21. November 2022 / 12:49 Uhr

Cody Gakpo, Jonathan David und Co.: Diese Top-Talente könnten bei der WM 2022 für Furore sorgen

Cody Gakpo, Jonathan David und Co.: Diese Top-Talente könnten bei der WM 2022 für Furore sorgen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Cody Gakpo (links) und Jonathan David gehören zu den vielversprechenden Nachwuchsspielern bei der WM.
Cody Gakpo (links) und Jonathan David gehören zu den vielversprechenden Nachwuchsspielern bei der WM. © IMAGO (Montage)
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Im Schatten der Superstars um Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Co. drängen vielversprechende Top-Talente ins Rampenlicht. Der SPORTBUZZER blickt auf eine Auswahl von jungen Spielern, die die Fans bei der WM in Katar begeistern könnten.

Die schillernden Namen des Weltfußballs sind bekannt: Auch bei der umstrittenen Weltmeisterschaft in Katar treten die verdienten Superstars um Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Neymar und Co. auf der größten Fußball-Bühne gegeneinander an. Doch die nachrückende Generation hält einige hochveranlagte Youngsters bereit, die sich im WM-Schaufenster präsentieren können. Wer hat das Zeug, eines Tages in die Fußstapfen von Ronaldo und Co. zu treten? Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), blickt auf eine Auswahl von spannenden Top-Talenten, die man im Turnierverlauf unbedingt beobachten muss.

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Jurrien Timber (21 Jahre, Niederlande)

Mit 21 Jahren ist Jurrien Timber bereits unumstrittener Stammspieler bei Ajax Amsterdam. Der Innenverteidiger gilt als enorm zweikampfstark, profitiert zudem von seinem starken Positionsspiel. Der Lohn: Klub-Coach Alfred Schreuder setzt voll auf den jungen Defensivspieler und auch in der Nationalmannschaft gehörte Timber unter van Gaal zuletzt regelmäßig zum Stammpersonal. Seit seinem Debüt im Juni 2021 sammelte Timber zehn Länderspiele. Bei der WM könnte der 21-Jährige, der sowohl rechts in der Abwehrkette als auch in der Innenverteidigung spielen kann, durch seine Flexibilität eine wichtige Rolle im "Oranje"-Ensemble spielen.

Cody Gakpo (23 Jahre, Niederlande)

Zwar hat Cody Gakpo aktuell "nur" neun Länderspiele auf dem Buckel, doch auch in den wenigen Einsätzen für "Oranje" wusste der 23-Jährige von sich zu überzeugen und steuerte drei Tore bei. Für seinen Jugendklub PSV Eindhoven ist er der Erfolgsgarant und trifft in der Eredivisie derzeit nach Lust und Laune. Allein in der aktuellen Spielzeit kommt er auf 13 Tore und 17 Vorlagen in 24 Pflichtspielen. Seine Abschlussqualität gepaart mit seiner Schnelligkeit blieben auch Bondscoach Louis van Gaal nicht verborgen, der ihn in seinen Kader für die Endrunde berief. Und auch auf der ganz großen Bühne möchte der Angreifer nun für Furore sorgen.

Jude Bellingham (19 Jahre, England)

Jude Bellingham ist als 19-Jähriger bereits unumstrittener Stammspieler bei Borussia Dortmund, seit dieser Saison sogar dritter Kapitän beim BVB. Der Engländer stand in der Bundesliga in sämtlichen 15 Spielen der aktuellen Saison in der Startelf. Auch in der Champions League bekam er lediglich im letzten Gruppenspiel gegen den FC Kopenhagen eine Pause. Insgesamt kommt Bellingham in der aktuellen Spielzeit auf neun Tore und drei Vorlagen und ist damit zusammen mit Youssoufa Moukoko Topscorer der Westfalen. Sowohl bei der Golden-Boy-Ernennung als auch der Kopa-Wahl schaffte es Bellingham in diesem Jahr unter die besten vier. Sein Nationalmannschaftsdebüt gab er im November 2020, steht derzeit bei 17 Länderspielen. Bei der WM dürfte dem Dortmunder eine bedeutende Rolle im Mittelfeld der "Three Lions" zukommen.

