09. April 2021 / 12:28 Uhr

Coach Waibl vom Dresdner SC vor Stuttgart-Spiel: "Wir sind eine Kämpfermannschaft"

Coach Waibl vom Dresdner SC vor Stuttgart-Spiel: "Wir sind eine Kämpfermannschaft"

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Waibl
DSC-Trainer Alexander Waibl weiß um die Stärken seiner Damen. © Matthias Rietschel
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Der Cheftrainer des Dresdner SC Alexander Waibl geht am Samstag mit seinen Volleyballerinnen zuversichtlich und voll fokussiert ins Meisterschaftsfinale gegen Stuttgart. 

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Dresden. Auch vor seiner insgesamt siebenten Finalserie spürt Alexander Waibl eine „gewisse Anspannung“. Doch es sei eine sehr positive, betont der Cheftrainer der DSC-Volleyballerinnen vor dem Start ins Playoff-Finale gegen Allianz MTV Stuttgart am Sonnabend (16.30 Uhr/live bei Sport1). „Die Erfahrung aus der Vergangenheit hilft mir zu wissen, was mich in so einer Serie erwartet, dass wir vor dem ersten Spiel eine Situation haben und danach wieder eine ganz andere“, beschreibt der 53-Jährige seine Gemütslage.

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Nur zu gern würde der Erfolgscoach in seinem zwölften Trainerjahr in Dresden mit seiner Mannschaft am Ende zum vierten Mal die begehrte Schale in die Höhe stemmen. Zuversichtlich gestimmt ist der zweifache Familienvater, weil „wir uns auf unsere Stärke verlassen können, weil wir eine Kämpfermannschaft sind, die mit verschiedenen Schwierigkeiten umgehen kann“, so seine Überzeugung. Dass seine Schützlinge in dieser Saison beide Hauptrundenspiele gegen die Stuttgarterinnen mit 0:3 verloren hat, blendet er dabei keinesfalls aus. „Wir wissen, dass wir vor einer schweren, für manche vielleicht sogar unlösbaren Aufgabe stehen, aber im Sport ist alles möglich“, betont er.

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Sein Schweriner Kollege Felix Koslowski, der gegen die Schwaben mit seiner Mannschaft im Halbfinale die Segel streichen musste, würde offenbar nicht auf die Dresdnerinnen wetten, denn in den Stuttgarter Medien erklärt er die Schwaben zu „klaren Anwärtern auf den Titel“ und sagt: „Es gibt keinen Verein, der eine solche Qualität im Kader hat. Vom Papier her muss der MTV den Titel gewinnen. Dresden hat eine starke erste Sechs, aber die Stuttgarterinnen sind die beste Mannschaft der Liga.“ Dagegen erwartet der Potsdamer Coach Guillermo Hernandez, der mit seinem Team gegen den DSC ausschied, „eine spannende Serie und einen Schlagabtausch auf Augenhöhe“.

Waibl will Ball flach halten

Für Alexander Waibl spielen solche „Nebengeräusche“ überhaupt keine Rolle. Auch das lehrt wohl die Erfahrung aus unzähligen wichtigen Duellen in der Vergangenheit. Und die Bilanz des gebürtigen Stuttgarters, die er in wichtigen Spielen gegen seinen Ex-Verein vorweisen kann, spricht bisher für ihn. So gewann er mit dem DSC die Meisterschalen 2015 und 2016 in Finalserien gegen Stuttgart, auch die Pokaltriumphe 2016 und 2020 in Mannheim erkämpfte er mit den Dresdnerinnen gegen das schwäbische Team.

Aber auch das schiebt er beiseite, sind für ihn Meriten von gestern. Vielmehr beschäftigt er sich mit dem ersten Spiel an diesem Sonnabend: „Stuttgart ist auf allen Positionen gut besetzt. Nicht nur Krystal Rivers bringt viel Power und Energie mit, sondern auch Michaela Mlejnkova und natürlich Maria Segura, wie wir wissen. Wir haben es in den beiden Partien nicht geschafft, ihre Angriffe zu stoppen und wir konnten auch unsere Angriffe nicht gut durchbringen. Deshalb müssen wir verschiedene Pläne verfolgen, wie wir mit den Problemen, vor die sie uns stellen, umgehen“, so Waibl.

Er will den Ball flach halten, zugleich aber das Licht seiner Mannschaft keinesfalls unter den Scheffel stellen: „Wir wissen, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner schlagen können. Wir sind eine Kämpfermannschaft, haben in unseren Reihen viele Spielerinnen, die über enorme Wettkampfhärte verfügen, sich auch wieder rausziehen können, wenn es nicht so läuft“, powert Waibl.