30. März 2021 / 20:13 Uhr

Der Kreispokal-Wettbewerb steht jetzt verstärkt im Fokus

Der Kreispokal-Wettbewerb steht jetzt verstärkt im Fokus

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Einen Nachfolger für Blau-Weiß Dahlewitz als Fußball-Kreispokalsieger 2020 kann es noch geben.
Einen Nachfolger für Blau-Weiß Dahlewitz als Fußball-Kreispokalsieger 2020 kann es noch geben. © Lars Sittig (Archiv)
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Für Bodo Konrad, Vorsitzender des Fußballkreises Dahme/Fläming, ist das beschlossene Aus für die Punktspiele in der Saison 2020/2021 alternativlos.

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Der Beschluss des Fußball-Landesverbandes zum Abbruch der Saison gilt für den gesamten Punktspielbetrieb in allen Fußballkreisen“, erklärt Bodo Konrad, Vorsitzender des FK Dahme/Fläming, „das heißt, wir starten im Sommer wieder bei Null. Die Saison fängt quasi von vorne an.“

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Eine Ausnahme gibt es jedoch: Die Frage, wie es mit den Pokalwettbewerben der Fußballer auf Kreisebene weitergehen wird, ist noch unbeantwortet. Auch im FK Dahme/Fläming. Am Mittwochabend kommen Vorstandsmitglieder des hiesigen Fußballkreises zu einer Videokonferenz zusammen, um erste Gedanken diesbezüglich auszutauschen. „Natürlich werden wir es versuchen, den Kreispokalsieger sportlich zu ermitteln und den Wettbewerb bis zum Ende auszutragen“, teilt Konrad mit. Letztmöglicher Termin dafür ist der 1. August. Bis dahin müssen die Pokalsieger aus den Fußballkreisen Brandenburgs an das Land gemeldet werden.

„Wir wollen gerne spielen, der Pokalwettbewerb ist auch zu attraktiv, um von vorn herein zu sagen, nein, das machen wir nicht“, betont Konrad. Allerdings ist das Prozedere völlig offen. Nach der Videokonferenz der FK-Vorstandsmitglieder am Mittwochabend sollen zunächst die im Wettbewerb stehenden acht Mannschaften befragt werden. Das Viertelfinale im diesjährigen Dahme/Fläming-Pokal haben der Ludwigsfelder FC II, die SG Niederlehme, der FSV Admira, Eintracht Miersdorf/Zeuthen II, Grün-Weiß Großbeeren, der MSV Zossen, Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen sowie Titelverteidiger Blau-Weiß Dahlewitz erreicht. „Wir müssen mit den beteiligten Vereinen sprechen, denn die ausstehenden Spiele werden voll in die Zeit der Sommerferien hineinfallen“, blickt Konrad voraus. Zu klären ist zunächst, ob die Vereine in der Lage sind, in dieser Zeit anzutreten und ob sie es überhaupt wollen. „Ziel muss es sein, einen Doppel-Pokaltag auszutragen. Den MAZ-Pokal, da sind wir schon im Halbfinale, würden wir gleich mitnehmen“, sagt Konrad.



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Die am Montagabend getroffene Entscheidung, die Fußballsaison im Land Brandenburg abzubrechen, ist für Konrad nachvollziehbar und alternativlos. „Sie ist völlig richtig“, sagt er, „es gab lange Hoffnungen, die aktuelle Saison fortsetzen zu können. Aber nach der letzten Bund-Länder-Runde und deren Beschluss, den Lockdown bis zum 18. April zu verlängern, schaffen wir es nicht mehr zu garantieren, wenigstens die Hinrunde beenden zu können. Zumal wir den Vereinen einen Vorlauf von vier Wochen für die Vorbereitung geben müssen. Wenn es gut läuft, würden wir frühestens Ende Mai mit der Fortsetzung beginnen, aber dies steht in den Sternen. Danach funktioniert es nicht mehr. Die Zeit würde uns weglaufen.“

Hart trifft den Fußballkreis die Entscheidung, dass es weder Auf- noch Absteiger gibt. „Das heißt, wir müssen in der Saison 2021/22 wieder mit einem 18er Schlüssel in der Dahme/Fläming-Kreisoberliga spielen“, erklärt Konrad, „mit den paar Spielen, die bis November absolviert werden konnten, erneut die Quotientenregel anzuwenden, wäre unfair. Das funktioniert nicht.“

Bisher liegen dem Vorstand des Fußballkreises Dahme/Fläming keine Informationen darüber vor, ob es Abmeldungen von Vereinen geben wird. „Das wird man erst zum Meldetermin am 1. Juni sehen“, vermutet Konrad. Er geht davon aus, dass im Männerbereich alles beim Alten bleiben wird. „Spannend wird es wohl bei den Kindern und Jugendlichen“, so der Fußballkreischef. Die Frage ist, ob der Nachwuchs in Lockdown-Zeiten ohne regelmäßiges Training noch für den Fußball begeistert werden konnte. „Informationen dazu direkt aus den Vereinen habe ich keine“, sagt Konrad.

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