09. September 2020 / 08:45 Uhr

Auf der Zielgeraden: Für "Lauf geht's"-Teilnehmer ist der Halbmarathon ganz nah

Auf der Zielgeraden: Für "Lauf geht's"-Teilnehmer ist der Halbmarathon ganz nah

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Nach der Erwärmung ging es - natürlich - auf die Strecke.
Nach der Erwärmung ging es - natürlich - auf die Strecke. © Christian Modla
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Testschuh-Aktion, laufende Sprechstunde und hartes Training: Die „Lauf geht’s“-Teilnehmer stecken mitten in den letzten Vorbereitungen bis zu ihrem bevorstehenden Highlight – dem Halbmarathon am 11. Oktober in Leipzig.

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Leipzig. Testschuhe zugeschnürt, Erwärmung auf der Terrasse der Galopprennbahn Scheibenholz und „Laufende Sprechstunde“ beim lockeren Läufchen von bis zu 120 Minuten: Auf diese Weise haben die Teilnehmer der Aktion „Lauf geht’s“ am Dienstagabend ihr obligatorisches Training absolviert.

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Bevor es auf die Strecke ging, rüstete der Laufschuhhersteller brooksrunning die Athleten mit Testschuhen aus. Vor Ort beriet Jakob Tyroelle die Teilnehmer zur Wahl des richtigen Schuhwerks. Wiederholungstäterin Karin Raddat, die schon im vergangenen Jahr mit „Lauf geht’s“ an den Start ging, lobte das neue Lauferlebnis: „Das läuft sich wie auf Watte.“

DURCHKLICKEN: Das "Lauf geht's"-Training am 8. September

Trainingsalltag der „Lauf geht’s“-Akteure am Scheibenholz: Mit Konzentration und Spaß zum Erfolg. Zur Galerie
Trainingsalltag der „Lauf geht’s“-Akteure am Scheibenholz: Mit Konzentration und Spaß zum Erfolg. ©

Cheftrainer Jörg Matthé erklärte, dass seine Schützlinge von April bis zum Start des angestrebten Halbmarathons ganze 1.000 km zurücklegen würden. „Laufschuhe halten max.1.000 km.“ Deshalb rät der 51-Jährige zu einem Wechsel nach 500 bis 700 km. „Das vermindert auch das Verletzungsrisiko", so der Chef vom Leipziger Laufladen. Matthé hatte eigentlich Urlaub. Aber nichts hält einen Läufer auf der Couch. Eine kleine Runde drehte er dann doch mit seinen Schützlingen mit.

Zwei Stunden in den Knochen

Bisher sind die Halbmarathon-Aspiranten verletzungsfrei davongekommen. Der betreuende Sportmediziner Enzo Hamann nahm ebenfalls am Training teil. Der Arzt des Mediclin Reha-Zentrums Bad Düben bot eine Laufende Sprechstunde an. Auf der Strecke gesellte sich der eine oder andere Neugierige an seine Seite. Hamann beantwortete Fragen zu Überlastungssyndromen, Muskelkräftigungen und bestehenden Vorverletzungen.

Die Aktion „Lauf geht´s“ geht übrigens allmählich in die entscheidende Phase. Die 100 Teilnehmer arbeiten seit fünf Monaten gemeinsam mit einem Trainerteam, zu dem auch DHfK-Läuferin Kathrin Bogen gehört, für den bevorstehenden Halbmarathon am 11. Oktober in Leipzig. Noch gut vier Wochen Zeit sind es bis zum großen Ereignis. Am Dienstag hatten die Läufergruppen nach ihren Trainingseinheiten 100 bis 120 Minuten in den Knochen.

Von Müdigkeit und Trägheit gab es danach allerdings keine Spur. Die Truppe war motiviert. Teilnehmerin Yvonne Richter blickte auf die vergangenen Monate zurück: „Ich wollte nach einem Bandscheibenvorfall wieder Pfunde ablegen. Ich hätte nie gedacht, dass ich über zwei Stunden laufen kann.“