27. Juni 2019 / 16:59 Uhr

Bennet Hundt hofft auf einen Universiade-Einsatz

Bennet Hundt hofft auf einen Universiade-Einsatz

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Bennet Hundt (hier im Eurocup für ALBA Berlin) hofft auf einen Einsatz im deutschen Universiade-Team der Basketballer.
Bennet Hundt (hier im Eurocup für ALBA Berlin) hofft auf einen Einsatz im deutschen Universiade-Team der Basketballer. © imago
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Deutschland wird mit 124 Sportlern an der 30. Sommer-Universiade in Neapel vom 3. bis 14. Juli teilnehmen. Einer von ihnen könnte Bennet Hundt, Neuzugang des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen, sein.

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Die Betonung liegt auf „könnte“, denn drei Tage vor dem Abflug nach Italien plagte den 20-Jährigen noch mit einer Wadenverletzung, die er sich während eines Testspiels gegen die Ukraine im Rahmen des ersten Vorbereitungslehrgangs des Hochschul-Teams in der Sportschule Kienbaum zugezogen hatte. „Wenn ich gesund bin, fahre ich mit. Das wird sich aber erst kurzfristig entscheiden“, sagt Hundt, der mit dem gesamten deutschen Team am Sonntag von Frankfurt aus in Richtung Neapel starten soll. Bis dahin ist jede Menge Physiotherapie angesagt, um die Muskelverletzung auszukurieren.

Gastgeber ist auch Gruppengegner

Das Universiade-Team bezeichnet der Berliner als „super“. Einige Spieler kennt er von Nationalmannschafts-Einsätzen der U19 und U20. „Es sind aber auch neue Gesichter dabei, die mir zwar bekannt waren, die ich aber erstmals persönlich getroffen habe“, sagt Hundt, der darauf hofft, dass sich das Team auf dem Spielfeld schnell zusammenfinden und kennenlernen wird. Das erste Spiel ist am Donnerstag, 4. Juli, angesetzt. Gruppengegner werden Norwegen (“Da lassen wir uns mal überraschen“), Kanada (“Die sind sehr stark“) und Italien (“Gegen die Gastgeber wird das bestimmt ein tolles Spiel“) sein, sagt der Student der Geowissenschaften, der jetzt vier Semester an der FU Berlin hinter sich hat.

Hundt lässt Studium ruhen

Das Studium wird Hundt, wenn er nach Göttingen kommt, zunächst ruhen lassen. „Dafür wird mir die Zeit fehlen“, sagt der Berliner, für den es – abgesehen von einem Schuljahr in den USA – „der wirklich erste Schritt heraus“ aus seiner Heimatstadt ist. „Ich bin super motiviert und komme gern nach Göttingen. Das ist ein guter Basketball-Standort mit einer idealen Trainingssituation und guten Bedingungen – gerade für die jungen Spieler.“

Bis zum 30. Juni hat er noch seinen Vertrag bei ALBA Berlin zu erfüllen, hatte bis zuletzt auch noch Anwesenheitspflicht bei den Albatrossen, für die die Saison ja erst am vergangenen Wochenende mit der dritten Niederlage im dritten Playoff-Finalspiel zu Ende gegangen ist. „Ich musste mich fit und bereit halten, falls es in der Finalserie Verletzte gegeben hätte.“

Schon mit Roijakkers telefoniert

Persönlich kennt Hundt noch keinen seiner neuen Mitspieler. „Natürlich sagen mir die Namen etwas, man verfolgt ja das Geschehen in der Liga insgesamt.“ Mit seinem zukünftigen Trainer Johan Roijakkers hat der Veilchen-Neuling bereits telefoniert und mit ihm nicht nur über Basketball, sondern beispielsweise auch über die Wohnungssituation gesprochen. Kontakt hält er auch zu Domenik Theodorou, der als Teammanager in den ersten Wochen einer der wichtigsten Ansprechpartner in Göttingen für ihn sein wird. Einige ehemalige BG-Spieler haben ihm den Klub und Stadt „wärmstens empfohlen“. Wer genau, wollte er nicht sagen.

Universiade in Neapel

Wenige Tage vor Abflug zum größten Multisport-Event der Welt nach den Olympischen Spielen ist die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft bereit für die 30. Sommer-Universiade. Vom 3. bis 14. Juli kämpfen in Neapel 124 deutsche Spitzensportlerinnen und -sportler von 70 verschiedenen Hochschulen in 14 von insgesamt 18 angebotenen Sportarten um Gold, Silber und Bronze.

Insgesamt werden 8.000 Aktive aus über 150 Nationen bei den Weltspielen der Studierenden in Italien erwartet, um in 222 Titelentscheidungen die besten Athletinnen und Athleten zu küren.

Ein durchaus gewichtiges Wörtchen will das Team des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) mitreden, wie Delegationsleiter David Storek bestätigt: „Es wird zwar schwer, die 24 Medaillen von Taipeh 2017 zu wiederholen. Dennoch hoffen wir, dass unsere Sportlerinnen und Sportler mindestens 15 Mal auf dem Podest stehen werden."

Bei Universiaden können Studierende, die maximal 28 Jahre alt sind und von ihren nationalen Verbänden nominiert werden, starten. Unter den Universiade-Athletinnen und -Athleten finden sich sowohl studentische Nachwuchs-Leistungssportler als auch zahlreiche etablierte Hochleistungssportler. Insbesondere seit den letzten zehn Jahren kann ein enormer Leistungszuwachs in der Spitze beobachtet werden. Diese Entwicklung ist ein Indiz dafür, dass die Bedeutung der Universiaden für die Sportsysteme vieler Teilnehmerländer in analoger Weise gestiegen ist. Nicht selten ist die Teilnahme an einer Universiade für die Aktiven eine wichtige Station für die individuelle Leistungsentwicklung und eine aussagekräftige Standortbestimmung in vorolympischen Jahren.

Bei aller Hochklassigkeit des sportlichen Niveaus hat die Universiade ihr eigenes studentisches Flair behalten. Neben der "Medaillenjagd" steht die studentische Kommunikation über alle Nationen und Kulturen hinweg im Mittelpunkt. Die Verbindung von Spitzensport, kulturellen Impressionen und persönlichem Austausch macht das besondere Flair der Universiaden aus, das auch etablierte Sportstars immer wieder anzieht.

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