05. Mai 2021 / 17:54 Uhr

AOK-Landespokal Brandenburg: Vier Regionalligisten, ein Ziel

AOK-Landespokal Brandenburg: Vier Regionalligisten, ein Ziel

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Die vier Trainer der Halbfinalisten des AOK-Landespokals: Damir Agovic, Predrag Uzelac, Matthias Maucksch und Steve Müller. (v.l.n.r.)
Die vier Trainer der Halbfinalisten des AOK-Landespokals: Damir Agovic, Predrag Uzelac, Matthias Maucksch und Steve Müller. (v.l.n.r.) © imago images/ Jan Kuppert - SPORTBUZZER-Grafik
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AOK-Landespokal: Im Halbfinale gastiert der SV Babelsberg 03 beim FC Energie Cottbus und der FSV 63 Luckenwalde bei Union Fürstenwalde – dabei stehen vor allem die Trainer im Fokus.

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Energie Cottbus: „Positive Aufregung“ aber „keine Nervosität“ verspürt Damir Agovic vor dem Landespokal-Halbfinale der Lausitzer am Sonntag. Vor knapp zwei Wochen übernahm der im heutigen Montenegro geborene Fußballlehrer interimsmäßig die Geschicke beim FCE. Er folgte auf Dirk Lottner. „Das kam überraschend“, berichtet der 31-Jährige. „Ich habe zu Dirk Lottner ein gutes Verhältnis und erst einen Tag vor der verkündeten Entscheidung davon erfahren.“ Aus dem Nachwuchs von Eintracht Frankfurt kam er erst im vergangenen Sommer nach Cottbus, übernahm die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft. Diese ließ mit starken Leistungen aufhorchen „Als die Anfrage kam, die erste Mannschaft interimsmäßig zu übernehmen, habe ich das sofort bejaht“, sagt Agovic. Wie es in der neuen Saison weitergeht, spiele dabei für ihn nur eine untergeordnete Rolle. „Für mich hat das schwere Spiel gegen Babelsberg absolute Priorität, über alles andere mache ich mir keine Gedanken.“

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SV Babelsberg 03: Seine Jungs sollen das erste Pflichtspiel nach sechs Monaten Pause auch ein Stück weit „genießen“, sagt Predrag Uzelac vor dem anspruchsvollen Auswärtsauftritt in der Lausitz und freut sich, dass er mit seinem Team endlich wieder ein konkretes Ziel vor Augen hat. „Wir sind froh und dankbar, dass wir zuletzt trainieren und Testspiele bestreiten durften. Nach solch langer Zeit ohne echten Wettkampf weiß aber wahrscheinlich keine Mannschaft so richtig, wo sie steht“, erklärt der 55 Jahre alte Kroate, der den Trainerposten bei den Babelsbergern im Januar 2020 übernahm und einen laufenden Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Von den vier Halbfinalisten, die am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr um den Finaleinzug spielen, ist er damit der einzige Chefcoach, der in gleicher Position in die neue Saison gehen wird. Im letzten Aufeinandertreffen zwischen Cottbus und Babelsberg im vergangenen September hatten die Nulldreier im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion mit 0:1 das Nachsehen. Bei Cottbus stand damals zum ersten Mal Dirk Lottner an der Seitenlinie.

In Bildern: Die Sieger des Brandenburger Landespokals seit 2003.

2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. Zur Galerie
2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. ©

FSV Union Fürstenwalde: Sich nach seiner inzwischen dritten Amtszeit als Fürstenwalder Trainer mit der Verteidigung des Landespokal-Titels aus dem Vorjahr zu verabschieden, dürfte für Matthias Maucksch der Königsweg sein. Dass der ehemalige Bundesligaspieler von Dynamo Dresden die Unioner nach der Saison verlässt, steht seit mehreren Wochen fest. Wo es für den 51-Jährigen weitergeht, ist hingegen noch offen. Die Bedingungen für das im schlechtesten Fall letzte Pflichtspiel unter seine Leitung könnten sicherlich besser sein. „Die Voraussetzungen sind mit der langen Pause und dem unterschiedlichen Trainingsstand der Mannschaften natürlich schwierig“, sagt Maucksch. „Wir trainieren weiterhin nur dreimal in der Woche, versuchen aber, die Jungs trotzdem, so gut es geht, fit und vorbereitet zu bekommen.“ Dass sein Team im Landespokal-Halbfinale der vergangenen Saison den kommenden Gegner aus Luckenwalde auswärts nach Pausenrückstand mit 4:1 bezwingen und später in dessen Stadion den Pokal in die Höhe recken konnte, sei dabei nicht mehr als eine Randnotiz.



FSV 63 Luckenwalde: Steve Müller hat in seiner seit knapp einem Jahr beendeten Laufbahn als aktiver Fußballer einige Pokalschlachten geschlagen und dürfte vor allem die Saison 2011/12 noch in guter Erinnerung haben. In dieser trug der gebürtige Hallenser das Trikot des damaligen Viertligisten Holstein Kiel und sorgte im DFB-Pokal für Furore. Nach dem Achtelfinalsieg über die von Thomas Tuchel trainierten Kicker von Mainz 05 war in der Runde der letzten Acht gegen Borussia Dortmund Schluss. Am Sonntag steht Müller zusammen mit Severin Mihm als Luckenwalder Trainerduo in der Verantwortung. Beide folgten auf Jan Kistenmacher, der seinen Vertrag aus beruflichen Gründen vorzeitig auflöste. Im Sommer übernimmt Michael Braune. Müller und Mihm werden wieder zu Co-Trainern. „Das ist so besprochen und völlig in Ordnung. Am Sonntag haben Severin und ich den Hut auf und brennen zusammen mit der Mannschaft darauf, ins Finale einzuziehen“, sagt Müller. „Einen Pokal in die Höhe zu reißen, ist geil und unsere Jungs sind nach vielen vergeblichen Anläufen mal dran.“

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