09. Juli 2021 / 21:27 Uhr

André Silva, Jadon Sancho und Co: Diese zehn EM-Stars spielen nach dem Turnier bei neuen Klubs

André Silva, Jadon Sancho und Co: Diese zehn EM-Stars spielen nach dem Turnier bei neuen Klubs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wechseln in diesem Sommer: Die EM-Stars André Silva (v.l.), Memphis Depay und Jadon Sancho.
Wechseln in diesem Sommer: Die EM-Stars André Silva (v.l.), Memphis Depay und Jadon Sancho. © IMAGO/Montage
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Die EM ist fast vorbei, die neue Saison in Bundesliga, Premier League und den anderen europäischen Topligen steht kurz bevor. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf insgesamt zehn bekannte Spieler, die bei der EM aktiv waren und zur neuen Saison das Trikot eines neuen Vereins tragen werden.

Nur noch ein Spiel gibt es, dann ist die Europameisterschaft Geschichte. Nach dem mit Spannung erwarteten Finale zwischen England und Italien im Londoner Wembley-Stadion am Sonntag (21 Uhr, ZDF und Magenta TV) geht es auch für die großen Stars nach einem kurzen Urlaub mit Volldampf in Richtung Saisonstart, denn Mitte August beginnen Bundesliga, Premier League und Co. bereits die nächste Spielzeit. Einige der bekanntesten Namen dieser EM werden sich dann in neuen Trikots wiederfinden. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über zehn Topspieler, die transferiert wurden oder - in einem Fall - unmittelbar davor stehen.

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Jadon Sancho (von Borussia Dortmund zu Manchester United)

Der aus Bundesliga-Sicht zweifellos spannendste Transfer ist der von England-Juwel Jadon Sancho, der das deutsche Oberhaus nach vier Jahren verlässt und in seine Heimat zurückkehrt. Die Verpflichtung des 21-Jährigen lassen sich die Red Devils rund 85 Millionen Euro kosten, wobei etwa 15 Prozent der Ablöse an Sanchos Ex-Klub Manchester City fließen. "Wir freuen uns nicht über das Geld. Wir sind traurig, dass er weg ist", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der den englischen Nationalspieler, der bei der EM unter Nationaltrainer Gareth Southgate nur Ergänzungsspieler ist, für dessen Einstellung lobte. Sancho habe sich "fantastisch verhalten und vier Jahre alles gegeben".

Georginio Wijnaldum (vom FC Liverpool zu Paris Saint-Germain)

Der Kapitän der Niederländer verlässt den FC Liverpool nach fünf Jahren und hat sich ablösefrei dem französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain angeschlossen. "Es ist sehr emotional für mich, weil ich einen Freund verliere und ich ihn vermissen werde", sagte Liverpool-Coach Jürgen Klopp, unter dem der 30 Jahre alte Wijnaldum über viele Jahre unumstrittener Stammspieler und auf dem Weg zum Champions-League-Titel 2019 sowie dem Erfolg in der Premier League im folgenden Jahr unverzichtbarer Stammspieler war.

Gianluigi Donnarumma (von AC Mailand zu Paris Saint-Germain)

PSG hat nicht nur im Mittelfeld zugeschlagen, sondern auch in der Innenverteidigung und auf der rechten Außenbahn, wo mit der ablösefreien Real-Legende Sergio Ramos und dem früheren BVB-Profi Achraf Hakimi (60 Mio. Ablöse an Inter Mailand) exquisite Neuverpflichtungen vollzogen wurden. Auch auf der Torwart-Position haben die Franzosen reagiert - obwohl mit Keylor Navas, Alphonse Areola und Sergio Rico extrem hochkarätiges Personal vorhanden ist, kommt mit Gianluigi Donnarumma ein weiterer Keeper an die Seine. Der 22-Jährige überragt derzeit im Tor der italienischen Squadra Azzurra und gehört zu den besten Torhütern des Turniers. Den Vertrag in Paris soll der Klient des berüchtigten Star-Beraters Mino Raiola schon unterschrieben haben, im Kampf um die Nummer 1 muss er sich gegen Platzhirsch Navas erst noch behaupten.

André Silva (von Eintracht Frankfurt nach RB Leipzig)

Der spannendste Wechsel innerhalb der Bundesliga: Bei RB soll der Stürmer, der bei Portugal während der EM hinter Weltstar Cristiano Ronaldo nur eine untergeordnete Rolle einnahm, die (verzögerte) Nachfolge von Timo Werner antreten, den Leipzig bisher kaum ersetzen konnte. Als Ablöse für den 25-Jährigen wurden 23 Millionen Euro festgelegt, seine Aufgaben bei der Eintracht wird der Kolumbianer Santos Borré übernehmen, der ablösefrei von River Plate kommt.

