03. Januar 2021 / 18:09 Uhr

Christopher Kwieczinski zog es immer wieder zurück zum FSV Forst Borgsdorf

Christopher Kwieczinski zog es immer wieder zurück zum FSV Forst Borgsdorf

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
ChristopherKwieczinski
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Der 32-Jährige war zuerst als Spieler beim Verein aus Oberhavel aktiv. Der zweifache Familienvater arbeitet seit nun knapp zwei Jahren zusätzlich nicht nur als Vorstandsmitglied, sondern noch als Sportlicher Leiter und will den Verein weiter entwickeln.

Aktiver Spieler, zeitweilig Co-Trainer der dritten Mannschaft, dazu Sportlicher Leiter und auch noch Vorstandsmitglied: Christopher „Kwika“ Kwieczinski von Forst Borgsdorf hat im Verein mehrere Positionen inne und wird von den Forst-Vereinsmitgliedern nicht umsonst als Allrounder beschrieben. Dabei ist der zweifache Familienvater, der in der Jugend komplett beim Oranienburger FC Eintracht ausgebildet wurde, seit Januar 2019 wieder im Verein, in dem er schon früher das ein oder andere Mal kickte. „Der Verein liegt mir sehr am Herzen“, sagt er. „Für mich war es der erste Verein im Männerbereich, mein Schwiegervater ist jahrzehntelang Vereinsmitglied und meine Frau hat hier gespielt. Man kennt die Leute und da ist dann einfac

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Nach seiner Jugend beim OFC führte der Weg von Kwieczinski, der heute in Birkenwerder wohnt, „aber am Zipfel zu Borgsdorf“, wie er sagt, das erste Mal zum FSV Forst, bei dem er aber nur eine Spielzeit für den Verein auflaufen sollte. Von dort aus ging es für ihn nach Leegebruch, doch auch dort wurde er nicht glücklich, wie es auf der Internetseite der „Förster“ heißt. Der Isolierer spielte bei Blau-Weiß nur eine halbe Saison, ehe es zurück nach Borgsdorf ging. Doch es sollte (noch) nicht passen, Kwieczinski wechselte zum Nachbarn Grün-Weiß Berfelde und war dort fünf Jahre lang aktiv, ehe es zurück zum FSV ging – anderthalb Jahre war er Teil des Neuaufbaus der zweiten Mannschaft.

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Von 2015 bis 2018 lief „Kwika“ noch einmal für Bergfelde auf, bevor er Borgsdorf erneut spielerisch verstärkte und bis heute geblieben ist. Doch mittlerweile ist Kwieczinski nicht mehr nur auf dem Rasen aktiv, sondern auch als Sportlicher Leiter für die Geschicke der drei Fußballteams im Männerbereich verantwortlich. „Auf die Idee kam seinerzeit Michael Reichert und wir haben gute Gespräche geführt“, so der 32-Jährige, der auf der letzten Mitgliederversammlung zusätzlich in den Vorstand gewählt wurde und auch bei der nächsten Wahl wieder antreten will. „Mein Vorgänger Henry Haase hat mich gut eingearbeitet und ich konnte ihm jederzeit Fragen stellen. Das war sehr wichtig, um in dieser Position Fuß zu fassen“, so Kwieczinski, der als aktiver Spieler selbst alle Positionen durchlief. „Ich habe bisher glaube ich einen ganz guten Job gemacht, geohrfeigt hat mich bisher immerhin noch keiner.“

Besonders stolz ist Kwieczinski auf die Tatsache, dass im Sommer 2020 eine dritte Mannschaft in den Spielbetrieb geschickt werden konnte. Diese spielt nun in der 2. Kreisklasse des Fußballkreises Oberhavel/Barnim. Da half er zuletzt noch mit als Co-Trainer aus, gab diese Position dann aber ab, als sich alles eingespielt hatte. Dabei soll die „Dritte“ als Startmannschaft für den Nachwuchs dienen, wo die Borgsdorfer viel mit den Vereinen aus Bergfelde und Birkenwerder kooperieren. „Wir wollen den Verein verjüngen und unsere eigenen Talente mit einbinden. Das klappt bisher ganz gut. Es gilt generell den Verein weiter zu entwickeln, da wir zuletzt etwas Stillstand hatten“, so das Forst-Vorstandsmitglied, das sich zusätzlich in der Vergangenheit bei der Organisation der Forst-Hallenturniere mit einbrachte, die im Winter 2020/21 aber coronabedingt abgesagt werden musste.

Die Corona-Pandemie und die andauernde Saisonaussetzung beschäftigen auch Kwieczinski, der hofft, „dass wir die Saison irgendwie sportlich beenden können, wenn es möglich ist“. Zudem war für den Zeitraum von März bis April 2021 die nächste Mitgliedsversammlung samt Vorstandswahl in Borgsdorf geplant. Ob die wie geplant, abgehalten werden kann, ist noch offen. Doch Kwieczinski will weiter all seinen Aufgaben im Verein akribisch nachgehen, „wenn ich weiter das Vertrauen genieße und gewählt werde“, sagt der Ehrenamtler, der bei seinem Verein nun angekommen und heimisch geworden ist.