21. September 2021 / 10:45 Uhr

Biemann-Dreierpack: TSV Wustrau beschert Zernitzer SV die erste Saisonniederlage

Biemann-Dreierpack: TSV Wustrau beschert Zernitzer SV die erste Saisonniederlage

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Die schwarz-gelb gekleideten Zernitzer stolperten in Wustrau.
Die schwarz-gelb gekleideten Zernitzer stolperten in Wustrau. © Dirk Becker
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Der Meyenburger SV nutzt das spielfreie Wochenende des Pankower SV und führt nun die Liga an.

Fußball-Kreisoberliga Prignitz/Ruppin, 5. Spieltag: TSV Wustrau – Zernitzer SV 4:2 (3:1). Tore: 1:0 Domenic Dean Biemann (3.), 1:1 Jacob Rossa (19.), 2:1, 3:1 Biemann (23., 38.), 3:2 Rossa (83.), 4:2 Thomas Kügler (90.+3). Zuschauer: 99. ZSV-Trainer Marco Urner ärgerte sich nach der ersten Saisonniederlage: „Ich habe vorher angesagt, dass da ein gefährlicher Torjäger gesucht werden wird, wir waren aber selten wach.“ TSV-Torjäger Domenic Dean Biemann wirbelte die ZSV-Defensive umher und erzielte schon im ersten Durchgang seine drei Treffer. „Der Junge macht das natürlich ganz stark, in der zweiten Halbzeit können wir das Spiel trotzdem noch drehen, sowas klappt aber nicht immer“, sagte Urner. Sein Wustrauer Trainerkollege Andy Kretschmann war stolz auf seine Schützlinge: „Das war hier eine Rumpfelf mit zwei kranken Spielern auf der Bank. Hut ab vor meinen Jungs, die unseren Plan perfekt umgesetzt haben.“ Die Hausherren standen tiefer als sonst und drosselten so das schnelle Zernitzer Tempospiel – mit Erfolg.

SV 90 Fehrbellin – Blumenthal/Grabow 2:2 (1:1). Tore: 1:0 Christian Krahl (9.), 1:1 Marcel Weckwerth (60.), 2:1 Marcus Krahl (69.), 2:2 Weckwerth (71.). Zuschauer: 100. Ronald Schubert sprach im Nachgang von zwei verschenkten Punkten: „Wir machen wieder einmal den Sack nicht zu, schon zur Pause müssen wir eigentlich komfortabel führen.“ Doch der Fehrbelliner Trainer musste mit ansehen, wie man durch zwei individuelle Fehler den Gast zum doppelten Ausgleich einlud: „Im Endeffekt muss man mit dem Punkt leben.“ Das tat auch Grabow-Coach Ralf Lengert: „Beide Teams hatten am Ende noch die Möglichkeit, den Dreier zu holen. Der erste Durchgang ging an Fehrbellin, in der zweiten Halbzeit hatten wir etwas mehr Anteile.“

Die Mannschaft des Tages.
Die Mannschaft des Tages. © MAZ

Garz-Hoppenrade – BSV Zaatzke 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Leon Neumann (5.), 2:0 Tim Stralendorf (50.), 3:0 Neumann (62.), 4:0 Max Dietsch (75.). Zuschauer: 75. In einer insgesamt fairen Partie – Schiedsrichter Paul Meyer zückte nur einmal den gelben Karton – feierten die Hausherren den ersten Sieg in der neuen Saison. Für die Zaatzker bedeutete das 0:4 die dritte Niederlage in Serie, nachdem man mit sechs Punkten aus zwei Spielen traumhaft in die Saison gestartet war.

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Blau-Weiß Wusterhausen – Union Neuruppin II 0:0. Zuschauer: 70. Blau-Weiß-Coach Andreas Nucklies konnte sich mit der torlosen Punkteteilung anfreunden. „Ich bin sehr zufrieden, weil wir dünn besetzt waren. Meine Jungs haben gekämpft wie die Löwen.“ Der Gildenhaller Landesklassen-Reserve ließ man nur eine Großchance zu, ansonsten hatte die Wusterhausener Defensive Gäste-Angreifer Thaer Damir „gut im Griff“, wie Nucklies betonte: „Nach vorne ging bei uns auch nicht viel, kurz vor Schluss kann uns bei einem Lattenkopfball von Philipp Jänchen aber sogar der Lucky Punch gelingen.“

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Rot-Weiß Kyritz – Stahl Wittstock 1:1 (1:1). Tore: 0:1 Philip Gerstmann (16.), 1:1 Driton Baliu (22.). Gelb-Rote Karte: Gerstmann (42., wdh. Foulspiel, Stahl). Zuschauer: 103. Trotz langer Überzahl kamen die Rot-Weißen nicht über ein Remis hinaus. „Unsere Chancenverwertung war schwach, wir waren haushoch überlegen und versemmelten sechs, sieben Hochkaräter“, erklärte Ronny Krapat, der bei seiner Elf aber eine aufstrebende Form erkennt. Stahl-Urgestein Dietmar Andree hatte acht verletzte Spieler zu beklagen: „Irgendwie haben wir in Kyritz immer die Seuche. Meine Mannschaft hat es aber ordentlich gemacht. Mit viel Glück gewinnen wir das Spiel noch in der Nachspielzeit.“ Ein großes Lob sprach er dem Schiedsrichter-Kollektiv um Matthias Haufe aus.

SV Dreetz – Meyenburger SV 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Kevin Berlin (17.), 0:2 Christoph Papke (90.+3.). Zuschauer: 54. Die Tore für die Gäste fielen zu Beginn der Partie und in der Nachspielzeit. Dazwischen sah man ein Spiel beider Mannschaften auf Augenhöhe. Dreetz besaß durch Tobias Plätke mehrere Möglichkeiten zum verdienten Ausgleich, der aber nicht fallen wollte. Durch zahlreiche Verletzungen spielte Dreetz am Ende nur noch mit neun Mann, die sich tapfer gegen die drohende Niederlage wehrten. Die Torhüterleistung von SVD-Keeper Hannes Kopper war exzellent.