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Jamal Musiala (19 Jahre, Deutschland)

Jamal Musiala ist beim FC Bayern der absolute Gewinner der laufenden Saison: 22 Torbeteiligungen (zwölf Tore, zehn Vorlagen) gelangen dem Shootingstar in 22 Pflichtspielen. Sein Weg ins DFB-Team verlief indes über Umwege: Nachdem er in den U-Nationalmannschaften neben Deutschlands U16-Auswahl auch für England gespielt hatte, entschied sich Musiala letztlich zugunsten der A-Auswahl Deutschlands. Im März 2021 gab Musiala sein Debüt für die DFB-Elf und gilt als einer der großen Hoffnungsträger im Team von Bundestrainer Hansi Flick. Bei der Golden-Boy-Wahl musste sich das FCB-Juwel Barcelonas Gavi geschlagen geben, schaffte es aber trotzdem unter die besten vier. Nach einem kürzlich erfolgten Marktwert-Update von transfermarkt.de ist er mit 100 Millionen Euro der wertvollste Bundesliga-Spieler – zusammen mit Dortmunds Bellingham.

Rodrygo (21 Jahre, Brasilien)

Im Jahr 2019 legte Real Madrid 45 Millionen Euro für Rodrygo vom FC Santos auf den Tisch. Schon damals war klar, dass man dabei von einem Investment in die Zukunft sprach – und mittlerweile zahlt der Brasilianer mit Leistung zurück. In La Liga zählt er zu den Stammspielern in der Offensive der "Königlichen", besticht neben seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke inzwischen auch mit Abschluss- und Vorlagengeberqualitäten. Seinen Marktwert steigerte er durch starke Leistungen laut transfermarkt.de auf 70 Millionen Euro, steuerte in 19 Pflichtspielen der laufenden Saison sieben Tore und fünf Vorlagen bei. Im Nationaltrikot kommt der 21-Jährige bislang auf sechs Länderspiele.

Nuno Mendes (20 Jahre, Portugal)

Nach einer Leihsaison bei Paris Saint-Germain war Nuno Mendes den Franzosen eine beachtliche Ablösesumme wert: 40 Millionen Euro überwies PSG für die Dienste des jungen Defensivspielers an Sporting Lissabon. Seine starken Leistungen für den französischen Hauptstadtklub wurden kürzlich mit Platz fünf bei der von der Fachzeitung France Football verliehenen Kopa-Trophäe belohnt. Zudem wird sein Marktwert von transfermarkt.de inzwischen auf 60 Millionen Euro geschätzt. Allein in der laufenden Saison stehen 17 Pflichtspiele (zwei Tore, vier Vorlagen) auf seinem Arbeitsnachweis. Ein Problem: Der Linksverteidiger muss sich bei der portugiesischen Nationalmannschaft gegen BVB-Profi Raphaël Guerreiro behaupten. Vor der WM kommt Mendes, der zuvor sämtliche U-Nationalmannschaften Portugals durchlief, auf 16 Länderspiele.

Aurélien Tchouaméni (22 Jahre, Frankreich)

Aurélien Tchouaméni war bei der AS Monaco der Lenker und Denker in der Mittelfeldzentrale. Die fast logische Folge: Im Sommer stand mit Real Madrid ein absoluter Weltklasse-Klub bereit und zahlte die geforderten 80 Millionen Euro für den 22 Jahre alten Franzosen. Der Lohn: Bei seinem neuen Arbeitgeber machte Tchouaméni genau da weiter, wo er in der Ligue 1 aufgehört hatte. Neben den erfahrenen Mittelfeldspielern Toni Kroos und Luka Modric bildet er das Verbindungsstück zwischen Defensive und Offensive und ist im Starensemble von Trainer Carlo Ancelotti gesetzt. In der laufenden Saison absolvierte er wettbewerbsübergreifend 18 Pflichtspiele, stand lediglich zweimal nicht in der Startelf. Seit seinem Nationalmannschafts-Debüt im September 2021 war er zudem stets Teil des Kaders von Didier Deschamps und kommt seither auf 14 Länderspiele. Bei der WM könnte er die Verletzungen von N’Golo Kanté und Paul Pogba in der Mittelfeld-Zentrale kompensieren.

Eduardo Camavinga (19 Jahre, Frankreich)

Auch für Eduardo Camavinga griff Real Madrid 2021 tief in die Tasche: Für den damals 18-Jährigen zahlten die "Königlichen" 31 Millionen Euro an Stade Rennes, profitierten bei der Ablöse sogar noch von dem nur noch ein Jahr gültigen Vertrag. Ähnlich wie sein Mitspieler Aurélien Tchouaméni gehört er zu den talentiertesten Mittelfeldspielern der Welt. Gleich in seiner ersten Saison für die Madrilenen kam er auf 26 Liga-Einsätze. In dieser Spielzeit zählt Camavinga zum Stammpersonal bei Real, wurde zudem von Didier Deschamps zu den jüngsten Länderspielen eingeladen. Bislang stand er viermal für die "Équipe Tricolore" auf dem Rasen. Der Lohn für seine starke Entwicklung: Camavinga sicherte sich den zweiten Platz bei der Wahl zum Golden Boy (France Football) und der Vergabe der Kopa-Trophäe (Tuttosport). Auch ihm dürfte durch die Ausfälle von Paul Pogba und N’Golo Kanté eine wichtigere Rolle zukommen.

