09. Dezember 2022 / 13:36 Uhr

DFB bestätigt hohen Verlust: Minus von über 30 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021

DFB bestätigt hohen Verlust: Minus von über 30 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Deutsche Fußball-Bund steht finanziell vor herausfordernden Zeiten.
Der Deutsche Fußball-Bund steht finanziell vor herausfordernden Zeiten. © Getty Images
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Der Deutsche Fußball-Bund muss wegen mehrerer Steuerangelegenheiten millionenschwere Rücklagen bilden. Deshalb ergibt sich trotz eines operativen Gewinnes im Jahr 2021 in der Gesamtrechnung ein Minus von über 30 Millionen Euro.

Die Bilanz des Deutschen Fußball-Bundes für das Jahr 2021 ist durch notwendige Steuerrückstellungen in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro schwer belastet worden. Das operative Haushaltsergebnis des Verbandes belief sich im Vorjahr nach Abzug der laufenden Ertragsteuern und ohne die Berücksichtigung der steuerlichen Sondereffekte auf einen Überschuss von 18,408 Millionen Euro. Das teilte der DFB am Freitag nach der Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main mit. Der Kicker hatte bereits zu Wochenbeginn über die negativen Zahlen berichtet.

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Unter dem Strich bleibt zunächst ein Minus von 33,498 Millionen Euro. Die Rückstellungen untergliedern sich in 20,992 Millionen Euro wegen besonderer Umstände und steuerrechtlich relevanter Sachverhalte sowie 30,914 Millionen Euro vor dem Hintergrund der angekündigten Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Jahre 2014 und 2015. Nach Ansicht der Steuerbehörden hatte der DFB in diesem Zeitraum die Einnahmen aus der Bandenwerbung falsch verbucht.

"Die notwendigen Steuerrückstellungen in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro sind für den Haushalt des DFB eine sehr große Belastung", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald. Bereits 2017 war dem Verband vom Fiskus die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006 aberkannt worden. Der DFB musste damals rund 22 Millionen Euro an Steuern nachzahlen, klagt dagegen aber derzeit vor dem Hessischen Finanzgericht Kassel.

"Wir sind davon überzeugt, dass dem DFB die Gemeinnützigkeit für die Jahre 2006, 2014 und 2015 nicht aberkannt werden darf", betonte Grunwald. Zugleich mahnte er: "Die neuen finanziellen Rahmenbedingungen fordern für die Zukunft eine konsequente Haushaltspolitik, die es uns ermöglicht, die finanzpolitische Stärke des Verbandes für die Zukunft zu sichern."

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