21. Dezember 2018 / 10:08 Uhr

Die SpVg Eidertal Molfsee erlebte ein Wechselbad der Gefühle

Die SpVg Eidertal Molfsee erlebte ein Wechselbad der Gefühle

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Eidertals Torjäger Louis Schütt (re./hier gegen den Hartenholmer Christian Voigt) gelangen in der Landesliga-Hinrunde 17 Treffer.
Eidertals Torjäger Louis Schütt (re./hier gegen den Hartenholmer Christian Voigt) gelangen in der Landesliga-Hinrunde 17 Treffer. © Reinhard Gusner
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So, als wollte sie die Liga rocken, begann die Mannschaft des Aufsteigers SpVg Eidertal Molfsee die Saison in der Fußball-Landesliga Holstein. Nach sieben Spieltagen waren die Eidertaler das einzige noch ungeschlagene Team, das an der Tabellenspitze sogar Höhenluft schnupperte. Als die Konkurrenz sich auf die „Himmelsstürmer“ aus Molfsee eingestellt hatte und diese vom Rock in den Slow-Fox-Modus wechselten, begann der Sinkflug, der vor der Winterpause auf Tabellenplatz sieben endete.

Sechs Niederlagen in den letzten neun Spielen, drei davon in Serie, ehe es wenigstens im letzten Spiel des Jahres beim 4:4 in Schönkirchen noch einen Punktgewinn gab, bedeuteten für die Eidertaler nach einer tollen vorjährigen Aufstiegssaison eine total neue Erfahrung. „Im Vorjahr waren wir immer ganz oben dabei. Jetzt müssen wir lernen, mit Niederlagen und Enttäuschungen umzugehen“, sah sich Eidertals Coach Matthias Liebal auch als „Seelendoktor“ gefordert. Dabei rätselte selbst er so manches Mal nach Pleiten: „Wir trainieren gut und haben anfangs gezeigt, dass wir es können. Es fehlte aber zu oft an der erfolgreichen Umsetzung im Spiel.“ Und manchmal auch an der nötigen Einstellung. Wie beispielsweise am 6. Oktober, als der bis dato sieglose Tabellenletzte TSV Wankendorf die Eidertaler nach deren 1:0-Führung düpierte und mit 2:1 offenbar schockte. Es war nämlich die erste von fünf folgenden weiteren Niederlagen in acht Spielen.

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Insbesondere auswärts gab es unerklärliche deftige Abfuhren wie gegen Preußen Reinfeld (0:6) und den TSV Pansdorf (2:6) sowie ernüchternde torlose Pleiten gegen den TSV Travemünde (0:2) und den TSV Klausdorf (0:3). Aber auch einige torreiche Siege, bei denen Louis Schütt (17 Treffer) und Marvin Blümke (10) mit ihren Toren so erfolgreich waren, dass sie sich einen der oberen Plätze in der Torschützenliste sichern konnten.„Hätten wir in so manchem Verlustspiel unsere vorhandenen Torchancen genutzt, wären jetzt einige Punkte mehr auf unserem Konto“, hofft Matthias Liebal, dass dieses Manko nach der Winterpause abgestellt werden kann.