28. Januar 2022 / 22:52 Uhr

"Dumme Entscheidung": Bayern-Legende Pfaff kritisiert Alexander Nübel scharf

"Dumme Entscheidung": Bayern-Legende Pfaff kritisiert Alexander Nübel scharf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Legende Jean-Marie Pfaff (kleines Bild) kann den Wechsel von Alexander Nübel zum FCB bis heute nicht nachvollziehen.
Bayern-Legende Jean-Marie Pfaff (kleines Bild) kann den Wechsel von Alexander Nübel zum FCB bis heute nicht nachvollziehen. © IMAGO/PanoramiC/dpa
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Alexander Nübel wagte in der vergangenen Saison einen großen Schritt und wechselte vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München. Nach einem Jahr als Ersatztorhüter wechselte Nübel auf Leihbasis zur AS Monaco, um Spielpraxis zu erhalten. Für Torwartlegende und Ex-Bayern-Profi Jean-Marie Pfaff hätte Nübel erst gar nicht zum FCB wechseln sollen.

Vier Pflichtspiel-Einsätze in einem Jahr – dann die Leihe zur AS Monaco: Alexander Nübel hat beim FC Bayern München bislang nicht auf sich aufmerksam machen können. Sein ablösefreier Wechsel vom FC Schalke 04 im Sommer 2020 sorgte für Schlagzeilen: Der heute 25-Jährige wählte freiwillig den Bank-Platz hinter Kapitän und Nationalkeeper Manuel Neuer als nächsten Karriereschritt – was eine Bayern-Torwartlegende bis heute nicht verstehen kann: Im Interview mit dem Kicker hat Jean-Marie Pfaff (über 150 Spiele für den FCB von 1982 bis 1988) den ehemaligen U21-Nationaltorhüter scharf kritisiert: "Auf der Bank sitzen, nicht spielen, das ist schlecht – gerade für so einen jungen Torhüter. Das war eine dumme Entscheidung", schimpfte der 68-Jährige im Rahmen seiner Buchvorstellung in München.

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Nübel sollte bei den Bayern zum Nachfolger von Neuer aufgebaut werden. Sein Vertrag in München ist bis 30. Juni 2025 datiert – das kolportierte Ende des möglichen neuen Neuer-Kontrakts bei einer Vertragsverlängerung. "Solange Manu auf dem Niveau spielt, ist es für jeden auf der Welt schwer, an ihm vorbeizukommen. Das ist dann auch für Alex faktisch so", sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann vor wenigen Wochen. Nübel dürfte Neuer auch nach seiner für Sommer 2023 anvisierten Leih-Rückkehr aus Monaco nicht ersetzen. Pfaff hat das bereits vorher gewusst: "Ich habe schon damals, als er von Schalke gekommen ist, gesagt, dass er noch nicht reif ist für Bayern. Neuer war und ist da, auf einem absoluten Top-Niveau, den konnte er doch auf absehbare Zeit nicht ersetzen", sagte der Belgier.

Ob Nübel das Zeug zum Neuer-Nachfolger hat? Auch das ist laut Pfaff nicht sicher: "Schwer zu sagen. Ich habe mir die Spiele bei Schalke damals angesehen und mir gedacht: Junge, du musst noch so viel lernen. Auch jetzt immer noch. Talent alleine reicht nicht", mahnte Pfaff, der Nübel riet: "Lass dich nicht unterkriegen, mach weiter."

Und das schon bald beim FC Bayern? Wie der Kicker am Donnerstag berichtete, könnte Nübel doch früher aus Monaco zum FCB zurückkehren. So wollen die Bayern den Keeper gerne bereits im Sommer zurückholen und ihn erneut zur Nummer zwei machen. Dem Bericht zufolge müsste der deutsche Rekordmeister dem 25-Jährigen und Neuer aber ein "für beide annehmbares Modell einer sportlichen Koexistenz" anbieten. Doch eine solche Option ist relativ unwahrscheinlich. Neuer hatte immer wieder betont, dass er am liebsten in jedem Spiel im Tor stehen wolle. Was auch gegen dieses Modell spricht, ist die nach SPORTBUZZER-Informationen zeitnah geplante Vertragsverlängerung mit dem FCB-Kapitän.