25. Juli 2021 / 10:25 Uhr

Der TuS Jevenstedt schnappt sich den RD-ECK-Kreispokalsieg

Der TuS Jevenstedt schnappt sich den RD-ECK-Kreispokalsieg

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Die Mannschaft des TuS Jevenstdt feiert ausgelassen den Triumph im Kreispokal.
Die Mannschaft des TuS Jevenstdt feiert ausgelassen den Triumph im Kreispokal. © Jan-Phillip Wottge
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Die Nöhren-Elf siegt im Finale mit 1:0 durch ein Elfmetertor gegen den Gettorfer SC

Jevenstedter Jubel, Gettorfer Enttäuschung: Im Finale des Kreispokal Rendsburg-Eckernförde behielt der TuS Jevenstedt im Duell zweier Landesligisten gegen den Gettorfer SC knapp mit 1:0 die Oberhand. Das Tor des Tages markierte Robin Grell in der 82. Minute per Strafstoß. Die Nöhren-Elf trifft in der ersten Runde des SHFV-Lotto-Pokal am 7. August auf den Lübecker Kreispokalsieger, der jedoch erst am 31. Juli ermittelt wird.

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Die 347 Zuschauer im Gettorfer Sportpark sahen kein hochklassiges, aber ein spannendes Kreispokalfinale, das bis zum Ende auf des Messers Schneide stand. Erst Sekunden vor dem Abpfiff bewahrte Jevenstedts Keeper Daniel Jeromin seine Elf mit einer Glanzparade gegen GSC-Angreifer Torben Dahsel vor der drohenden Verlängerung (90.+2). Knapp zehn Minuten zuvor hatte Jevenstedts Joker Robin Grell in einem ausgeglichenen Endspiel per Foulelfmeter die Gästeführung markiert. „Jeder Titel tut gut, dem Trainer natürlich auch. Die Kreispokale in Kiel und Neumünster durfte ich bereits mit meinen Teams gewinnen. Jetzt ist es mir endlich auch in meinem Heimatkreis gelungen“, bejubelte TuS-Coach Patrick Nöhren sein persönliches Kreispokal-Triple, gab aber im selben Atemzug zu: „Wir haben kein schönes Spiel gesehen, das war nach der langen Pause und ob der Bedeutung des Spiels auch nicht zu erwarten war.“

Das Finale begann zäh. Vielen Aktionen fehlte das Tempo und das Timing. Die Hitze tat ihr übriges. Sie lähmte den Spielfluss. Nach einem Zweikampf stolperte TuS-Angreifer Tim Rathjens unkontrolliert in den Gettorfer Mika Wintjen. Mit dem Rettungswagen und Verdacht auf eine schwere Knieverletzung wurde Wintjen abtransportiert. Auch für Rathjens war das Spiel vorzeitig beendet. Nach einer zehnminütigen Unterbrechung konnte das Finale fortgesetzt werden. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit erspielten sich beide Teams Torchancen, doch weder die Jevenstedter Philip Weidemann (42.) und Lukas Gersteuer (45.+1) noch die Gettorfer Dahsel (44.) und Leonard Braun (45.+2) durften einen Treffer bejubeln.

Nach der Halbzeitpause neutralisierten sich beide Teams. Die TuS-Akteure Gersteuer und Lucas Seefeldt probierten es jeweils mit Distanzschüssen. Auf der Gegenseite hatten die GSC-Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, als Brauns gefühlvoller Heber über Jeromin auf die Latte klatschte (74.). Die Entscheidung: Nach einem Steilpass setzte Jevenstedts Seefeldt einen Kopfball an die Latte (80.). Beim Kampf um den Abpraller brachte Gettorfs Matteo Morawe TuS-Angreifer Jonas Richter zu Fall. Elfmeter! Robin Grell schritt zur Tat und verwandelte sicher (82.). „Ich habe die Szene nicht genau gesehen. Sie war sehr unglücklich. Schade, dass ein Finale, auf das man gefühlt seit neun Monate hinarbeitet, auf diese Weise entschieden wird“, sagte GSC-Coach Christian Schössler. Kurz darauf verpasste Seefeldt frei vor GSC-Torwart Finn Jacobsen die Vorentscheidung (83.) und konnte sich letztlich bei seinem Schlussmann Jeromin bedanken, dass es nach der Parade gegen Dahsel nicht doch noch in die Verlängerung ging.

„Das Finale war kein Gaumenschmaus. Die Temperaturen haben uns ordentlich zu schaffen gemacht. Wir fühlen uns nicht als Verlierer. Wir waren immerhin im Finale, wo viele andere Teams gerne gespielt hätten“, bilanzierte Schössler. Jevenstedts Kapitän Gersteuer gab derweil mit dem Siegerschild im Arm das Kommando für eine lange Sause: „Jaaa, das ist das Ding!“