24. Januar 2022 / 22:25 Uhr

Nur der FC Augsburg lässt es scheppern: Wie sich Bayern, BVB & Co. in Richtung Deadline Day sparen

Nur der FC Augsburg lässt es scheppern: Wie sich Bayern, BVB & Co. in Richtung Deadline Day sparen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Boss Herbert Hainer (links) und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke (rechts) haben in diesem Transfer-Fenster noch keine Spieler für ihre Klubs verpflichtet. Der teuerste Bundesliga-Wintereinkauf ist Ricardo Pepi (Mitte) vom FC Augsburg.
Bayern-Boss Herbert Hainer (links) und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke (rechts) haben in diesem Transfer-Fenster noch keine Spieler für ihre Klubs verpflichtet. Der teuerste Bundesliga-Wintereinkauf ist Ricardo Pepi (Mitte) vom FC Augsburg. © Getty Images/IMAGO/Uwe Kraft (Montage)
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Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie befindet sich die Bundesliga eine Woche vor Ende der Transferperiode weiter auf Sparkurs. Spendierfreudig zeigt sich allein der FC Augsburg. In den anderen Top-Ligen Europas sitzt der Euro noch wenig lockerer. Ein Überblick. 

Die Bundesliga befindet sich weiter auf Sparkurs. Eine Woche vor dem Ende der aktuellen Transferfrist am kommenden Montag haben die 18 Vereine insgesamt erst 28 Millionen Euro in neues Personal investiert - und wirklich große Deals scheinen nach derzeitigem Stand wohl auch nicht mehr hinzuzukommen. Zum Vergleich: Im vergangenen Winter standen nach dem Deadline Day noch Ausgaben in Höhe von rund 51 Millionen zu Buche. Auch dies war schon nur noch ein Bruchteil dessen, was in den Zeiten vor der Pandemie auf dem Spielermarkt möglich war. So wechselten 2019/2020 noch Profis für Winter-Ablösen in Höhe von insgesamt 198 Millionen den Klub.

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Allein Hertha BSC ließ sich seine Shoppingtour damals 77 Millionen Euro kosten - die Finanzspritzen von Investor Lars Windhorst und eine coronafreie Welt machten es möglich. Überhaupt waren vor allem als wirtschaftlich potent geltende Klubs in der Winterpause auf dem Spielermarkt aktiv. Bayer Leverkusen, RB Leipzig oder auch Borussia Dortmund, das im Januar 2020 rund 20 Millionen Euro für einen gewissen Erling Haaland an RB Salzburg überwies.

Der bislang spendierfreudigste Verein dieses Winters ist hingegen ein eher unerwarteter Kandidat: Der FC Augsburg machte für US-Talent Ricardo Pepi etwa 16 Millionen Euro locker und führt damit die Tabelle der Transferausgaben an. Knapp die Hälfte der Vereine gab hingegen bisher keinen Cent aus. Manche Klubs begnügten sich mit Leihen neuer Hoffnungsträger oder schlugen bei ablösefreien Profis zu.

Zu den bisherigen Sparfüchsen des Winters zählen auch die beiden Top-Teams FC Bayern und Borussia Dortmund - und dies wird sich wohl auch nicht mehr ändern. "Wir sind sehr gut besetzt. Ich glaube, dass wir eine gute Truppe haben", sagte Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Sonntagabend bei DAZN und fügte deutlich an: "Die steht. Da wird auch nichts passieren." Ähnlich äußerte man sich zuletzt beim BVB. "Mein Handy ist nur aus, wenn ich schlafe, sonst eigentlich nie", erklärte Sportdirektor Michael Zorc zuletzt zwar, bezog sich dabei aber vor allem auf etwaige Abgänge. Denn: "Der Winter ist nicht unser Transferfenster."

Mit seinen bisherigen Winter-Ausgaben belegt die Bundesliga im Vergleich der europäischen Top-Ligen übrigens nur den fünften Platz. In der englischen Premier League gab man bis zum Montagmittag 142 Millionen Euro für neue Spieler aus. Es folgen Spaniens La Liga (60 Millionen), die italienische Serie A (36 Millionen) und die Ligue 1 aus Frankreich (35 Millionen).