17. April 2021 / 09:38 Uhr

ATV Leipzig startet ins Restprogramm: "Kein fairer Wettkampf"

ATV Leipzig startet ins Restprogramm: "Kein fairer Wettkampf"

Rolf Becker
Christian Hufnagl
ATV-Trainer Hufnagl wird trotz Widrigkeiten versuchen, so viele Punkte wie möglich mit seiner Mannschaft zu holen. © Christian Modla
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Überraschend geht es für die Hockey-Frauen des ATV Leipzig am Samstag in das Restprogramm der 2. Bundesliga. Zuerst spielt die Mannschaft in Mainz, bevor am Sonntag der Nürnberger HTC zu Gast ist. Viel trainieren konnten sie aber nicht und auch Coach Hufnagl fühlt sich benachteiligt.

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Leipzig. Sie durften monatelang kaum mit Ball und Schläger trainieren. Doch überraschend starten die ATV-Hockey-Frauen bereits am Wochenende in das Restprogramm der 2. Bundesliga. Die letzten fünf Teams der Gruppe Süd ermitteln an acht Spieltagen die beiden Absteiger. ATV geht als abgeschlagenes Schlusslicht in diese Runde.

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Da das Team von Trainer Christian Hufnagl im Herbst zu drei Auswärtsspielen nicht antrat, jedoch die hohe Inzidenz als Argument keine Anerkennung fand, wurden den Leipzigerinnen neun Punkte abgesprochen. Die ausgefallenen Spiele werden zwar nochmals angesetzt, doch zunächst geht ATV mit einem Minuspunkt und 15 Zählern Rückstand auf den Vorletzten aussichtslos ins Rennen.

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„Dennoch versuchen wir, so viele Punkte wie möglich zu holen, obwohl wir uns in jeder Hinsicht benachteiligt fühlen. Die meisten Mannschaften können seit Wochen trainieren, wir nicht. Ein fairer Wettkampf ist das nicht“, so Hufnagl. ATV-Hockey-Chef Ronny Anders: „Uns bleibt keine Wahl. Wir beugen uns der Entscheidung des Deutschen Hockey-Bundes und treten an.“ ATV spielt am Sonnabend beim Spitzenreiter der unteren Hälfte in Mainz und empfängt am Sonntag (14 Uhr) den Nürnberger HTC – freilich ohne Zuschauer.