27. Februar 2021 / 21:39 Uhr

Dresden Titans feiern dritten Sieg innerhalb von sechs Tagen​

Dresden Titans feiern dritten Sieg innerhalb von sechs Tagen​

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Daniel Kirchner (hier links bei einem früheren Einsatz) spielte in Ulm stark auf und erzielte bemerkenswerte 29 Punkte.
Daniel Kirchner (hier links bei einem früheren Einsatz) spielte in Ulm stark auf und erzielte bemerkenswerte 29 Punkte. © Jochen Leimert
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Das Team von Trainer Fabian Strauß gewinnt nach den Erfolgen gegen Bayern München II und in Speyer auch in Ulm. Doch der Kapitän verletzt sich.

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Ulm/Dresden. Es läuft wieder richtig rund bei den Dresden Titans: Die Mannschaft von Trainer Fabian Strauß feierte am Sonnabendnachmittag den dritten Sieg innerhalb von nur sechs Tagen und festigte damit Platz zwei in der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga Pro B Süd. Beim 86:70 (40:35) in Ulm zeigte sich die Truppe dank zwei Hotel-Übernachtungen in der Donaustadt gut erholt von der Donnerstagpartie in Speyer.

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Allerdings konnte man zu Beginn einen anderen Eindruck gewinnen, denn die Orange Academy ging mit 6:0 in Führung. Dresden glich beim 8:8 aber aus und ging dank Lennard Larysz beim 11:8 erstmals selbst in Führung, die Larysz mit fünf weiteren Punkten auf 16:10 ausbaute. Trainer Strauß konnte da etwas aufatmen, denn der Beginn hatte ihm nicht gefallen: “Wir sind ein bisschen lahm rausgekommen, haben ein paar schlechte Entscheidungen im Angriff getroffen. Und in der Defensive waren wir einen Schritt zu langsam, was wir nach zwei, drei Minuten deutlich besser in den Griff bekommen haben.”

Kapitän Voigtmann muss früh verletzt vom Feld

So ging es mit einer 23:16-Führung ins zweite Viertel, das Kapitän Georg Voigtmann leider nicht mehr mitbestreiten konnte. Der Center war mit dem Knöchel umgeknickt, das Gelenk wurde dick. Ohne ihn verteidigten seine Kameraden die Führung, die bei Halbzeit (40:35) fünf Punkte betrug.

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Im dritten Viertel wurde es wieder enger, denn Ulm kämpfte sich in der Kuhberghalle heran. Am Ende des Durchgangs hieß es 60:59 für die Gäste, die im Schlussabschnitt durch einen Dreier von Ulms Andrija Grbovic sogar mit 60:62 in Rückstand gerieten. Sebastian Heck und Max von der Wippel konterten den Angriff der Hausherren aber, drehten die Partie wieder auf 64:62 für Dresden. Noch gab sich Ulm nicht geschlagen, glich noch einmal aus, ehe Heck das 66:64 gelang und die Kollegen die Führung fortan nicht mehr abgaben.

Dass es noch einmal eng wurde, das Spiel zu kippen drohte, führte Fabian Strauß nicht auf die Reisestrapazen zurück: “Die Jungs waren frisch, hatten zwei Hotel-Übernachtungen, viel Zeit zur Erholung. Es lag eher an Unkonzentriertheiten, dass wir die Dinge hier und da nicht zu Ende gebracht haben. Die Ulmer haben auch eine gute Mannschaft, sich noch einmal stark herangekämpft. Dem muss man Respekt zollen.”

Daniel Kirchner gelingen stolze 29 Punkte

Anerkennung zollte Strauß aber auch seiner Mannschaft, die am Ende der Partie noch eine Schippe drauflegte und die Fronten klärte: “Als wir dann noch einmal angezogen haben, wurde es noch deutlich.” Eine starke Leistung bot an diesem Tag wieder einmal Daniel Kirchner, der mit 29 Punkten bester Dresdner Werfer war: “Daniel hat viele freie Würfe verwandelt, die er zum Teil auch selbst kreiert hat. Er hat viele richtige Entscheidungen getroffen.” Aber auch insgesamt bot das Team eine geschlossene Leistung, vier Spieler trafen zweistellig.

Vergeblich hoffte die Mannschaft, die schon am Mittwoch in Erfurt wieder spielt, am Sonnabend noch, dass die Verletzung ihres Kapitäns nicht ganz so schwer ist. Am Sonntagvormittag ging es für Georg Voigtmann gleich zur Untersuchung in die Klinik. Der linke Fuß wurde geröntgt: „Gebrochen ist nichts, aber leider sind höchstwahrscheinlich die Außenbänder gerissen“, sagte der Pechvogel auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Am Dienstag wird noch eine MRT-Untersuchung gemacht, aber der Thüringer hat wenig Hoffnung, dass die eine positive Überraschung bringt: „Ich bin auf den Ball getreten, habe gleich gemerkt, dass etwas kaputt gegangen ist“, so der 2,13 Meter große Leitwolf.

Für den Rest der Hauptrunde fällt er mit Sicherheit aus, wohl auch die Play-offs wird er nur von draußen erleben: „Das wird wohl etwas länger dauern. Letzte Saison haben wir uns auf die Play-offs gefreut, die dann wegen Corona nicht stattfanden. Diesmal soll es sie in veränderter Form geben, aber ich werde sie wieder verpassen“, sagte Voigtmann enttäuscht. Er freute sich umso mehr, dass seine Kameraden auch ohne ihn in Ulm gut klarkamen. Das war auch nicht das erste Mal, denn Voigtmann fehlte schon zwei Spiele wegen einer Angina. Doch Fakt ist: Mit dem baumlangen Eisenacher sind die Titans noch viel stärker.

Punktbeste Dresdner Werfer: Kirchner 29 Zähler, Larysz 17, Kayser 15, Wendler 12