06. März 2018 / 16:24 Uhr

DFB-Präsident Reinhard Grindel reagiert auf Beschimpfungen gegen Ron-Robert Zieler

DFB-Präsident Reinhard Grindel reagiert auf Beschimpfungen gegen Ron-Robert Zieler

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reinhard Grindel fordert Konsequenzen für den Täter.
Reinhard Grindel fordert Konsequenzen für den Täter. © Collage
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Ex-Hannover-96-Torwart, ist beim Sieg seiner Stuttgarter in Köln (3:1) am Sonntag übel beschimpft worden.  Dabei ist eine neue Schamgrenze eingerissen worden. Nun reagiert DFB-Präsident Reinhard Grindel auf den Vorfall.

„Zieler, deine Mutter ist mit Enke verwandt, du Bastard“, brüllte ein Kölner Ultra-Vorsänger in ein Megafon direkt hinter Zielers Tor. Auch: „Zieler, warum bringst du dich nicht um?“ Nach der Selbsttötung von Robert Enke war Zieler einer der Enke-Nachfolger im 96-Tor. Zieler sagte zum Sportbuzzer zu den Schmähungen: „Dazu will ich mich gar nicht weiter äußern, der 1. FC Köln hat ja angekündigt, dass er entsprechende Schritte unternehmen will.“ Mitbekommen hat er die Beleidigungen. „Natürlich höre ich das, der Typ steht ja fünf Meter hinter mir.“

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​"Konsequenzen gegen solche skandalösen Äußerungen"

DFB-Präsident Reinhard Grindel war schockiert, als er von den Beschimpfungen erfahren hat. Gegenüber dem Online-Portal "Express" sagte Grindel: "Sollten sich die Hinweise bestätigen, muss die Sportgerichtsbarkeit mit Blick auf das Andenken an unseren Nationaltorwart, den Respekt für seine Familie und die wichtige Arbeit der Robert-Enke-Stiftung mit aller Konsequenz gegen solche skandalösen Äußerungen vorgehen."

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Seine ersten fußballerischen Schritte machte der junge Ron-Robert Zieler in Köln. Zunächst beim damaligen SCB Preußen (heute SCB Viktoria) Köln, später in der Jugend des 1. FC Köln. Zur Galerie
Seine ersten fußballerischen Schritte machte der junge Ron-Robert Zieler in Köln. Zunächst beim damaligen SCB Preußen (heute SCB Viktoria) Köln, später in der Jugend des 1. FC Köln. © imago/
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Das sagte der Verein: „Der 1. FC Köln distanziert sich von den üblen Anfeindungen und bittet ihn ebenso wie die Familie Enke dafür um Entschuldigung. Was von einem oder einigen FC-Ultras über Megafon in Richtung des Torwarts gerufen wurde, geht über eine im Stadion noch tolerierbare Wortwahl weit hinaus“, heißt es auf der Vereins-Webseite.

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