06. Februar 2022 / 20:29 Uhr

Doppelpack und Kohfeldt-Rettung: Jetzt hofft Wolfsburgs Vranckx auf "noch mehr Tore"

Doppelpack und Kohfeldt-Rettung: Jetzt hofft Wolfsburgs Vranckx auf "noch mehr Tore"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bundesliga-Premiere und Doppelpack: Aster Vranckx beim ersten seiner beiden Treffer für den VfL gegen Fürth.
Bundesliga-Premiere und Doppelpack: Aster Vranckx beim ersten seiner beiden Treffer für den VfL gegen Fürth. © Roland Hermstein
Anzeige

Der VfL Wolfsburg hatte der Partie Endspielcharakter zugesprochen, hatte zudem nochmal den Kader verstärkt - und darf nun endlich mal wieder jubeln. Nach dem 4:1 gegen Fürth standen aber nicht die Neuen im Fokus, sondern ein 19-jähriger Belgier, der einen neuen VfL-Rekord aufgestellt hat.

Die Neuen standen beim VfL Wolfsburg vor der Partie im Blickpunkt - aber die entscheidenden Momente hatten die, die schon länger oder schon sehr lange da sind. Beim 4:1-(1:1)-Sieg am Sonntag gegen Greuther Fürth erzielte Sommer-Zugang Aster Vranckx seine ersten beiden Bundesliga-Treffer, der "ewige VfL" Maximilian Arnold legte nach, Maximilian Philipp setzte den Schlusspunkt.

Anzeige

Nach elf Pflichtspielen ohne Sieg und vier Bundesliga-Partien ohne eigenes Tor feierten die Wolfsburger damit endlich wieder einen Erfolg, die Diskussion um die Zukunft von Trainer Florian Kohfeldt ist zumindest vorerst gestoppt. "Es fühlt sich gut an", meinte Vranckx nach dem Abpfiff. Der 19-jährige Belgier, nun der jüngste Doppelpacker der Wolfsburger Bundesliga-Geschichte, war "sehr glücklich, dass ich nach vielen Chancen nun endlich mal getroffen habe". Der Anfang der Partie sei "sehr gut" gewesen, "dann bekam Fürth den Ausgleich und war wieder drin im Spiel. Wir haben in der Halbzeit geredet und gesagt, dass wir weiter alles geben müssen." Nun seien er und das Team erleichtert - "und ich hoffe, dass ich noch mehr Tore machen kann."

VfL Wolfsburg gegen Fürth - Die Bilder

Max Kruse #9,Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - Greuther FŸrth Zur Galerie
Max Kruse #9,Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - Greuther FŸrth ©

Ebenso glücklich war auch ohne eigenen Treffer Neuzugang Jonas Wind, der wie Max Kruse in der Startelf gestanden hatte. "Es lief gut, wir haben gewonnen - ein schöner Tag", so der Däne, der sich beim VfL schnell eingelebt hat: "Es sind alle sehr freundlich - und ich mag die Art, wie sie sich um mich kümmern."

Zum ersten Mal in dieser Saison hatte der VfL mehr als zwei Tore in einem Pflichtspiel erzielt - kein Wunder, dass auch Trainer Kohfeldt gut gelaunt ans DAZN-Mikro trat. Aber sehr zufrieden war er nicht. "Das ,sehr' müssen wir streichen, ,zufrieden' reicht", sagte er. Gerade angesichts der Bedeutung, die dem "Endspiel" im Vorfeld zugekommen war, sei es eine "vom Kopf her außerordentlich gute Leistung" seiner Mannschaft gewesen.

Anzeige

Vor dem 1:0 war Renato Steffens abgefälschte Hereingabe via Innenpfosten genau vor den Füßen von Vranckx gelandet, beim 2:1 irrte Fürth-Keeper Sascha Burchert am Strafraumrand umher, die Treffer von Arnold und Philipp resultierten aus abgefälschten Schüssen. Glück? Kohfeldt schmunzelnd: "Wer unsere Spiele in den letzten Wochen gesehen hat, sollte uns das auch mal gönnen..."

Und was war mit den Neuen? Wind und Kruse waren beide an der Entstehung des ersten Treffers beteiligt, eine weitere Vranckx-Chance bereitete Kruse vor und hatte dann selbst eine gute Gelegenheit. Wind hinterließ bei seinem VfL-Debüt einen guten Eindruck, ließ sich immer wieder mit nach hinten fallen, wirkte ballsicher. "Beide", so lobte Kohfeldt, "haben trotz der kurzen Anlaufzeit viel von dem gezeigt, was sie uns geben können." Vor allem Kruse habe nicht nur "viele Aktionen" gehabt, sondern auch "viel organisiert und kommuniziert". Und: "Er hätte eigentlich ein Tor machen müssen, das weiß er aber auch." Unterm Strich sollte man aber nicht nur die beiden Wintertransfers bewerten. "Denn die, die vorher schon da waren", so Kohfeldt, "haben auch einiges beigetragen..."

Und das zu einem Sieg, der nicht nur für den VfL-Sprung auf Platz zwölf sorgt, sondern auch eine historische Dimension hat. Denn die Wolfsburger haben in der Ewigen Tabelle der Bundesliga Hannover 96 überholt und sind nun auch nach Punkten der erfolgreichste niedersächsische Klub der Erstliga-Geschichte.

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.