25. März 2021 / 11:45 Uhr

Der Finalpass kommt beim FSV Optik Rathenow noch zu selten (mit Galerie)

Der Finalpass kommt beim FSV Optik Rathenow noch zu selten (mit Galerie)

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Jonathan Muiomo (r.) setzte sich in dieser Szene clever durch und traf per Lupfer zum zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer für Rathenow. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Die Kahlisch-Truppe unterliegt nach einem munteren Spiel dem FC Viktoria 1889 Berlin mit 2:3.

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Fußball-Regionalligist FSV Optik Rathenow hat am Mittwochnachmittag in einem weiteren Testspiel zu überzeugen gewusst. Die Schützlinge von Trainer Ingo Kahlisch unterlagen zwar dem Regionalliga-Spitzenreiter vom FC Viktoria 1889 Berlin mit 2:3 (2:1), verlangten den Hauptstädtern dabei aber alles ab.

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Derweil können die Berliner für die 3. Liga planen, wurde vom Nordostdeutschen Fußballverband in Absprache mit den Vereinen ein Abbruch der Spielzeit angeschoben. Dieser muss nun noch vom Präsidium des NOFV beschlossen werden. Absteiger soll es demnach in dieser Saison nicht geben. das würde bedeuten, dass der FSV Optik auch im vierten Jahr in Folge in der Regionalliga dabei sein würde.

Am Mittwochnachmittag wusste man davon jedoch noch nichts, entwickelte sich am Vogelgesang ein munteres Spiel, in dem sich beide Mannschaften nicht versteckten.„Im Großen und Ganzen dürfen wir zufrieden mit dem Spiel sein“, schätzte auch Ingo Kahlisch nach dem Spiel ein. Dabei hätte sein Team mit ein wenig mehr Konsequenz in den Abschlüssen und ein wenig Glück bei den Schiedsrichter-Entscheidungen durchaus auch ein Remis verdient gehabt.



Optik Rathenow unterliegt Viktoria Berlin mit 2:3

Die Rathenower (in Rot) verlangten dem Spitzenreiter über 90 Minuten alles ab, mussten sich aber unglücklich geschlagen geben. Zur Galerie
Die Rathenower (in Rot) verlangten dem Spitzenreiter über 90 Minuten alles ab, mussten sich aber unglücklich geschlagen geben. © Christoph Laak

Die Gastgeber hatten bereits nach wenigen Sekunden den ersten Abschluss zu verzeichnen. Leon Hellwig zog von der Strafraumkante ab, sein Schuss geriet aber zu zentral und sorgte somit nur für wenig Gefahr. Auf der anderen Seite kam Lucas Falcao in Schussposition. Sein Abschluss aus spitzem Winkel war allerdings kein Problem für den aufmerksamen Direnc Güven, der das Optik-Gehäuse hütete.

Nach gut 20 Minuten musste er erstmals ernsthaft eingreifen, als er einen Distanzschuss von Shinji Yamada sehenswert zur Ecke klärte. Doch Optik versteckte sich weiter nicht, Jonathan Muiomo brachte hinter seinen Schuss aber zu wenig Druck. Nach gut einer halben Stunde lag der Ball dann aber doch im Tor der Gäste. Einen Eckball konnten die Berliner nicht weit genug klären und Benjamin Wilcke fasste sich ein Herz aus dem Rückraum. Sein Flachschuss schlug unhaltbar neben dem langen Pfosten ein.

Jonathan Muiomo trifft zur 2:1-Führung

Doch Viktoria zeigte sich nur wenig beeindruckt und glich fünf Minuten später aus. Nach einem Eckball stand Tobias Gunte frei und köpfte unbedrängt ein. „Da sind wir nicht richtig dran. Der Gegner spielt die Ecke kurz und wir lassen die Flanke zu. Das müssen wir besser machen“, monierte der Rathenower Trainer. Und auch in der Folge blieb es verteiltes Spiel, war jetzt wieder der FSV Optik an der Reihe. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft der Himmelblauen war Muiomo auf und davon. Im Eins-gegen-eins gegen den Berliner Schlussmann behielt er die Nerven und lupfte zur erneuten Rathenower Führung ein (39.).

Dass diese Führung auch zur Pause Bestand hatte lag vor allem an der Latte des Rathenower Tores. Bei einem Distanzschuss von Björn Jopek wäre Direnc Güven ohne Chance gewesen. „Wir haben das sehr ordentlich gemacht. Der Finalpass kam ein- oder zweimal nicht richtig. Die positiven Dinge überwiegen aber eindeutig“, lobte Ingo Kahlisch den Auftritt seiner Truppe in der ersten Halbzeit.

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Aus der Pause kamen die Gäste deutlich schwungvoller. Erhan Yilmaz verpasste das Rathenower Tor mit seinem Lupfer noch knapp. Wenig später traf Christopher Theisen aber zum 2:2-Ausgleich (51.). Dem Tor war bei der Vorarbeit von Yamada aber ein klares Handspiel voraus gegangen. Und es kam noch schlimmer für die Hausherren. Nach einem Steilpass lief Falcao alleine auf Güven zu, ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:3 (61.). Auch dieser Treffer war strittig, fiel er aus stark abseitsverdächtiger Position. Doch Optik hätte noch ausgleichen können, Caner Özcin scheiterte aber aus Nahdistanz.

„Die Einstellung hat gestimmt. Man sieht, dass die Truppe auf dem richtigen Weg ist und immer mehr zusammenwächst. Die Gegentore ärgern mich ein wenig, aber daran können wir arbeiten. Insgesamt war das wieder ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Die Jungs setzen die vorgegebenen Sachen immer besser um“, so Ingo Kahlisch.

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