26. Oktober 2021 / 10:20 Uhr

Vor dem Spiel gegen Stahl: Andy Kretschmann legt Traineramt beim TSV Wustrau nieder

Vor dem Spiel gegen Stahl: Andy Kretschmann legt Traineramt beim TSV Wustrau nieder

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Andy Kretschmann (l.) ist nicht mehr Trainer des TSV Wustrau.
Andy Kretschmann (l.) ist nicht mehr Trainer des TSV Wustrau. © Verein
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Trotz 2:0-Führung verlieren die Gastgeber gegen den neuen Spitzenreiter aus Wittstock - Dreetz bleibt weiter punktlos.

Union Neuruppin II - Zernitzer SV 2:3 (0:2). Tore: 0:1 Jakob Rahn (4.), 0:2 Manuel Lübke (41., Strafstoßtor), 1:2 Thaer Damir (60.), 1:3 Lübke (73., Strafstoßtor), 2:3 Damir (78., Strafstoßtor). Zuschauer: 52. Ausgerechnet bei der Landesklassen-Reserve des SV Union Neuruppin, vor dem Spieltag Tabellenführer, beendete der Zernitzer SV seine Durststrecke von fünf sieglosen Ligapartien. „Unser Plan ist aufgegangen, meine Mannschaft hat mit Leidenschaft verteidigt und vorne zugeschlagen“, so ZSV-Coach Marco Urner. Nach dem Seitenwechsel machten es die Gastgeber spannend, vor allem Angreifer Thaer Damir war laut Urner ein ständiger Unruheherd: „Der könnte mindestens eine Liga höher spielen. Philip Sell hat uns den Sieg, der durchaus verdient war, weil wir großen Aufwand betrieben haben, aber festgehalten. Ich bin stolz auf die Leistung.“

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TSV Wustrau – Stahl Wittstock 3:4 (2:1). Tore: 1:0 Leroy Scheffler (5., Strafstoßtor), 2:0 Domenic Dean Biemann (28.), 2:1 Jonas Bienert (45., Strafstoßtor), 2:2, 2:3 Jannes Langerwisch (61., 66.), 2:4 Bienert (78.), 3:4 Sinan Filipcic (82.). Rote Karte: Leroy Scheffler (45., Notbremse, Wustrau). Zuschauer: 58. Schon vor dem Spiel gab es Aufregung bei den Wustrauern: am Samstagabend legte Andy Kretschmann sein Traineramt nieder. Interne Unstimmigkeiten sollen eine Rolle spielen, Kretschmann wollte seine Entscheidung auf Nachfrage jedoch nicht weiter kommentieren. Stephen Polei und Manuel Walter werden das Team interimsmäßig coachen – über eine Nachfolgelösung wird noch beraten. Trotz der Hiobsbotschaft drehte der TSV zu Beginn auf, lag mit 2:0 in Front, musste kurz vor dem Seitenwechsel aber einen Nackenschlag verkraften: Rote Karte für Kapitän Leroy Scheffler wegen Notbremse und Elfmeter für Stahl, den Jonas Bienert zum Anschluss nutzte. Nach dem Seitenwechsel drehte der eingewechselte Jannes Langerwisch die Partie. „Der Platzverweis war der Knackpunkt“, wusste Polei, „zwischenzeitlich mussten wir nach Verletzungspech sogar zu neunt spielen. Der Einsatz hat gestimmt, wir haben uns gut verkauft.“

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SV Blumenthal/Grabow – Rot-Weiß Kyritz 4:1 (2:1). Tore: 1:0 Marcel Weckwerth (7.), 1:1 Jens Westphal (10.), 2:1 Weckwerth (43.), 3:1 Jace Vierke (54.), 4:1 René Steinhauer (85.). Gelb-Rote Karte: Erkan Ronny Dalov (58., wdh. Foulspiel, Kyritz), Lukas Rohwedder (66., Meckern, Grabow). Zuschauer: 114. Einen verdienten Heimerfolg sah Grabow-Coach Ralf Lengert: „Wir haben zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht, vielleicht fällt der Sieg um ein Tor zu hoch aus.“ Per Volleyschuss brachte Marcel Weckwerth die Hausherren in Front, in ihrer besten Phase glich Kyritz aus. Auch der zweite Weckwerth-Treffer war sehenswert. „Nach einem Eckball und dank einer Unstimmigkeit konnten wir das Resultat noch in die Höhe schrauben“, verriet Lengert.


Blau-Weiß Wusterhausen – SV Dreetz 4:1 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Eric Stiefel (4., 8.), 3:0 Kevin Neumann (52.), 4:0 Michael Ambrozik (54.), 4:1 Adrian Bischkopf (71.). Zuschauer: 86. Die Blau-Weißen sorgten früh für klare Verhältnisse. „Danach vergessen wir, das dritte und vierte Tor zu machen. Dreetz hatte im ersten Durchgang nur einen Abschluss“, sagte Andreas Nucklies. Der Wusterhausener Trainer sah auch nach der Pause eine einseitige Partie: „Wir machen wieder früh die Tore und können das Ergebnis klarer gestalten.“ Der sich nie aufgebende Aufsteiger kam noch zum Ehrentreffer.

Die Mannschaft des Tages vom achten Spieltag der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin.
Die Mannschaft des Tages vom achten Spieltag der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin. © SPORTBUZZER

BSV Zaatzke – SV 90 Fehrbellin 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Andreas Spiess (1.). Zuschauer: 70. Ein unnötiger Querpass in der eigenen Hälfte brachte die 90er nach nur einer Minute auf die Verliererstraße. „In dieser Situation haben wir schlecht verteidigt, Andreas Spiess trifft den Ball dann auch astrein“, gestand Fehrbellin-Trainer Ronald Schubert. Anschließend sah er seine Elf klar im Vorteil, „wir haben permanent das Spiel gemacht, massig Ballbesitz, scheitern aber an Zaatzke-Keeper Kevin Apitz oder am eigenen Unvermögen. Das Tor war wie vernagelt.“ Spielt der BSV die Konter besser aus, wären auch das zweite oder dritte Tor möglich gewesen.

Pankower SV – Garz-Hoppenrade 4:0 (2:0). Tore: 1:0 Noah Hahlweg (26.), 2:0 Sebastian Preuß (35.), 3:0, 4:0 Sylvio Münch (52., 86.). Zuschauer: 140. Garz-Coach Daniel Klukas gab nach dem Spiel zu, dass es ein verdienter Sieg für Pankow war. „In Halbzeit eins hätten wir die ein oder andere Chance nutzen müssen, um dran zu bleiben. Pankow war effektiver und hat unsere Fehler besser genutzt.“ Das einzige Manko, was Pankows Co-Trainer Hannes Krüger bei seinem Team ausgemacht hatte, war die Chancenverwertung. „Mit zweimal Pfosten und einmal Latte hätte das Ergebnis auch höher ausfallen können. Ansonsten haben wir das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute bestimmt.“ Pankows Lenker und Denker, Lenny Appelt, verletzte sich schwer am Knie. „Wir wünschen Lenny auf diesem Wege gute Besserung“, so Krüger.