18. September 2021 / 19:51 Uhr

Der TSV Stein verliert sein Heimspiel gegen den Osterrönfelder TSV

Der TSV Stein verliert sein Heimspiel gegen den Osterrönfelder TSV

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Der Steiner Patrick Wirbel (am Ball) versucht sich auf der linken Außenbahn durchzusetzen, aber gegen Jonas Landtreter (links) und Felix Peter Struck (Hintergrund) war selten ein Durchkommen.
Der Steiner Patrick Wirbel (am Ball) versucht sich auf der linken Außenbahn durchzusetzen, aber gegen Jonas Landtreter (links) und Felix Peter Struck (Hintergrund) war selten ein Durchkommen. © Karsten Freese
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Der Höhenflug des TSV Stein in der Fußball-Landesliga Mitte wurde am fünften Spieltag ausgebremst. Der TSVS verlor sein Heimspiel gegen den Osterrönfelder TSV mit 0:2 und musste somit die erste Saisonniederlage einstecken.

Dass der Auswärtserfolg der Gäste hochverdient war, stand völlig außer Frage. Das Team von OTSV-Coach Maik Gabriel bestimmte die Partie von der ersten Minute an, so dass sich das Spielgeschehen lange Zeit ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber abspielte. Kapital aus ihrer Überlegenheit konnten die Osterrönfelder jedoch lange nicht schlagen, da sich die Kicker des TSVS auf Strafraumhöhe einigelten und leidenschaftlich verteidigten. Aussichtsreich zum Abschluss kamen lediglich Florian Kuklinski (21.) und Thore Bannow (37.), die jedoch das Gehäuse verfehlten.

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Stein fand offensiv praktisch nicht statt, doch dies sollte sich wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel ändern. Felix Flemming hatte freie Bahn, legte ab auf den mitgelaufenen Timo Federwisch, der das Leder an den rechten Pfosten setzte. Gabriel nahm diesen Moment zur Kenntnis und forderte seine Mannschaft auf den “einfachen Fußball“ zu spielen, den seine Schützlinge bereits in der ersten Hälfte praktizierten. Die OTSV-Spieler bauten ihre Angriffe wieder ruhig und durchdacht auf und suchten die sich bietenden Lücken. Sehr oft wurden Diagonalbälle geschlagen, die nahezu immer den Mitspieler fanden, so dass die Gäste dem gegnerischen Tor näher kamen.

Impressionen von der Landesligapartie zwischen dem TSV Stein und dem Osterrönfelder TSV

Thore Bannow (Torschütze zum 1:0) hat sich gegen Bennet Morten Klindt (hinten) durchgesetzt, dringt in den Strafraum des TSV Stein vor und kommt frei zum Schuß. Zur Galerie
Thore Bannow (Torschütze zum 1:0) hat sich gegen Bennet Morten Klindt (hinten) durchgesetzt, dringt in den Strafraum des TSV Stein vor und kommt frei zum Schuß. ©

Der Führungstreffer des OTSV lag nun in der Luft. Kuklinskis Abschluss ging über das Tor (52.) und Felix Peter Struck verpasste einen Freistoß am zweiten Pfosten nur knapp (53.). Treffen sollte wenige Minuten später jedoch Thore Bannow, der eine scharfe Hereingabe über die Linie bugsieren konnte. Stein steckte allerdings nicht auf. Flemming setzte sich über die rechte Seite durch, zog dynamisch in den Strafraum, scheiterte jedoch an OTSV-Keeper Sören Wiechert (63.).

Obwohl die Gäste die Begegnung beherrschten, blieb die Partie dennoch spannend, da der OTSV den zweiten Treffer nicht nachlegen konnte. Die beste Gelegenheit frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen hatte Bannow, dessen Haarspitzen eine präzise Flanke knapp über das Tor beförderten. Erst neun Minuten vor dem Abpfiff gab es die Erlösung für den OTSV, als Kuklinski die sehenswerte Vorabeit von Bannow verwerten konnte.

„Wir waren richtig präsent und haben eine richtig gute Mannschaftsleistung gezeigt“, bilanzierte ein zufriedener Maik Gabriel, der aber durchaus einzelne Spieler seines Teams hätte hervorheben können. Artur Roller strahlte extrem viel Ruhe aus, bestach durch gute Übersicht und verlieh dem Spiel des OTSV eine ordnende Hand. Ebenfalls zu gefallen wusste Felix-Peter Struck, der auf der rechten Angriffsseite für viel Belebung sorgte und sich etliche Male nicht scheute es gleich mit mehreren Gegenspielern aufzunehmen.

Auf Seiten der Gastgeber wurde die erste Niederlage dieser Saison nüchtern und sachlich zur Kenntnis genommen: „Wir sind genauso aufgetreten wie in den Wochen zuvor. Bislang haben wir unsere Chancen stets effizient nutzen können, diesmal hingegen nicht. Wir freuen uns über die zehn Punkte, die wir im Hinblick auf den Klassenerhalt schon haben“, erklärte Steins Trainer Karsten Tolle.