Gavi (18 Jahre, Spanien)

In einer Auswahl der vielversprechendsten Talente weltweit darf der Gewinner des Preises für den besten U21-Spieler nicht fehlen. Gavi vom FC Barcelona zählt trotz seines jungen Alters sowohl bei seinem Verein als auch bei der spanischen Nationalmannschaft zu den wichtigsten Akteuren. Sein Klub-Trainer Xavi setzt auf den 18 Jahre alten fleißigen, filigranen und technisch versierten Arbeiter im Mittelfeld. Mit Teamkollege Pedri erinnert er an das einst kongeniale spanische Duo Xavi und Iniesta. Um es in den Worten des spanischen Nationaltrainers Luis Enrique zu sagen: "Es ist schwer, sich nicht in Gavi zu verlieben." Der Auswahl-Trainer ließ Gavi seit seinem Debüt im Oktober 2021 in sämtlichen zwölf Länderspielen der Spanier auflaufen.


Pedri (19 Jahre, Spanien)

Für 17,5 Millionen Euro verpflichtete der FC Barcelona den damals 16-jährigen Pedri im Sommer 2019 von UD Las Palmas. Nach einjähriger Rückleihe gehörte er im kommenden Jahr dann fest zum Team der Katalanen. Anlaufschwierigkeiten hatte der Youngster nicht, der damalige Barça-Coach Ronald Koeman setzte umgehend auf den Mittelfeldstrategen. In seiner ersten Saison bei den Katalanen kam er in 52 Pflichtspielen zum Einsatz und steuerte zehn Torbeteiligungen bei. Eindruck hinterließ er damit auch bei Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique, der ihm im März 2021 zu seinem Nationalmannschaftsdebüt verhalf. Bei der Europameisterschaft avancierte er zum Dauerbrenner in der spanischen Auswahl und stand in jedem einzelnen Spiel auf dem Rasen – bis auf eine Ausnahme sogar jeweils über die volle Distanz. Als Lohn für seine starken Leistungen wurde er mit dem Golden-Boy-Award 2021 ausgezeichnet. Mittlerweile bringt er es auf 14 Länderspiele. In der laufenden Saison gelangen ihm bei Barça in 19 Einsätzen zudem drei Treffer.

Mikkel Damsgaard (22 Jahre, Dänemark)

Bei der Europameisterschaft 2021 kam der 22-jährige Mikkel Damsgaard bereits in fünf Partien zum Einsatz und hatte mit zwei Toren und einer Vorlage erheblichen Anteil am vierten Platz von Dänemark. Insgesamt hat der Flügelspieler eine beeindruckende Statistik bei der Nationalmannschaft vorzuweisen: In 18 Einsätzen steuerte er zwölf Torbeteiligungen (vier Treffer, acht Vorlagen) bei. Im Sommer wechselte Damsgaard für eine Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro von Sampdoria Genua zum FC Brentford in die Premier League. Dort findet er sich bislang noch nicht vollends zurecht, kam in der laufenden Saison auf elf Einsätze.

Noah Okafor (22 Jahre, Schweiz)

Noah Okafor geht seit zweieinhalb Jahren für RB Salzburg in Österreich auf Torejagd – und das durchaus erfolgreich. 54 Torbeteiligungen (34 Tore, 20 Vorlagen) gelangen dem Schweizer bislang für Salzburg. Für die "Nati" kommt er auf acht Länderspiele (zwei Tore) und darf sich aufgrund seiner Variabilität bei der WM gute Chancen auf Einsätze im Team von Nationaltrainer Murat Yakin ausrechnen. Der 22-Jährige kann sowohl über die Flügel als auch im Sturmzentrum agieren.

Jonathan David (22 Jahre, Kanada)

Er ist bereits französischer Meister und Superpokalsieger – und das nicht mit Paris Saint-Germain, sondern mit dem OSC Lille. Jonathan David gilt als eines der größten Sturmtalente der Welt, stellt seine Qualitäten regelmäßig unter Beweis. Seit seinem Wechsel von KAA Gent nach Frankreich im Jahr 2020 traf er in jeder Saison zweistellig. Auch in der aktuellen Spielzeit kam er in allen zwölf Spielen zum Einsatz, lieferte dabei neun Tore und drei Vorlagen. Für Kanada bringt er es in 30 Spielen auf 20 Tore und gehört neben Alphonso Davies vom FC Bayern München zu den absoluten Leistungsträgern. Sein Marktwert wird von transfermarkt.de aktuell auf 45 Millionen Euro geschätzt.

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