Die Sommer-Neuzugänge der Bundesliga-Klubs 2021/22

Dayot Upamecano ist nach München gewechselt, André Silva trägt künftig das Leipzig-Trikot. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt alle Bundesliga-Neuzugänge im Sommer 2021/22. Zur Galerie
Dayot Upamecano ist nach München gewechselt, André Silva trägt künftig das Leipzig-Trikot. Der SPORTBUZZER zeigt alle Bundesliga-Neuzugänge im Sommer 2021/22. ©

Josko Gvardiol (von Dinamo Zagreb zu RB Leipzig)

Bereits seit geraumer Zeit steht bei RB die Verpflichtung von Innenverteidiger Josko Gvardiol fest. Der 19-Jährige kommt (wie im Vorjahr bereits Dani Olmo) vom kroatischen Spitzenklub Dinamo Zagreb an den Cottaweg und wird in der Leipziger Abwehrzentrale das schwere Erbe von Dayot Upamecano (wechselte zum FC Bayern) und Ibrahima Konaté (zu Liverpool) antreten. Der Abwehrspieler, der knapp 19 Millionen Euro Ablöse kostete, debütierte erst kurz vor der EM in der kroatischen Mannschaft, etablierte sich jedoch sofort als Stammspieler; das Ausscheiden im Achtelfinale gegen Spanien (3:5 n.V.) konnte er allerdings nicht verhindern.


Memphis Depay (von Olympique Lyon zum FC Barcelona)

Ablösefreier Neuzugang - aber noch ohne Spielberechtigung. Das ist der aktuelle Status von Memphis Depay, der seit rund einem Jahr der erklärte Wunschspieler von Barca-Trainer Ronald Koeman war, der den niederländischen Angreifer aus der Elftal noch bestens kennt. Allerdings kann der katalanische Spitzenklub den 27-Jährigen, der bei der für die Niederlande schon im Achtelfinale beendeten EM zwei Tore schoss, genau wie Sergio Agüero derzeit nicht registrieren, weil zunächst ein millionenschweres Finanzloch geschlossen werden muss. Sollte die avisierte Verlängerung mit Lionel Messi noch platzen, wird Depay wohl gesetzt sein - ansonsten wird er wohl mit Agüero, Antoine Griezmann & Co. um einen Stammplatz kämpfen müssen.

Eric Garcia (von Manchester City zum FC Barcelona)

Zurück zu den Wurzeln geht es für Eric Garcia, der einst beim FC Barcelona ausgebildet worden war und nun nach vier Jahren bei Manchester City zu den Katalanen zurückkehrt. Der 20-Jährige, der in Barcelona geboren wurde, schaffte in England seinen Durchbruch, hatte allerdings frühzeitig klar gemacht, dass er keinen neuen Vertrag unterschreiben wolle. "Ihr könnt euch nicht vorstellen, was Eric mir bedeutet. Er ist wie ein Sohn", sagte ManCity-Trainer Pep Guardiola, der Garcias Karriere nun im Trikot seines Lieblingsvereins weiterverfolgen kann - und natürlich bei der spanischen Nationalelf, wo er sich bei der EM den Stammplatz neben Aymeric Laporte mit Pau Torres teilte.

David Alaba (von Bayern zu Real Madrid)

Schon im Frühjahr machte David Alaba seinen Abschied vom FC Bayern offiziell - nach zwölf Jahren im Verein hatte man sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen können. Wenig später unterschrieb er bei seinem Wunschklub Real Madrid, wo er unter anderem den Verlust von Kapitän/Talisman Sergio Ramos auffangen soll. "Ich bin mir sicher, dass diese Reise erfolgreich sein wird", sagte der Österreicher, der mit seiner Länder-Auswahl als Spielführer erstmals in die K.o.-Phase eines großen Turniers vorstoßen konnte, im Achtelfinale allerdings gegen Italien das Nachsehen hatte (1:2 n.V.).

Von 2010 bis 2019: Die besten Transfers des Jahrzehnts

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Welcher Transfer war im zurückliegenden Jahrzehnt der beste? Der SPORTBUZZER zeigt die 25 erfolgreichsten Spieler-Wechsel in Europas Top-Ligen.  ©

Hakan Calhanoglu (von AC Mailand zu Inter Mailand)

Von einem Mailänder Klub zum anderen - diesen Transfer traut sich nicht jeder. Der Ex-Hamburger und -Leverkusener Hakan Calhanoglu tauscht das rot-weiße Milan-Trikot mit dem blau-schwarzen Inter-Dress. Der 27-Jährige, der mit der hoch gehandelten Türkei eine der Negativ-Überraschungen des Turniers war, wechselt nach vier Jahren und 172 Spielen ablösefrei zu Inter und muss sich nicht einmal auf ein neues Stadion einstellen - schließlich spielen sowohl Milan als auch Inter im legendären San Siro.

Mike Maignan (von OSC Lille zu AC Mailand)

Der 27-jährige Mike Maignan wurde mit OSC Lille gerade überraschend französischer Meister und soll nach seinem 13-Millionen-Euro-Transfer nun die schwierige Nachfolge von Eigengewächs Gianluigi Donnarumma antreten, der Milan nach sieben Jahren im Verein verlassen hat. Maignan war auch mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden, der BVB kaufte stattdessen Gregor Kobel vom VfB Stuttgart. Bei der Equipe Tricolore, die nach dem Weltmeister-Titel mit hohen Erwartungen angetreten war, war er hinter den erfahrenen Hugo Lloris (34, Tottenham) und Steve Mandanda (36, Marseille) nur der Dritte im Bunde.