07. Juli 2020 / 19:41 Uhr

Dynamo Dresden hofft auf Aussetzung von Zweitliga-Abstieg - Manager Becker: "Solidarische Botschaft"

Dynamo Dresden hofft auf Aussetzung von Zweitliga-Abstieg - Manager Becker: "Solidarische Botschaft"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dresden-Manager Ralf Becker hofft auf die Aussetzung des Zweitliga-Abstiegs.
Dresden-Manager Ralf Becker hofft auf die Aussetzung des Zweitliga-Abstiegs. © imago images/Steffen Kuttner
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Als größter Verlierer der Corona-Krise gilt unbestritten Dynamo Dresden. Der Zweitligist musste die Saison aufgrund von Corona-Fällen später und nur mit kurzer Vorbereitung fortsetzen - und stieg als Letzter ab. Hitzige Diskussionen waren die Folge, nun hofft der Klub auf die Aussetzung des Zweitliga-Abstiegs.

Gelingt der Klassenverbleib am grünen Tisch? Dynamo Dresden will sich nach dem sportlichen Abstieg aus der 2. Bundesliga gegen den Gang in die 3. Liga zur Wehr setzen. Die Sachsen lassen von einer Anwaltskanzlei prüfen, ob die Abstiegsregelung in der abgelaufenen Saison ausgesetzt werden könnte oder dem Klub aufgrund seines Wettbewerbsnachteils zumindest Schadensersatzzahlungen zustehen. Dies bestätigte Geschäftsführer Ralf Becker der Sport Bild.

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Eine Aussetzung des Abstiegs wäre aus seiner Sicht nicht nur die gerechteste Lösung, sondern als "solidarische Botschaft" auch ein "großer Imagegewinn" für die Deutsche Fußball Liga. "Das würde zeigen, dass sich alle Vereine zu Recht für eine Saisonfortsetzung ohne egoistische Überlegungen ausgesprochen haben", sagte Becker in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift.

Emotionaler Ausbruch von Chris Löwe

Dynamo musste den Neustart nach der Corona-Pause zwei Wochen später beginnen als alle anderen Klubs, weil sich die gesamte Mannschaft nach Corona-Fällen in Quarantäne begeben hatte. Dadurch mussten die Sachsen innerhalb von 22 Tagen acht Spiele absolvieren. Dresden-Profi Chris Löwe war nach dem Nachholspiel gegen Holstein Kiel vor drei Wochen der Kragen geplatzt. "Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen von der DFL – Christian Seifert oder wer auch immer – sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was in unseren Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal"

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DFL-Boss Seifert hatte anschließend Verständnis für die emotionale Kritik Löwes geäußert. Dabei vermied er es allerdings, den Wettbewerbsnachteil der Dresdner klar zu formulieren. Seifert erklärte, der Dynamo-Spieler habe insbesondere darauf hingewiesen, "dass Dresden durch zwei Infektionsfälle kurz vor dem Start einen wie auch immer gearteten Effekt verspürt hat, der sicherlich nicht zum Vorteil war".