17. Oktober 2019 / 15:23 Uhr

Aus der 4. Liga zum German-Bowl-Titel: Footballer Brandt aus Lohnde ist Deutscher Meister

Aus der 4. Liga zum German-Bowl-Titel: Footballer Brandt aus Lohnde ist Deutscher Meister

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gerrit Brandt (links) konzentriert sich beim German-Bowl in Frankfurt - und hält später den Pokal in der Hand.
Gerrit Brandt (links) konzentriert sich beim German-Bowl in Frankfurt - und hält später den Pokal in der Hand. © imago images / Jan Huebner/privat
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Gerrit Brandt hat mit den Braunschweig Lions vor 20.000 Zuschauern den German Bowl gewonnen. Der 22-jährige Student spielte noch vor einem Jahr für die Hannover Grizzlies. Für seinen großen Traum trainierte er nicht nur hart, sondern stellte auch seine Ernährung um und beschäftigt sich 35 Stunden pro Woche mit seinem Sport - neben seinem Studium.

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Vor einem Jahr spielte Footballer Gerrit Brandt noch in der 4. Liga bei den Hannover Grizzlies, jetzt lebt der 22-Jährige aus dem Seelzer Ortsteil Lohnde seinen Sporttraum: deutscher Meister mit den Braunschweig Lions, vor 20 .000 Fans in der Frankfurter Arena.

"Vor einem Jahr habe ich noch vor 200 Zuschauern gespielt, nun waren es 20.000“

Im Finale um den German Bowl gewannen die Männer aus der Löwenstadt mit 10:7 und beendeten die Superserie der Schwäbisch Hall Unicorns von zuvor 50 Siegen in Folge. Die Unicorns verpassten damit auch den dritten Titel in Serie. Stattdessen jubelten Brandt und die Lions. Der Rekordmeister holte den Titel zum insgesamt zwölften Mal nach Braunschweig – nach zuvor zwei Jahren ohne Meisterschaft.

Der 22-Jährige hat daran seinen Anteil. Von der 4. Liga war er zu den Lions gewechselt, mauserte sich zu einem der Starter-Spieler in der Offense-Line der Lions – und feierte jetzt in Frankfurt den Titel mit. „So richtig glauben kann ich das noch nicht. Vor einem Jahr habe ich noch vor 200 Zuschauern bei den Grizzlies gespielt, nun waren es beim German Bowl 20.000“, erzählt Brandt. Er studiert in Hannover Maschinenbauinformatik und wohnt noch in der elterlichen Doppelhaushälfte in Lohnde. „Da war schon das Einlaufen ins Stadion Gänsehaut pur.“

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Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©
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Brandt musste für erste Liga Ernährung umstellen und hart trainieren

Der Kontakt zu den Lions kam 2018 nach der Saison in Hannover über einen Bekannten zustande, der bereits in Braunschweig gespielt hatte und noch einige Telefonnummern von talentierten Spielern kannte. „Ich hatte eine neue Herausforderung gesucht, aber dass die beim GFL-Topteam Braunschweig Interesse an mir haben, hätte ich nie gedacht. Auch nicht beim Probetraining“, sagt Brandt.

Doch Braunschweigs Offense-Coach Matthias Engisch fand Gefallen am schweren Mann aus Hannover, der den Weg für die Quarter- und Runningbacks freihalten kann. Allerdings musste Brandt im Winter hart arbeiten. Seine Maße und Masse mit 1,97 Metern Größe und 138 Kilogramm Gewicht passten, die Verteilung zwischen Speck und Muskeln nicht. „Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt und wirklich hart trainiert. Auf Süßigkeiten habe ich zum Beispiel komplett verzichtet. Früher war mir egal, was ich esse“, verrät Brand.

"Speck sucht man an ihm nun vergebens"

Auch Mutter Edeltraut ist stolz auf ihren Meister-Sohn: „Hut ab vor der Leistung. Speck sucht man an ihm nun vergebens.“ Sie ermöglichte dem Sohn einst den Start ins Footballer-Leben. Denn als der für Tischtennis, das er lange mit Vater Dirk und Bruder Raven bei TuS Gümmer spielte, zu groß und schwer wurde, brachte ihn ein Schulfreund auf die Football-Idee. „Da habe ich ihn immer abends zum Training nach Hannover gefahren und fast in der Nacht wieder abgeholt. Mit 17 hatte er damals ja noch keinen Führerschein“, erinnert sich die Mutter.

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"Ich würde gern mal im Euro Bowl spielen"

Die Football-Liebe des Sohns ist größer denn je. Mittlerweile beschäftigt sich Brandt mit den Fahrten zum Training, Fitnessstudio und Videostudium der nächsten Gegner und Spielzüge fast 35 Stunden pro Woche mit seinem Sport – neben dem Studium. Und wenn es nach Brandt geht, soll es so weitergehen: „Ich würde gern weiter in Braunschweig spielen, da stehen jetzt die Gespräche an.“

Seine Empfehlung für eine Weiterverpflichtung: Er stand in 16 von 17 Spielen in der Startformation, seine Fitness ist nach einem Jahr bestens – und er will mehr. „Klar hat man auch nach so einem Aufstieg und dem deutschen Titel gleich im ersten Jahr noch Ziele“; sagt Brandt: „Ich würde auch gern mal im Euro Bowl spielen.“

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