16. April 2021 / 17:43 Uhr

Bericht: Klubs einigen sich - Weg für Champions-League-Reform offenbar geebnet

Bericht: Klubs einigen sich - Weg für Champions-League-Reform offenbar geebnet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für den Champions-League-Titel werden die Teams in Zukunft wohl häufiger spielen müssen.
Für den Champions-League-Titel werden die Teams in Zukunft wohl häufiger spielen müssen. © Matt Childs/Getty Images
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Die Europapokal-Reform wird wohl kommen. Wie die "Sport Bild" am Freitag berichtet, habe sich die Europäische Klubvereinigung über Details geeinigt. Nun scheint der Zustimmung in der kommenden Woche nichts mehr im Wege zu stehen.

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Auf dem Weg zur Reform der Champions League ist einem Medienbericht zufolge eine weitere Hürde genommen worden. Vor der entscheidenden Abstimmung im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA am Montag gebe es Konsens in der Europäischen Klubvereinigung (ECA), der über 250 Klubs angehören, und der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe (CCC) über Details, berichtete die Sport Bild am Freitag. Eine Reaktion der UEFA gab es zunächst nicht. Wegen eines Dissens mit den mächtigen Vereinen hatte der Kontinentalverband den ursprünglich Ende März geplanten Beschluss auf Anfang kommender Woche verschoben.

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Die UEFA-Exekutive will bei ihrer Sitzung am Montag entscheiden, wie die Königsklasse ab 2024 aussehen soll. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass 36 statt bislang 32 Teams teilnehmen sollen. Gespielt werden soll dann nicht mehr in acht Vorrundengruppen, sondern in nur einer Liga, in der aber nicht Jeder gegen Jeden antritt. Die Zahl der Partien pro Saison würde um maximal 100 deutlich ansteigen.

Die ECA sprach sich zuletzt dafür aus, dass pro Saison zwei Teams ohne direkte Qualifikation allein auf Basis historischer Ergebnisse einen Startplatz erhalten. Nun sollen zwei Teilnehmer über einen Klub-Koeffizienten bestimmt werden, wie die Sport Bild berichtete. Das wäre nach aktuellem Stand der Fünfte und Sechste der Premier League. In der UEFA-Exekutive sitzen zwei Vertreter der ECA, darunter deren Chef Andrea Agnelli von Juventus Turin. Mitglied der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe ist unter anderem Fernando Carro von Bayer Leverkusen.

Fanvertretungen europäischer Spitzenvereine wie dem FC Bayern München und Borussia Dortmund haben sich zuvor gegen die Reformpläne der Klubvereinigung ECA für die Champions League ausgesprochen. Diese würden "eine ernstzunehmende Gefahr für den gesamten Fußball" darstellen, heißt es in dem offenen Brief an ECA-Chef Andrea Agnelli, den der Verein Football Supporters Europe veröffentlichte. "Die Kluft zwischen den reichsten Klubs und dem Rest der Fußballwelt" würde durch die Pläne weiter vergrößert, "die nationalen Rahmenterminkalender zerstört und den Fans zusätzliche finanzielle und zeitliche Belastungen aufgebürdet."