09. April 2021 / 20:51 Uhr

Der große Oberhavel-Trainercheck zur Saison 2021/22: Veränderungen bei Oberkrämer und Birkenwerder

Der große Oberhavel-Trainercheck zur Saison 2021/22: Veränderungen bei Oberkrämer und Birkenwerder

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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Der große Oberhavel-Trainercheck zur Saison 2021/22: Bei 11 von 13 Teams steht der Chefcoach für die kommende Spielzeit fest. © Imago Szyza (Symbolbild)
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Die Trainerplanungen für die Saison 2021/22 sind bei den 13 Oberhavel-Teams auf Landesebene noch nicht endgültig abgeschlossen. Es werden noch zwei Coaches gesucht.

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Am 29. März hat der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) die Spielzeit 2020/21 abgebrochen - wie im Vorjahr aufgrund des Coronavirus. "Die Auf- und Abstiegsregelungen der Spielzeit 2020/2021 werden außer Kraft gesetzt; es gibt keine Auf- und Absteiger. Meister beziehungsweise Staffelsieger werden nicht ermittelt. Die Spielklasseneinteilung der Saison 2021/22 erfolgt analog zur Saison 2020/21", heißt es in der Mitteilung FLB.

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Eine Ausnahme könnte die Brandenburgliga betreffen: "Sollte der NOFV ein Aufstiegsrecht in seine Spielklassen einräumen, benennt der FLB eine aufstiegsberechtige Mannschaft. Diese wird in diesem Fall unter Anwendung der Quotientenregelung (Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele, d. Red.) festgestellt", schreibt der FLB. In diesem Falle wäre das der MSV Neuruppin, der in die Oberliga aufsteigen würde. Damit sind in der Saison 2021/22 weiterhin 13 Mannschaften aus Oberhavel in den drei Landesspielklassen dabei - der SPORTBUZZER hat allen Vertretern die Trainerfrage gestellt.

In Bildern: Mit diesen Trainern gehen die OHV-Teams in die Saison 2021/22.

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Bei den vier Brandenburgliga-Teams wird es keine Veränderungen geben. Da setzen die Mannschaften auf das altbewährte Personal. Für Torsten „Schnecke“ Thiel geht es mit TuS Sachsenhausen bereits in die dritte Saison. Der 50-Jährige ist seit der Rückrunde 2019/20 im Amt. Aufgrund des Coronavirus konnte Thiel, der vor knapp anderthalb Jahren von Blau-Weiss Hohen Neuendorf kam, noch keine volle Saison beim TuS absolvieren.

Die Vertragsverlängerung dauerte nach Angaben von Marc Flohr, Sportlicher Leiter des TuS, „gefühlt nur zehn Sekunden“. Denn der Verein war mit der bisherigen Arbeit von Thiel zufrieden. Mit Hans Oertwig als Coach geht der SV Altlüdersdorf auch in der nächsten Saison an den Start. „Wir stehen im ständigen Kontakt“, sagt SVA-Vorsitzender Fritz Müller. „Da passt kein Papier dazwischen. Den Weg, den wir vergangenen Sommer mit Hans Oertwig eingeschlagen haben, wollen wir weiter fortsetzen.

Wenn Trainer Enis Djerlek vom Oranienburger FC spricht, hört man die Wertschätzung aus seinen Worten heraus. „Für mich ist der OFC mehr als ein Arbeitgeber“, so Djerlek. „Der Verein ist Teil meiner DNA.“ Immerhin ist der 46-Jährige schon seit 2012 im Club. Erst sechs Jahre als Co-Trainer unter Hans Oertwig, seit 2018 dann als Trainer. Und auch in der nächsten Saison steht Djerlek an der Seitenlinie, da er weiterhin einen gültigen Vertrag hat.

Nach dem Aufstieg 2020 mit dem SV Zehdenick in die Brandenburgliga konnte Daniel Runge lediglich sieben Partien bestreiten. Dann beendete das Coronavirus die Serie. Runge, der seit Sommer 2015 den SVZ trainiert, konnte jedoch mit einem Erfolgserlebnis die Serie 2020/21 beenden. 3:1 gewannen die Zehdenicker gegen den FSV Bernau, feierten den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Brandenburgliga. Weitere Erfolge kann Runge in der Saison 2021/22 sammeln, „da wir keine Veränderungen auf der Trainerposition geplant haben“, sagt SVZ-Manager Ronny Erdmann.

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In der Landesliga Nord gibt es einzig beim Birkenwerder BC einen Wechsel, wo sich der Verein und Trainer Florian Glitza nach vier Jahren trennten. "Einen wirklichen Hauptgrund gibt es nicht und die Trennung folgt einvernehmlich“, sagt Sebastian Schwebs, Vorsitzender des BBC. „Nach den vier gemeinsamen Jahren hat man aber Abnutzungserscheinungen gespürt. Wir wollen jetzt frischen Wind reinbringen." Bei Fortuna Glienicke wird in der bewährten Konstellation mit Sascha Flemming als Trainer weiter gemacht, der seit 2016 im Amt ist und den Verein von der Kreisoberliga in die Landesliga führte. Beim FC 98 Hennigsdorf macht Niko Jose weiter, während Oliver Schirrmacher an der Seitenlinie beim SC Oberhavel Velten steht.

Wer folgt auf Czerwionka in Vehlefanz?

Eine Spielklasse tiefer, in der Landesklasse Nord, gibt es ebenfalls eine Veränderung. Thomas Czerwionka und der 1. SV Oberkrämer gehen in Zukunft getrennte Wege. Der Verein aus Vehlefanz ist bereits auf der Suche nach einem Nachfolger. Ansonsten ist bei den restlichen vier Clubs aus Oberhavel der alte Trainer auch der neue Coach für die Spielzeit 2021/22. Bei den Falkenthaler Füchsen übernimmt diesen Posten weiterhin Hannes Krämer. „Die Bindung ist mittlerweile sehr groß. Wir sind alle eine eingeschworene Truppe. Eben eine Füchsefamilie", so Krämer.

Jonny Ratajczak ist weiterhin der starke Mann beim FSV Forst Borgsdorf. Die langjährige Erfolgsgeschichte geht bei Eintracht Bötzow weiter. Marco Meißner bleibt dem Verein als Coach erhalten. „Ich freue mich, dass ich weiter die Rückendeckung von den Spielern und dem Verein habe“, so Meißner, der bereits seit Ende des Jahres 2017 die sportlichen Geschicke im Verein lenkt. Mit Szymon Nabzdyk als Trainer wird die zweite OFC-Mannschaft in die nächste Saison gehen, die zukünftig als Oranienburger FC U23 auflaufen wird. „Wir wollen den eingeschlagenen Weg zusammen fortsetzen“, sagt OFC-Vorstandsmitglied Wolfgang Kettner. „Szymon ist unser absoluter Wunschkandidat für diese Position."