28. Februar 2021 / 19:54 Uhr

Bayer-Krise verschärft sich: SC Freiburg entführt drei Punkte aus Leverkusen

Bayer-Krise verschärft sich: SC Freiburg entführt drei Punkte aus Leverkusen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Negativserie für Peter Bosz und Bayer Leverkusen geht weiter - auch der SC Freiburg schlägt die Werkself.
Die Negativserie für Peter Bosz und Bayer Leverkusen geht weiter - auch der SC Freiburg schlägt die Werkself. © Reuters/Pool/IMAGO/Montage
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Bayer Leverkusen hat im Kampf um die Champions-League-Plätze einen weiteren Rückschlag erlitten. Die kriselnden Rheinländer, die unter der Woche bereits aus der Europa League ausgeschieden waren, verloren ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg und blieben damit bereits zum fünften Mal in Folge ohne Sieg.

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Die Negativ-Serie von Bayer Leverkusen setzt sich fort: Drei Tage nach dem peinlichen Europa-League-Aus in der Zwischenrunde gegen die Young Boys Bern hat die Werkself nun auch in der Bundesliga im Heimspiel gegen den SC Freiburg gepatzt. Bayer verlor nach den Treffern von Ermedin Demirovic (50. Minute) und Lucas Höler (61.) mit 1:2 (0:0). Der Anschlusstreffer von Leon Bailey (70.) reichte nicht. Der zuletzt in der Kritik stehende Leverkusen-Trainer Peter Bosz ist damit auch im fünften Pflichtspiel in Folge mit seinem Team ohne Sieg geblieben. Die Werkself-Krise spitzt sich damit zu: Bayer rutscht durch die Niederlage zum Abschluss des Spieltags hinter Borussia Dortmund auf Platz sechs ab - der Rückstand auf die avisierten Champions-League-Ränge beträgt weiter fünf Punkte. Freiburg springt auf Rang acht.

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Für eine Überraschung sorgte Bosz bereits vor dem Anpfiff: Der 22 Jahre alte deutsche U21-Nationaltorhüter Lennart Grill ersetzte im Bayer-Tor Niklas Lomb, der zuletzt den verletzten Stammkeeper Lukas Hradecky vertrat - aber zweimal in Folge schwer patzte: Sowohl im letzten Liga-Spiel in Augsburg (1:1) als auch gegen Bern (0:2) verursachte der Ersatzmann Gegentreffer. Der im Sommer für zwei Millionen Euro von Drittligist Kaiserslautern gekommene Grill hatte große Anlaufschwierigkeiten und war eigentlich nur die Nummer drei. Nun feierte er sein Startelf-Debüt.

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Wirklich gefordert wurde Grill im Kasten der Werkself in der ersten Halbzeit allerdings nicht. Nach dem Europa-Aus war Leverkusen gegen den SC die dominierende Mannschaft, schaffte es allerdings nicht, die eigene Überlegenheit in Tore umzumünzen. Lucas Alario (33.) per Schuss vom Strafraumrand und Nadiem Amiri (37.) per Fernschuss hatten die besten Chancen für die Bosz-Elf. Ihre Abschlüsse waren aber zu harmlos. Hradecky-Vertreter Grill bekam erst in der 45. Minute nach einem Kopfball von Demirovic wirklich zu tun. Er fing den Ball aber sicher. Vor der Pause gab es auch noch eine Schrecksekunde: Timothy Fosu-Mensah verletzte sich am rechten Bein ohne Fremdeinwirkung und musste ausgewechselt werden.

Die Freiburger Mannschaft von Christian Streich kam deutlich besser aus der Kabine. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff netzte Demirovic nach flacher Strafraum-Hereingabe von Lucas Höler, der auf der rechten Seite völlig frei war, zum 1:0 ein. Und die Leverkusener Dominanz war komplett gebrochen. Die Werkself zeigte sich fortan ideenlos und musste in der 61. Minute schließlich auch den zweiten Gegentreffer, diesmal durch Höler, hinnehmen. Wieder sah die Abwehr nicht gut aus. Leon Bailey (70.) gelang kurz vor der Anbruch der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer, nachdem er vor dem Strafraum mustergültig von Alario bedient wurde.