13. April 2021 / 17:33 Uhr

Potsdamer Judoka: EM-Erfahrungen und Corona-Infektionen

Potsdamer Judoka: EM-Erfahrungen und Corona-Infektionen

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Freiwillige Helfer desinfizieren in einer Pause die Matten.
In Zeiten von Corona müssen die Judo-Matten wie hier bei einem Wettkampf regelmäßig desinfiziert werden. © dpa
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Die Talente Jana Ziegler und Dena Pohl dürfen in einem deutschen Perspektivteam beim Kontinentalchampionat antreten. Zwei andere Hoffnungsträger des UJKC hat es zuletzt hingegen mit Covid-19 erwischt.  

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Ohne Druck sollen zwei Talente des UJKC Potsdam bei den am Freitag in Lissabon beginnenden Judo-Europameisterschaften auf die Matte gehen. „Sie sind noch jung und können Erfahrungen sammeln“, sagt Stützpunkttrainer Mario Schendel über Jana Ziegler (Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm) und Dena Pohl (bis 63). Der Deutsche Judobund (DJB) schickt zu dem Kontinentalchampionat ein Perspektivteam, während andere Nationen das Turnier mit Blick auf die Olympia-Qualifikation topbesetzt angehen. „Für die Besten aus Deutschland stehen stattdessen der Grand Slam in Kasan Anfang Mai und die WM in Budapest Mitte Juni im Fokus“, erklärt Schendel.

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Zuletzt verharrten die deutschen Spitzenjudoka in einer auferlegten Wettkampfpause. In der Vorbereitung auf den Grand Slam in Tiflis war es dort bei einem internationalen Trainingscamp zu einem Corona-Ausbruch gekommen, woraufhin der DJB die Teilnahme für diesen Grand Slam und auch den folgenden in Antalya absagte. Auch deutsche Aktive waren laut Verband von einer Infektion betroffen. Aus dem UJKC-Lager seien es zwei Personen gewesen, bestätigt Schendel. Tim Schmidt habe dabei keine Symptome gezeigt, Erik Abramov „hing dagegen durch“.

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Schwergewicht Abramov hatte zuvor beim Grand Slam in Usbekistan noch für eine große Überraschung gesorgt, als der 21-Jährige Bronze erkämpft hatte. Ein Zeichen seiner Stärke mit Blick auf die Sommerspiele 2024 in Paris. Für Tokio in diesem Jahr sind die Chancen des U21-Vizeweltmeisters trotz des Grand-Slam-Coups gering, weil sein deutscher Kontrahent Johannes Frey in der Olympia-Qualifikationsrangliste die Nase klar vorn hat. „Aber das ist okay. Erik kann befreit antreten und sich weiterentwickeln“, sagt Schendel. Zunächst gelte es jedoch, dass Abramov wieder voll fit werde.