04. Oktober 2021 / 22:19 Uhr

Comeback gegen den HSV? Hinter Wolfsburgs Otavio liegt "eine harte Zeit"

Comeback gegen den HSV? Hinter Wolfsburgs Otavio liegt "eine harte Zeit"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Leidenszeit ist vorbei: VfL-Profi Paulo Otavio hat seine Sprunggelenkverletzung auskuriert und könnte gegen den HSV sein Comeback feiern.
Die Leidenszeit ist vorbei: VfL-Profi Paulo Otavio hat seine Sprunggelenkverletzung auskuriert und könnte gegen den HSV sein Comeback feiern. © Boris Baschin
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Paulo Otavio vom VfL Wolfsburg hat seine Sprunggelenkverletzung auskuriert. Seit Donnerstag übt er wieder mit der Mannschaft und könnte am Mittwoch beim Test gegen den Hamburger SV sein Comeback geben.

Harte Wochen liegen hinter VfL-Profi Paulo Otavio, doch inzwischen kann der Linksverteidiger des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wieder lachen. Seine Sprunggelenkverletzung, die sich der Brasilianer Ende Juli im Testspiel gegen Atletico Madrid zugezogen hatte, ist Vergangenheit. Seit Donnerstag übt der Abwehrmann wieder mit der Mannschaft - und könnte am Mittwoch (13 Uhr) beim Test gegen den Hamburger SV sein Comeback geben.

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Nach einem Zweikampf mit Atleticos Rodrigo Riquelme war Otavio damals mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen geblieben, Josuha Guilavogui musste ihn trösten, ehe Wolfsburgs Nummer 6 nach einer Behandlungspause mit bandagiertem Knie vom Platz geführt wurde. "Ich habe noch nie so einen starken Schmerz gespürt", sagte Otavio jetzt in einem Video bei Instagram, in dem er die vergangenen Wochen Revue passieren lässt. "Ich hatte große Angst, weil ich gedacht habe, es ist eine Knieverletzung. Ich dachte, jetzt ist die Saison vorbei, bevor sie begonnen hat." Otavio war zunächst von einem Kreuzbandriss ausgegangen, doch Untersuchungen ergaben eine Verletzung des Sprunggelenks.

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Dabei hatte sich Otavio für das Madrid-Spiel viel vorgenommen, "ich wollte zeigen, dass ich in die erste Elf gehöre". Doch unterkriegen ließ er sich von der Verletzung nicht. "Meine große Stärke ist die Mentalität. Und meine Familie unterstützt mich sehr", sagt der Wolfsburger und erinnert sich an die ersten Tage nach seiner Verletzung. "Ich bin nach Hause gekommen und mein Sohn ist wach geworden. Er kam auf mich zugerannt und hat mich in den Arm genommen. Es hat sich angefühlt, als wusste er genau, was passiert ist. Dabei ist er erst zwei Jahre alt. Er ist unglaublich", so der stolze Papa.

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In seiner Heimat Brasilien arbeitete Otavio fortan an seinem Comeback. "Es war eine harte Zeit", beschreibt der Verteidiger - aber er blieb ehrgeizig. "Die VfL-Ärzte haben mir ein Datum gesagt, wann ich ungefähr wieder spielen kann, aber ich habe mir vorgenommen schneller zurück zu sein, schneller als alle gedacht haben." Und das ist ihm gelungen: Gerade einmal zwei Monate hat Otavio gebraucht. Gegen Hamburg könnte er erstmals wieder mitwirken. Ob es so kommt, ließ Trainer Mark van Bommel aber noch offen: "Paulo ist voll im Training. Wir müssen schauen, wie er auf die Belastung reagiert."

Sollte es nicht reichen, muss sich Otavio noch etwas gedulden - und weiter für sein größtes Ziel arbeiten. "Jede Ballberührung, jeder Sprint bedeutet, der Champions League einen weiteren Schritt näherzukommen", schwärmt der 26-Jährige, der mit den Physios in der Reha "die ganze Zeit über die Champions League gesprochen" hat. Und nicht nur das: "Wir haben mit dem offiziellen Ball trainiert, weil die Leute gesagt haben: Du spielst bei diesem Turnier, also musst du auch mit dem richtigen Ball üben", sagt Otavio und versichert: "Ich werde noch stärker zurückkommen."