15. April 2021 / 08:51 Uhr

Dresdner Kanute Tom Liebscher will bei zweiter Selektion zulegen

Dresdner Kanute Tom Liebscher will bei zweiter Selektion zulegen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Tom Liebscher
Tom Liebscher hofft auf eine baldige Impfung gegen Corona. © Matthias Rietschel
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Auch wenn Tom Liebscher erst bei 90 Prozent seines Leistungsvermögens angekommen ist, möchte sich der Dresdner bei der zweiten Qualifikation in Duisburg steigern. Denn der mehrfache Weltmeister weiß, dass die Konkurrenz nicht schläft.

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Dresden. Für den Dresdner Kanu-Olympiasieger Tom Liebscher ging es am Mittwoch wieder Richtung Duisburg. Auf der Regattabahn auf der Wedau steht ab Donnerstag der zweite Teil der internen Selektion auf dem Plan. Nachdem der 27-Jährige wegen eines Rafting-Unfalls, bei dem er sich fünf Querfortsätze in der Brustwirbelsäule gebrochen hatte, erst Ende vergangenen Jahres in die Vorbereitung einsteigen konnte, lief die erste Selektion noch etwas zäh. Über 250 Meter schaffte es der Dresdner nur ins B-Finale. „Das war eine neue Erfahrung, denn sonst stand ich immer im A-Finale bei den Sichtungen“, so Liebscher, der über 1000 Meter aber den A-Endlauf schaffte.

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Liebscher sieht andere Nationen im Vorteil

Es sei aber wichtig für ihn gewesen, eine erste Standortbestimmung zu haben. „Da musste man erstmals die Hosen runterlassen“, gesteht er. Einerseits sei er enttäuscht, andererseits aber auch zufrieden gewesen. Eigentlich hat der Schützling von Trainer Jens Kühn sonst stets vordere Platzierungen erreicht, aber nach dem erheblichen Trainingsrückstand konnte sich die Leistung dennoch sehen lassen.

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Bei der zweiten Qualifikation will der mehrfache Weltmeister zeigen, dass er wieder deutlich vorangekommen ist. Bei rund neunzig Prozent seines Leistungsvermögens sei er wieder angekommen. Diesmal stehen die 500 Meter und erneut die 1000 Meter auf dem Programm. Obwohl er betont, dass er nach dem Unfall das Vertrauen der Trainer genießt, weiß er auch, dass die Konkurrenz im eigenen Land nicht schläft. „Das macht ja aber die Stärke des deutschen Kanuverbandes aus, dass der interne Druck hoch ist. Es wäre also falsch, würde ich sagen, dass ich bei Olympia ohnehin im Vierer dabei bin“, so Liebscher, den aber die „Leistung der anderen anspornt“, wie er versichert und deshalb in Duisburg zeigen will, was er draufhat.



Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio würde sich der Dresdner lieber heute als morgen impfen lassen. „Denn eine Quarantäne und drei Wochen Trainingsausfall kann ich mir nicht mehr leisten“, betont er. Der Sachse sieht andere Nationen in dieser Hinsicht im Vorteil: „Die Athleten von Russland, China, Ungarn oder auch Estland sind alle längst geimpft“, weiß er. Die deutschen Athleten müssen weiter zittern, dass sie sich das Coronavirus nicht noch einfangen.

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