29. Juni 2022 / 22:36 Uhr

Debatte um 50+1-Regel: Hoeneß kontert Watzke und bezeichnet BVB-Boss als "Bremser"

Debatte um 50+1-Regel: Hoeneß kontert Watzke und bezeichnet BVB-Boss als "Bremser"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Uli Hoeneß (links) ist sich mit DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke uneinig über den Nutzen der 50+1-Regel.
Uli Hoeneß (links) ist sich mit DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke uneinig über den Nutzen der 50+1-Regel. © IMAGO/Lackovic/Revierfoto (Montage)
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Jetzt schlägt Uli Hoeneß zurück: Der Ehrenpräsident des FC Bayern München ist im Gegensatz zu BVB-Geschäftsführer und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke ein großer Kritiker der 50+1-Regel. Am Mittwoch bezeichnete Hoeneß Watzke als "Bremser".

In der Diskussion der beiden großen deutschen Vereine um die Abschaffung der 50+1-Regel hat Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß Dortmunds Klubchef Hans-Joachim Watzke als großen Bremser bezeichnet. "Herr Watzke ist ja bekannt dafür, dass er das klug macht", sagte Hoeneß am Rande des Zukunftskongresses "Neuland" am Mittwoch in Aachen und ergänzte mit Blick auf den börsennotierten BVB: "Borussia Dortmund hat ja nicht mehr viel zu verkaufen, weil sie wesentlich mehr als 50 Prozent längst verkauft haben."

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Hoeneß hatte für die Abschaffung der Regelung plädiert, die die Übernahme der Mehrheitsanteile des Vereins durch Sponsoren verhindert. Watzke hatte daraufhin versichert, dass es "in Deutschland unter meiner Verantwortung als DFL-Aufsichtsratschef in den nächsten Jahren keine Änderung geben wird. Das ist hundertprozentig sicher." Zudem sagte er der Bild am Sonntag: "Das Faszinierende an Uli Hoeneß’ Argumentation ist, dass er anderen Vereinen etwas vorschlägt, den FC Bayern dann aber explizit ausnimmt."

Genau das betonte Hoeneß am Mittwoch erneut. "Ich wurde ja von Herrn Watzke etwas kritisiert, dass ich als Bayern-München-Vertreter nichts davon hätte. Aber ich denke an die ganze Liga", sagte er: "Es geht nicht um den FC Bayern oder Borussia Dortmund, sondern um viele kleinere Vereine, die bei der Refinanzierung von Transfers oder Infrastruktur mehr Möglichkeiten hätten, wenn man diese Klausel beenden würde."

Er denke dabei zum Beispiel an Eintracht Frankfurt, Werder Bremen oder Borussia Mönchengladbach, die "mit vernünftigen Investoren viel mehr Möglichkeiten im internationalen Vergleich hätten. Wir beim FC Bayern würden das gar nicht benutzen, weil wir eine Regelung mit unseren Mitgliedern haben, dass wir nicht mehr als 30 Prozent ohne ihre Zustimmung verkaufen dürfen."

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