31. Oktober 2021 / 20:32 Uhr

Bloch auf der Tribüne, Lemke per Kopf: MSV Neuruppin feiert zweiten Sieg in Folge

Bloch auf der Tribüne, Lemke per Kopf: MSV Neuruppin feiert zweiten Sieg in Folge

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
MSV-Kapitän Marcus Lemke (blaues Trikot) schoss sein Team mit zwei Toren zum Sieg in Stendal.
MSV-Kapitän Marcus Lemke (blaues Trikot) schoss sein Team mit zwei Toren zum Sieg in Stendal. © Marius Böttcher/Archivbild
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NOFV-Oberliga Nord: Die Fontanestädter behalten beim 1. FC Lok Stendal mit 2:1 die Oberhand. Ali Mert Koca sieht wegen zwei dummen Aktionen die Gelb-Rote Karte.

NOFV-Oberliga Nord: 1. FC Lok Stendal - MSV Neuruppin 1:2 (1:2). Tore: 0:1, 0:2 Marcus Lemke (35., 41.), 1:2 Angelos Ntais (45.). Im Kellerduell war klar - für den Sieger gibt es Süßes, der unterlegene Gegner muss mit Saurem auskommen. Dass es für den MSV Neuruppin nach den überraschenden Ergebnissen am Samstag - die vermeintlichen Außenseiter Eintracht Mahlsdorf (2:1 bei Spitzenreiter Rostocker FC) und BSC Süd 05 (2:1 gege Top-Team Hertha 03 Zehlendorf) - kein gruseliger Spieltag wurde, dafür sorgte Marcus Lemke. Der Kapitän ging voran, haute sich in jeden Zweikampf, gewann sowohl vorne als auch hinten Bälle. Das Entscheidende aber: "Lemmi" köpfte sein Team binnen sechs Minuten zweimal ins Glück. Zweimal nach ruhenden Bällen. Die Fontanestädter siegten am Sonntagnachmittag in Sachsen-Anhalt mit 2:1. Der zweite Sieg in Serie, Balsam für die Seele.

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"Marcus Lemke war in der Brandenburgliga schon der beste Kopfballspieler. Auch in der Oberliga ist er auf diesem Gebiet einer der Besten", lobte MSV-Trainer Henry Bloch seine Führungsfigur. Wieder musste es einer dieser "Typen", einer dieser langjährigen Neuruppiner richten, nachdem vor Wochenfrist Defensivspezialist Kevin Blumenthal mit einem Doppelpack zum Matchwinner gegen den FC Hansa Rostock II avancierte. "Von solchen Jungs hätte man gerne noch drei, vier mehr. Man sieht, wie wichtig sie sind", ergänzte Bloch. Dass es dagegen ohne den Coach an der Seitenlinie funktionieren kann, bewiesen die Gäste im Stendaler Stadion "Am Hölzchen". Nach seiner Roten Karte gegen die Kicker von der Ostseeküste durfte Bloch am Sonntag nicht im Innenraum sein, Co-Trainer Christoph Sperberg vertrat seinen Chef.

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In dem mit Blick auf das Gesamtklassement überaus wichtige Duell startete der Aufsteiger aus dem Ruppiner Land tonangebend. Die Eisenbahner standen tief und ließen den MSV kommen. "Das tat uns gut, wir konnten den Ball in unseren Reihen laufen lassen und Ballsicherheit erlangen", so Bloch, der den weitwinkligeren Blick von den Rängen also sogar etwas abgewinnen konnte. Auch Chancen ergeben sich für den Gast - Philipp Wulff und Ali Mert Koca näherten sich an, zwingend wurde es aber nach etwas mehr als einer halben Stunde. Und dann gleich doppelt, dank Marcus Lemke, der sein perfektes Timing nutzte und zweifach einnickte (35. und 41. Minute). Dass die Pausenführung jedoch nur ein Tor Unterschied betrug, lag am Sonntagsschuss von Stendals Angelos Ntais (45.).

Pfosten verhindert Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel war der MSV weiterhin um Spielkontrolle, sah sich aber wütenden Angriffen der Hausherren ausgesetzt. "Es war selten zwingend, bei dem knappen Spielstand kann man sich aber nie sicher sein", wusste Henry Bloch. Zehn Minuten vor Ultimo hatte Neuruppin Glück, dass dem Ausgleich der eigene Pfosten im Weg stand. Und spätestens als man die letzten Minuten in Unterzahl agierte, lag das Remis in der Luft. Ali Mert Koca wurde mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen, was seinem Trainer gar nicht gefiel: "Die erste Aktion für eine Schwalbe, bei der zweiten schießt er den Ball weg. So etwas unnötiges, das ist einfach dumm." Die nächsten drei Punkte, mit denen der MSV vorerst aus der Abstiegsregion raussprang, hatten dagegen Bestand. Marcus Lemke sei Dank.

MSV Neuruppin: Sommer - Wulff, Blumenthal, Eichhorn - Haack, Logins (56. Machado), Lemke, Klemz - Koca, Janke (46. Tag, 90.+1 Ibrahim), Koch (71. Jose).