25. September 2021 / 21:54 Uhr

Schiedsrichter Aytekin erklärt nach Gelb-Rot-Wirbel: Darum musste BVB-Profi Mo Dahoud vom Feld

Schiedsrichter Aytekin erklärt nach Gelb-Rot-Wirbel: Darum musste BVB-Profi Mo Dahoud vom Feld

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Schiedsrichter Deniz Aytekin (Mitte) verwies BVB-Profi Mo Dahoud (l.) für eine abfällige Handbewegung des Feldes. 
Schiedsrichter Deniz Aytekin (Mitte) verwies BVB-Profi Mo Dahoud (l.) für eine abfällige Handbewegung des Feldes.  © IMAGO/Team 2
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Der Platzverweis von BVB-Profi Mo Dahoud im Spiel bei Borussia Mönchengladbach hatte eine Vorgeschichte. Schiedsrichter Deniz Aytekin klärt auf. Bei den Dortmundern mischen sich Verständnis und Kopfschütteln.

Die Gelb-Rote-Karte für BVB-Profi Mo Dahoud im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hatte eine Vorgeschichte. Wie Schiedsrichter Deniz Aytekin nach der Partie erklärte, habe es wenige Minuten zuvor bereits eine ähnliche Szene gegeben. Dahouds Teamkollege Raphael Guerreiro war mit einer Entscheidung des Referees nicht einverstanden und quittierte den Pfiff mit einem Abwinken. "Ich habe dann unmissverständlich erklärt, dass ich dieses Verhalten auf dem Platz nicht möchte", sagte Aytekin, der sich nach einem Foul von Dahoud an Joe Scally mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sah. Auch Dahoud machte zum Missfallen Aytekins die bereits zuvor diskutierte Handbewegung - und Aytekin sah sich zum Handeln gezwungen.

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"In der Summe war mir das respektlose Abwinken zu viel", meinte der Unparteiische bei Sky: "Wir haben ein Mindestmaß an Respekt verdient." Aytekin weiter: "Man kann das diskutieren - aber warum macht er das völlig ohne Not? Er muss nicht so in Erscheinung treten und kann die Entscheidung einfach akzeptieren." Beim BVB sah dies nicht jeder so, auch wenn man die Schuld an der 0:1-Niederlage nicht auf den Referee schieben wollte. "Deniz ist einer der besten Schiedsrichter, den wir in Deutschland haben", meinte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, betonte aber auch, dass er von Aytekin in dieser Situation mehr Souveränität erwartet hätte.

"Das ist in der 40 Minuten eines solchen Spiels völlig übertrieben", kommentierte der frühere Nationalspieler die Entscheidung des Schiedsrichters, den Profi vom Feld zu stellen: "Dafür muss er nicht Gelb-Rot geben. Das habe ich ihm auch so gesagt." Mehr Verständnis erntete Aytekin von einem anderen BVB-Angestellten. Mats Hummels knöpfte sich Dahoud mit klaren Worten vor. "Mo weiß, dass er ganz große Scheiße gebaut hat", schimpfte der Abwehrchef. Die Aktion sei "doof" gewesen, meinte er und präzisierte bezüglich des Abwinkens: "Er gibt dem Schiedsrichter die Möglichkeit, im Sinne der Regel Gelb zu geben."

BVB-Trainer Marco Rose, der eine bittere Rückkehr an alte Wirkungsstätte erlebte, meinte: "Wenn ein Spieler im Training eine Schiedsrichter-Entscheidung von mir so beurteilt, habe ich damit auch ein Problem." Er schränkte aber ein: "Für mich ist das auch ein Thema der Linie. Wenn, dann muss man das in allen Bundesliga-Stadien machen. Ich gucke mir das mal an in den nächsten Wochen an. Der Grundsatz ist richtig, aber sich dann irgendwen rauszusuchen, um ein Zeichen zu setzen, passt nicht."