16. Juli 2021 / 20:11 Uhr

Die tägliche VfL-Meinung: Bornauw ist (noch) kein Schnäppchen

Die tägliche VfL-Meinung: Bornauw ist (noch) kein Schnäppchen

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die tägliche VfL-Meinung
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14,5 Millionen Euro oder mehr - der 1. FC Köln hat beim Verkauf von Sebastiaan Bornauw zum VfL einen guten Preis erzielt. Für seinen neuen Klub kann er dennoch zum Schnäppchen werden, findet SPORTBUZZER-Redakteur Andreas Pahlmann.

VfL-Transfers, das war in den vergangenen zwei Jahren meistens der Fall, sind ein Wechsel auf die Zukunft. Vor allem Maxence Lacroix und Wout Weghorst waren Spieler, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit erst noch zeigen mussten, und sie haben in Wolfsburg ihren Marktwert vervielfacht. Damit waren sie Neuzugänge, die den VfL sportlich und wirtschaftlich nach vorn gebracht haben. Aber es gibt keine Garantie, dass jedes Jahr solche Schnäppchen gelingen. Schon gar nicht, wenn man sportlich „nebenbei“ noch internationalen Ansprüchen genügen will.

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Sebastiaan Bornauw ist (noch) kein Schnäppchen, der 1. FC Köln hat für den Verkauf seines besten Verteidigers einen guten Preis erzielt. Hat der VfL also seine Transfertaktik geändert? Nein. Er hat nur das Level angepasst.

Der neue Belgier ist jung und entwicklungsfähig, seine Bundesliga-Tauglichkeit aber ist erwiesen. Jetzt kann er zeigen, dass es auch für die Champions League reicht. Gelingt ihm das, reiht er sich in die Reihe der pfiffigen Wolfsburger Transfers ein. Und dann können wir vielleicht irgendwann sagen, dass er wie Weghorst und Lacroix ein Spieler mit einem extrem guten Preis-Leistungsverhältnis ist. Nur eben auf einem leicht erhöhten Niveau.

_ pahlmann@waz-online.de_