14. April 2021 / 08:30 Uhr

Dynamo Dresden fühlt mit den in Quarantäne steckenden Zweitligisten

Dynamo Dresden fühlt mit den in Quarantäne steckenden Zweitligisten

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Unterhaching, 11.04.2021, Fussball, Sportpark Unterhaching, 3.Liga, 31.Spieltag ,  SpVgg Unterhaching vs. SG Dynamo Dresden  , 
Im Bild: Trainer Markus Kauczinski, Dynamo Dresden , 
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Trainer Markus Kauczinski weiß aus eigener Erfahrung, dass Corona einen Verein auch die Liga kosten kann. © Picture Point/Sven Sonntag
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Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski weiß genau, wie schwer die Pandemie ein Profiteam aus dem Tritt bringen kann. Denn in der vergangenen Spielzeit bremste Corona die Schwarz-Gelben aus und der Abstieg konnte nicht mehr verhindert werden. Ein ähnliches Schicksal könnte nun auch den SV Sandhausen treffen.

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Dresden. Vor einem Jahr bremste das Coronavirus Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga aus. Nachdem sich mehrere Spieler und auch Betreuer mit Covid-19 infiziert hatten und die ganze Mannschaft vorm Restart in Quarantäne gehen musste, waren die Schwarz-Gelben in der Endphase der Saison im Kampf um den Klassenerhalt chancenlos. Weil die Truppe von Trainer Markus Kauczinski in der heißen Phase der Saison nahezu ohne Mannschaftstraining als Vorbereitung alle drei Tage spielen musste, reichten die Kräfte nicht aus, den Abstieg zu verhindern.

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"Wir müssen aufpassen"

Bereits zwei Spieltage vor dem Saisonende war nach dem 0:2 in Kiel so gut wie klar, dass Dynamo in die 3.Liga muss. Angesichts dieser schmerzhaften Erfahrung fühlen die Dresdner besonders mit jenen Vereinen im Bundesliga-Unterhaus, die in dieser Saison von Corona heimgesucht worden sind. Holstein Kiel, der Karlsruher SC und auch der SV Sandhausen sind derzeit von Quarantäne und damit verbundenen ungünstigen Spielverlegungen betroffen.

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Dynamo-Coach Kauczinski, der lange in Karlsruhe arbeitete und dort noch wohnt, sagte vor wenigen Tagen: "Ich mache mir Sorgen um die Mannschaften, weil ich eine gewisse Nähe zum KSC habe, auch nach Sandhausen ist es nur einen Steinwurf von mir entfernt. Natürlich hegt man da Sympathien. Karlsruhe hat genug Punkte. Mit 42 Punkten sind sie sicher. Für Sandhausen im Abstiegskampf ist das natürlich nicht von Vorteil. Für den Fußball insgesamt und für uns heißt das nach wie vor, die Sinne zu schärfen, aufzupassen, Kontakte aufs Minimum zu begrenzen, da man in diesem Endspurt nicht rausgeworfen werden darf."

Der Dresdner Trainer will nicht noch einmal durch die Pandemie vom Erreichen seines Saisonziels abgehalten werden: "Wir müssen aufpassen, dass wir das vernünftig zu Ende spielen." Dass die Dresdner im Vorjahr besonders benachteiligt worden sind, glaubt der gebürtige Gelsenkirchener nicht: "Ich habe mich nie als Dynamo verfolgt gefühlt und gesagt, wir sind absichtlich benachteiligt worden. Wir sind benachteiligt worden, aber die Frage ist immer, welche andere Lösung hätte es gegeben? Ich glaube, dass die Entscheidungen hart sind. Die werden hart sein, auch wenn es jetzt zu Verschiebungen kommt oder was auch immer die ganzen Ausfälle und Englischen Wochen bedeuten. Da wird genauso hart verfahren werden. Ich glaube, dass es gleiches Recht für alle ist. Ich hoffe nur, dass es so gerecht wie möglich ausgeht."