24. Februar 2021 / 23:33 Uhr

"Nicht mutig genug": Gladbach-Profis ärgern sich über verpasste Chancen gegen Manchester City

"Nicht mutig genug": Gladbach-Profis ärgern sich über verpasste Chancen gegen Manchester City

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lars Stindl (Dritter von links) hätte sich gegen Manchester City einen mutigeren Auftritt von Borussia Mönchengladbach gewünscht.
Lars Stindl (Dritter von links) hätte sich gegen Manchester City einen mutigeren Auftritt von Borussia Mönchengladbach gewünscht. © Marton Monus/dpa
Anzeige

Nach der 0:2-Hinspielniederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City trauerten die Spieler von Borussia Mönchengladbach ihren verpassten Möglichkeiten nach, den Favoriten zu verwunden. Kapitän Lars Stindl konstatierte bei "DAZN", sein Team sei "nicht mutig genug" aufgetreten.

Anzeige

Es war der erwartete Dauerstress für Borussia Mönchengladbach: Der Bundesligist erlebte im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City (0:2) vor allem in der Rückwärtsbewegung einen arbeitsreichen Abend. Die Gladbacher Spieler ärgerten sich nach dem Abpfiff, dass es ihnen nicht gelang, gegen den Premier-League-Tabellenführer mehr eigene offensive Akzente zu setzen. "Das sah von außen passiv von uns aus, glaube ich. Trotzdem sage ich, hatten wir ein paar Dinger, die verpufft sind. Dann sieht so ein Spiel chancenlos aus. Ich glaube, dass mehr drin war", meinte Ex-Weltmeister Christoph Kramer bei Sky. Kapitän Lars Stindl ergänzte bei DAZN: "Natürlich haben wir gegen eine herausragende Mannschaft gespielt, gegen die wir leidenschaftlich verteidigt haben. Aber im eigenen Ballbesitz waren wir nicht mutig genug."

Anzeige

Borussia-Trainer Marco Rose deutete an, dass er mit seinen Assistenten dem Team in der Halbzeit Szenen gezeigt habe, "wo wir die Bälle nicht gespielt haben", obwohl Manchester seiner Ansicht nach in einigen wenigen Situationen Räume anbot. Rose nahm die Spieler jedoch in Schutz. "Wir hatten eine Idee, und wahrscheinlich haben die Jungs, hier und da die einfache Tiefe zu finden, weil sie sich auf andere Aufgaben konzentriert haben", betonte Rose - wohl in Anspielung auf den immensen Aufwand in der Defensive, um den Engländern nicht zu viele Torchancen zu ermöglichen. Immerhin das, so hielt der Coach fest, sei seiner Elf gelungen. "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir zu wenig Tiefe gefunden, aber trotzdem gut verteidigt und nicht so viel zugelassen", meinte Rose. Die "Citizens" seien im Moment "einfach eine Top-Mannschaft".

Mehr vom SPORTBUZZER

Ähnlich wie Kramer und Rose hatte auch Stindl den Eindruck, dass phasenweise mehr drin war für die "Fohlen" in der wegen der Corona-Reisebeschränkungen nach Budapest verlegten Begegnung. Der Nationalspieler erklärte: "Es gab immer wieder Passfenster, die für einen kurzen Moment geöffnet waren. Aber dann war die Annahme nicht richtig, oder wir haben die falsche Entscheidung getroffen." Florian Neuhaus fügte hinzu: "Wir hatten die eine oder andere Umschaltchance, die haben wir nicht gut ausgespielt." Allerdings hätten die Gladbacher auch "sehr viel laufen müssen. Das haben wir auch gemacht. Diesbezüglich haben wir uns nichts vorzuwerfen".