11. Januar 2022 / 19:59 Uhr

Der lange Weg zum Rennsteigsieg: Christine Fischer-Bedtke nutzt LVZ-Laufforderung aus

Der lange Weg zum Rennsteigsieg: Christine Fischer-Bedtke nutzt LVZ-Laufforderung aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christine Fischer-Bedtke (kleines Foto) trainiert bei der LVZ-Laufforderung für den Rennsteiglauf.
Christine Fischer-Bedtke trainiert bei der LVZ-Laufforderung für den Rennsteiglauf. © Norbert Wilhelmi
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Wöchentlich bis zu einhundert Kilometer: Marathon-Läuferin Christine Fischer-Bedtke nutzt die LVZ-Laufforderung um für das Traumziel zu trainieren. Im Mai nimmt die Leipzigerin bereits zum fünften Mal beim Rennsteiglauf teil.

Leipzig. Mehr als 450 Kilometer hat die Leipzigerin Christine Fischer-Bedtke bei der LVZ-Laufforderung inzwischen zurückgelegt. Seit knapp fünf Wochen zählt die begeisterte Marathon-Läuferin für unseren Wettbewerb inzwischen ihre Trainingskilometer. Im Klassement steht die Athletin der LG Exa damit auf Rang elf, nur zwei Frauen haben mehr Kilometer absolviert. Einen Angriff auf die Top10 startet die Läuferin nicht. „Ich habe für mich beschlossen, dass das zu ambitioniert ist, was die Jungs und Mädels vor mir treiben. Das lässt sich nicht aufholen.“ Die Sportlerin legt derweil eine kleine Pause ein, da sie verletzungsanfällig ist. Das gilt es zu vermeiden.

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Der mögliche Sieg ihrer LG Exa bei unserer Challenge ist der eine Grund, warum Fischer-Bedtke so hart trainiert. „Ich laufe vorrangig für das Team.“ Der andere: Die 38-Jährige will 2022 zum fünften Mal beim Rennsteiglauf antreten und dieses Mal ganz oben aufs Podest. Bereits ihr Einstieg in das Rennsteiglauf-Geschehen war kurios: Fischer-Bedtke, 2015 noch Studentin in Jena, wurde die Teilnahme am Supermarathon von Gründungsvater Hans-Georg Kremer seinerzeit mit einem kostenlosen Start schmackhaft gemacht. Prompt gewann sie die Studentenwertung und fand fortan Gefallen an derartigen Landschaftsläufen. Vier Teilnahmen bei dem knapp 74 Kilometer langen Lauf durch den Thüringer Wald stehen mittlerweile zu Buche und das Ziel ist klar: „Ich möchte irgendwann auch in der Totalwertung aufs Podest.“

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Nachdem sie 2019 noch auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war, sah es zwei Jahre später äußerst vielversprechend aus. Am Ende landete nur Juliane Totzke, die bereits 2019 gewonnen hatte, noch vor der Leipzigerin. „Dabei wollte ich in Oberhof am Grenzadler wegen Rückenbeschwerden schon aussteigen“, so die 38-Jährige, die zwei Wochen zuvor in Gera bei einem Vorbereitungs-Marathon ebenfalls auf Rang zwei landete.

Mit einem Sieg dran

Die Vorbereitung auf einen Lauf dieser Distanz erfordern viele Kilometer, sehr viele. Dafür schrubbt sie wöchentlich 80 bis 100 Kilometer. Entsprechend hatten sich neben dem Marathon noch weitere Langläufe angeboten, so auch der 50-km-Lauf am Leipziger Auensee, den Fischer-Bedtke dominierte und sich damit in der deutschen Jahresbestenliste ganz weit nach vorn katapultierte.

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Angesprochen auf die bekannten Rennsteig-Oldies Rudolf „Rudi“ Ulbrich (Jahrgang 1937) und Wolfgang Wittig (Jahrgang 1948), die anno 2021 ihren insgesamt 40. Rennsteiglauf (inklusive Wanderung) absolvierten, sagte sie: „Das verdient meinen allerhöchsten Respekt.“ Sie wolle zwar auch so oft wie möglich auf dem Rennsteig aktiv dabei sein, denkt aber immer nur an die nächste Teilnahme. Diese findet am 21. Mai 2022 statt, und dem Gesetz der Serie folgend wäre Fischer-Bedtke mit einem Sieg dran. Erst recht mit über 400 Kilometern LVZ-Laufchallenge in den Beinen.

von Dietmar Knies zusammen mit Tilman Kortenhaus und Stephanie Riedel

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