25. September 2021 / 09:05 Uhr

Dynamo Dresden ist bei Ibrahima Traoré offenbar nicht abgeneigt

Dynamo Dresden ist bei Ibrahima Traoré offenbar nicht abgeneigt

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Ob Ibrahima Traoré bei Dynamo einen Vertrag bekommt, könnte sich an diesem Wochenende entscheiden.
Ob Ibrahima Traoré bei Dynamo einen Vertrag bekommt, könnte sich an diesem Wochenende entscheiden. © Dennis Hetzschold
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Der Probespieler wird an diesem Sonnabend noch einmal gründlich in Dresden unter die Lupe genommen. Dann dürfte bald eine Entscheidung fallen, ob der Ex-Gladbacher bei der SGD unterschreiben darf.

Dresden. Geht er oder bleibt er? Das ist die große Frage, die sich die Fans von Dynamo Dresden im Fall von Ibrahima Traoré stellen. Der 33 Jahre alte guineisch-französische Außenstürmer soll noch an diesem Sonnabend bei den Schwarz-Gelben mittrainieren, sich dabei erneut der kritischen Überprüfung durch Trainer Alexander Schmidt, seine Assistenten und natürlich der Beurteilung durch Sport-Geschäftsführer Ralf Becker stellen. Ob der zuletzt sieben Jahre beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach aktive Traoré einen Kontrakt beim Zweitliga-Aufsteiger bekommt, hängt von mehreren Gründen ab.

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Trainer Schmidt nahm am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Sonntag, 13.30 Uhr) dazu Stellung. Der 52-Jährige betonte, nicht nur der Fitnesszustand des Probanden sei wichtig, der Kandidat müsse auch die richtige Einstellung – das Feuer für Dynamo – mitbringen. Über Traores spielerische Fähigkeiten müsse man angesichts seiner Vita nicht reden, da gebe es bei 175 Erstliga- und 46 Zweitliga-Spielen in Deutschland keinen Zweifel: „Er hat in Augsburg, Stuttgart und Mönchengladbach bewiesen, was er für eine Klasse hat. Natürlich muss man bei solchen Dingen immer schauen: Wie ist die körperliche Verfassung?“ Zudem sei wichtig, ob sich der Spieler mit der Aufgabe identifizieren kann: „Man muss auch sehen: Passt er zu uns oder passt er nicht zu uns?“

Alexander Schmidt über Ibrahima Traoré

Sein alter Bekannter aus Salzburg, Gladbachs Ex-Coach Marco Rose (jetzt beim BVB), habe ihm Informationen geliefert, dennoch wollte Schmidt dem Spieler auch persönlich gegenüber sitzen. Er wollte Traores Ehrgeiz ausloten, erkunden, „ob er hierher kommt, um sich noch ein paar Euro dazuzuverdienen oder hat er noch Ambitionen?“ Spieler, die nur noch abkassieren wollen, könne Dynamo nicht gebrauchen. Der erste Eindruck vom Ex-Nationalspieler Guineas sei aber sehr gut gewesen. Ob der den auch an diesem Sonnabend nochmal bestätigen kann und man sich finanziell einigen kann, das bleibt abzuwarten. Einen Ersatz für die verletzten Profis Brandon Borello und Panagiotis Vlachodimos braucht Dynamo in der Offensive – das ist die Chance für Traoré, der laut Schmidt vorn alles spielen kann.