80:77 gemacht. Und alle, die den entscheidenden Last-Second-Dreier der Münchener bei der knappen BG-Niederlage in der bayerischen Landeshauptstadt noch in Erinnerung hatten, atmeten einmal tief durch und feierten dann das Team.

BG macht die Big Plays

Roijakkers fasste anschließend das Spiel so zusammen: „Wir sind etwas zu ruhig ins Spiel gestartet, mit zu wenig Intensität. Wir haben dann die richtige Intensität gefunden, die man in der Liga braucht, um Spiele zu gewinnen. Am Ende haben wir die Big Plays gemacht. Die Stimmung in der Halle hat uns einen Schub gegeben, es war sehr laut. So kennt man die Sparkassen-Arena.“ Auf das Heimdebüt von Alex Ruoff angesprochen, geriet der BG-Headcoach ins Schwärmen: „Ohne Alex gewinnen wir das Spiel nicht. Er macht die anderen Spieler besser, redet auf dem Spielfeld – das hat gefehlt. Er kann das Spiel lesen. Er spielt Basketball“, lag die Betonung auf dem Wort „spielt“.

Heimdebüt von Alex Ruoff bei der BG Göttingen

Auch Dennis Kramer, der erstmals in seiner BBL-Karriere ein Double-Double (15 Punkte/10 Rebounds) erreichte, erhielt öffentliche Anerkennung vom Coach: „Er ist immer ein Spieler, der sich mit anderen auf seiner Position abwechseln muss. Heute war er mehr gefordert, weil Dylan Osetkowski nicht so gut war.“ Die 32 Punkte von Kyan Anderson waren am Sonnabend dessen Karrierebestleistung in der Basketball-Bundesliga. Roijakkers sagte, dass auch er von Ruoff auf dem Spielfeld profitiere: „Er ist schneller, aggressiver, hat fantastisch gespielt.“

BG: ​Lockhart (5 Punkte/1 Dreier/2 ­Rebound/2 Assists), ­Anderson (32/5/0/5), Lasisi (3/1/2/1), Ruoff (9/1/3/5), Kramer (15/0/10/1), Omuvwie (0/0/0/0), Andric (4/0/2/2), Mönninghoff (0/0/0/0), Osetkowski (4/0/3/1), Allen (8/0/8/0), Hundt (0/0/0/0). – Teamwerte: Feldwürfe 45% (28/62), Dreier 28% (8/29), ­Rebounds 34 (13 off./21 def.), Fouls 27, Turnovers 11, Assists 17.

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Bonn: ​Saibou (0 Punkte/0 Dreier/1 ­Rebound/1 Assist), ­Subotic (8/1/4/3), Lischka (0/0/1/2), Frazier (13/1/2/3), DiLeo (9/0/1/9), Breunig (10/0/1/0), Polas Bartolo (9/1/1/0), Binapfl (2/0/3/0), Simons (26/6/3/1), Zimmermann (0/0/5/1). – Teamwerte: Feldwürfe 46% (26/56), Dreier 45% (9/20), ­Rebounds 31 (9 off./22 def.), Fouls 23, Turnovers 15, Assists 22.