24. Februar 2021 / 22:37 Uhr

Dynamo Dresden in der Einzelkritik: Die Noten zum Remis gegen Bayern München II

Dynamo Dresden in der Einzelkritik: Die Noten zum Remis gegen Bayern München II

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
SG Dynamo Dresden - FC Bayern München 2.
Christoph Daferner (li.) brachte die Dresdner in der 9. Minute in Führung. Am Ende reichte es für Dynamo nur zu einem 1:1 gegen Bayern II. © Steffen Manig
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Dynamo Dresden lässt im Kampf um den Aufstieg wichtige Punkte liegen: Gegen die Bayern-Bubis reicht es nur zu einem 1:1-Remis. Stefan Schramm hat die Leistung der Schwarz-Gelben unter die Lupe genommen und Noten verteilt.

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Dresden. Dynamo Dresden hat am Mittwochabend im Drittliga-Nachholspiel gegen Bayern München II einen kleinen Dämpfer im Aufstiegskampf erhalten. Die Schwarz-Gelben kamen nur zu einem 1:1-Unentschieden (1:0), blieben aber zum vierten Mal in Folge ungeschlagen.

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„So richtig kann ich mir das nicht erklären. Wir wollten aggressiv sein, dem Gegner den Schneid abkaufen. So bitter das auch ist: Man muss ehrlich sagen, dass das eher andersrum war. Wir haben zu zögerlich und zu zaghaft gespielt“, bilanzierte Innenverteidiger Tim Knipping nach einer Partie, die durch zwei Standards entschieden wurde: Christoph Daferner brachte die SGD nach einer Ecke in Front (9.), Maximilian Welzmüller glich mit einem direkten Freistoß aus (68.).

DURCHKLICKEN: Die Noten zum Spiel gegen Bayern II

(1) Kevin Broll: Muss in der ersten Halbzeit vor allem bei den gegnerischen Eckbällen auf der Hut sein. Und bei einer optimistischen Rückgabe von Ehlers (11.). Bei Welzmüllers Freistoß zum Ausgleich (68.) macht er einen Schritt in die falsche Richtung und hat dadurch keine Aussicht, an diesen platzierten, aber nicht unhaltbaren Ball zu kommen. Note: 3,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss in der ersten Halbzeit vor allem bei den gegnerischen Eckbällen auf der Hut sein. Und bei einer optimistischen Rückgabe von Ehlers (11.). Bei Welzmüllers Freistoß zum Ausgleich (68.) macht er einen Schritt in die falsche Richtung und hat dadurch keine Aussicht, an diesen platzierten, aber nicht unhaltbaren Ball zu kommen. Note: 3,5 ©

Kapitän Sebastian Mai saß trotz abgelaufener Sperre zunächst auf der Bank. Trainer Markus Kauczinski vertraute der zuletzt eingespielten Dreierkette mit Leroy Kwadwo, Tim Knipping und Kevin Ehlers. Vier Tage nach dem 2:0-Auswärtsieg beim FSV Zwickau nahm der 51-Jährige nur zwei Änderungen in der Startelf vor, brachte Niklas Kreuzer und Philipp Hosiner, Ransford-Yeboah Königsdörffer und Pascal Sohm saßen vorerst ebenfalls auf der Bank.



Dynamo erwischte einen Einstand nach Maß. Paul Will zog gegen seinen Ex-Club einen Eckball auf den zweiten Pfosten und fand dort Daferner, der unbedrängt zur frühen 1:0-Führung für die Hausherren einköpfte. Die erste Torchance der Partie saß gleich. Und Daferner schwang sich mit seinem neunten Saisontreffer zum teaminternen Toptorschützen auf.

Ausbau der Führung verpasst

Doch danach ging lange Zeit nur wenig nach vorn. Dresdner Torchancen waren über weite Strecken des Spiels Mangelware. Und hinten mussten Kreuzer (5.) und Kwadwo (17.) gegen einschussbereite Münchner retten. Ehlers hätte sogar fast ins eigene Netz getroffen, doch Kevin Broll stand goldrichtig. „Wir sind mit Ball nicht in unser Spiel gekommen. Die Bayern spielen einen sehr guten Ballbesitzball. Erst als sie sich ein bisschen zurückgezogen haben, wurde es bei uns besser. Sie haben sehr gut gepresst, vielleicht waren wir nach dem 0:3 im Hinspiel auch ein bisschen nervöser als sonst“, schätzte Paul Will ein.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatten Julius Kade (56.) und Heinz Mörschel (60.) zwei Chancen, die Führung auszubauen, doch FCB-Keeper Lukas Schneller hielt. Kauczinski wollte vorn mehr Offensive sehen, brachte Sohm und Königsdörffer als neues Sturmduo für Daferner und Hosiner. Dann beendete Kreuzer einen Sturmlauf von Torben Rhein per Foul und sah dafür die Gelbe Karte.

Das größere Übel aus Dresdner Sicht war aber fraglos der folgende Freistoß, den Welzmüller zum Ausgleich nutzte (67.). Keeper Broll hatte einen Schritt in die falsche Richtung gemacht und dadurch keine Chance, den an der Mauer vorbeigezirkelten Ball aus der Ecke zu kratzen. Kurz darauf musste sich Broll bei Lenn Jastremskis scharfem Abschluss strecken, um die FCB-Führung zu verhindern (69.).

Weiterhin Spitzenreiter

Markus Kauczinski reagierte, brachte Mai für Will im Mittelfeld. Dynamo probierte in den letzten zehn Minuten viel, doch Kreuzer scheiterte am Außenpfosten (82.) und Ehlers fälschte einen Schuss von Mörschel ins gegnerische Tor ab, stand dabei aber im Abseits (86.). Nach drei Minuten Nachspielzeit war Schluss.

„Wir hatten eine gute Anfangs- und Schlussphase, dazwischen können wir mit dem Spiel nicht zufrieden sein. Wir waren nicht so gefährlich und ballsicher, wie wir uns das vorgenommen haben“, ärgerte sich Dynamos Cheftrainer. Dennoch bauten die Schwarz-Gelben den Vorsprung in der Tabelle auf vier Punkte aus, bleiben also auch nach dem Topspiel gegen Ingolstadt am Sonnabend der Spitzenreiter.

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