17. September 2019 / 13:01 Uhr

Der Eckernförder SV muss weiter auf den ersten Dreier warten

Der Eckernförder SV muss weiter auf den ersten Dreier warten

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Aufreger-Szene: Der Eckernförder Leon Apitz (Nr. 17) geht mit dem Kopf zum Ball, Türkspors Kevin Wendt geht mit sehr hohem Bein in den Zweikampf. Der ESV forderte Elfmeter, aber Schiedsrichter Nesch ließ weiterspielen. Links Leon Knittel (ESV).
Aufreger-Szene: Der Eckernförder Leon Apitz (Nr. 17) geht mit dem Kopf zum Ball, Türkspors Kevin Wendt geht mit sehr hohem Bein in den Zweikampf. Der ESV forderte Elfmeter, aber Schiedsrichter Nesch ließ weiterspielen. Links Leon Knittel (ESV). © Karsten Freese
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Das lange Warten auf die ersten drei Punkte in der Fußball-Oberliga geht weiter. Auch im achten Anlauf blieb der Eckernförder SV sieglos. Selbst im Kellerduell bei Inter Türkspor Kiel, das bis dato noch gar keinen Punkt auf dem Konto hatte, gelang es den Schwarz-Weißen nicht, etwas Zählbares mitzunehmen. Stattdessen ging auch das siebte von acht Saisonspielen verloren. Nach 90 intensiven Minuten hieß es 2:3 aus Eckernförder Sicht – zu wenig, um in der Oberliga die Klasse zu halten. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sieben Zähler.

Dabei lief es gegen Inter Türkspor für den ESV bekanntermaßen ab: viel Ballbesitz, nicht schlecht gespielt, doch abermals die Tore nicht erzielt. „Natürlich waren wir alle enttäuscht. Aber ich wäre enttäuschter gewesen, hätten wir kein gutes Spiel gemacht. Wir haben den Gegner über weite Strecken der Partie bis zum letzten Drittel eingeschnürt. Doch dann fehlte uns die Durchschlagskraft“, so die Analyse des ESV-Trainers Maik Haberlag.

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Haberlag: „Wir müssen risikofreudiger werden, auch mal Eins-gegen-Eins-Duelle suchen und insgesamt einfach mehr Offensivdrang versprühen“

Entweder fehlte der letzte Pass oder die tiefen Laufwege stimmten nicht. In der schwachen Offensivausbeute sieht der Chefcoach der Schwarz-Weißen mit einen der Hauptgründe der Misere. „Wir schaffen es nicht beim Stand von 0:0 oder auch 0:1, also in Situationen, in denen wir ordentlich Druck haben, einen Treffer zu erzielen. Liegen wir dann mit 0:2 oder höher zurück, gelingt es plötzlich“, weiß Haberlag. Doch woran liegt das? „Wir müssen risikofreudiger werden, auch mal Eins-gegen-Eins-Duelle suchen und insgesamt einfach mehr Offensivdrang versprühen“, erklärt er.

Dennoch sieht der ESV-Coach nicht schwarz. „Eine Weiterentwicklung ist zu erkennen“, betont er. Haberlag wählt den positiven Ansatz, auch wenn seine Mannschaft sieben von acht Spielen verloren hat. Draufhauen bringt nichts, sagt er. „Unser Blick richtet sich auf die Lernziele. Wir arbeiten mit vielen Spielern aus der eigenen Jugend und hoffen darauf, dass wir viel aus der Phase mitnehmen“, so Haberlag. Die tabellarische Konstellation beurteilt er sachlich: „Es bringt nichts, Woche für Woche Parolen rauszuhauen. Wir sind nicht chancenlos, das wissen wir. Die bisherigen Ergebnisse sind für die Jungs Dämpfer genug.“ Es wäre nicht hilfreich, die Jungs jede Woche zu attackieren.

„Geduldig bleiben“, so lautet das Motto des Eckernförder SV nach dem misslungenen Start in die Oberliga. Schließlich sind noch 22 Partien zu spielen. Doch die Hoffnung wird von Woche zu Woche geringer. Zumal selbst der bis dahin punktlose Tabellenletzte nicht besiegt werden konnte. Gegen wen soll es dann klappen, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren? Die kommenden Gegner werden nicht einfacher. Ganz im Gegenteil. Nächste Woche gastiert der Tabellenzweite TSB Flensburg am Bystedtredder. Die haben sich übrigens am vergangenen Spieltag beim 8:1 in Husum schon einmal warmgeschossen und sind mit 35 Treffern in acht Partien die Torfabrik der Liga …

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