08. April 2019 / 21:16 Uhr

Eckernförder SV atmet nach dem Derbysieg gegen Altenholz auf

Eckernförder SV atmet nach dem Derbysieg gegen Altenholz auf

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Bis hierhin und nicht weiter: Der Altenholzer Angreifer Pierre-Didier Webessi (li.) wird von den beiden Eckernfördern Leon Engelbrecht (Mitte) und Marc Medler zu Fall gebracht.
Bis hierhin und nicht weiter: Der Altenholzer Angreifer Pierre-Didier Webessi (li.) wird von den beiden Eckernfördern Leon Engelbrecht (Mitte) und Marc Medler zu Fall gebracht. © Reinhard Gusner
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Der Matchplan des Fußball-Landesligisten Eckernförder SV ist mit dem 2:1-Derbysieg gegen den TSV Altenholz aufgegangen: Hinten sicher stehen, vorne ein Tor mehr machen als der Gegner. Klingt banal, war es aber nicht.

In der Stadtwerke Arena am Bystedtredder erkämpfte sich der ESV vor 154 Zuschauern enorm wichtige drei Punkte – und das nach einer sehr langen Winterpause und zwei Partien, die nicht optimal für die Schwarz-Weißen gelaufen waren. „Die Euphorie und das Selbstvertrauen nach den ersten beiden Spielen war nicht besonders groß“, erklärte ESV-Trainer Maik Haberlag. „Darum haben wir zu Beginn der Partie auf unsere Leidenschaft und Zweikampfstärke gesetzt, um damit die Basis zu schaffen“, so der 32-Jährige weiter.

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Haberlag: „Wenn wir in Führung gehen, spielt unsere Psyche eine Rolle."

Der Plan ging auf. Eckernförde überließ in Halbzeit eins zu großen Teilen den Gästen den Ball, um dann nach schnellen Umschaltaktionen Nadelstiche nach vorne zu setzen. Gegen eine starke ESV-Defensive gelang es Altenholz nicht, sich Möglichkeiten zu erspielen. Denn Eckernförde gewann nahezu alle wichtigen Zweikämpfe in der eigenen Hälfte. Auf der anderen Seite brauchte die Haberlag-Elf nur eine gute Aktion, um durch Jan-Ole Jürgensen in Führung zu gehen – Effektivität pur in Halbzeit eins. Doch viel mehr war vom ESV in der Offensive nicht zu sehen. „Wenn wir in Führung gehen, spielt unsere Psyche eine Rolle“, ärgert sich Haberlag und erklärt: „Wir haben dann plötzlich Angst, etwas zu verlieren. Da müssen wir einfach cooler bleiben. Denn die spielerische Qualität, um Lösungen zu finden, haben wir definitiv.“ Dies abzustellen, sei der nächste Schritt im Lernprozess der Eckernförder, die mit dem Sieg gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren kleinen Schritt nach vorne gemacht haben.

Mit nun komfortablen 35 Punkten stehen die Schwarz-Weißen auf Platz sechs der Tabelle – mit sieben Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Keine Frage, das waren drei Big Points“, freut sich Haberlag. Doch Gratulationen will der ESV-Coach noch nicht annehmen. Erst dann, wenn der Abstieg auch rechnerisch nicht mehr möglich ist. „Von allen Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden, stehen wir am besten da. Wir müssen nun einfach unsere Hausaufgaben machen“, fordert Haberlag.

Während der ESV wohl nicht bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern muss, bahnt sich im Tabellenkeller ein Schneckenrennen bis zum 30. Spieltag an. Nach dem Sieg gegen den BSC Brunsbüttel wollte der TSV Altenholz im Derby unbedingt nachlegen. Das ist nicht gelungen. Das Resultat: Relegationsplatz 13 und punkt- sowie torgleich mit dem Büdelsdorfer TSV, der sich auf dem ersten Abstiegsplatz befindet. „Es ist schon ein bisschen verrückt. Zwischen Platz acht und 14 liegen gerade mal drei Punkte. Das wird eine ganz enge Kiste“, so TSVA-Coach Kristian Hamm. Doch der Altenholzer bleibt optimistisch. Den Abstiegskampf hat seine Mannschaft verinnerlicht.

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Auch im Derby konnte sich sein Team nur wenig vorwerfen lassen. „Wir haben immer daran geglaubt, etwas mitzunehmen. Wille, Leidenschaft und Einsatz haben gestimmt“, so Hamm. Selbst der gegnerische Trainer zollte den Schwarz-Gelben Respekt. „Sie sind eine sehr gute Mannschaft. Für mich sind sie kein Absteiger. Altenholz hat es absolut verdient, in der Liga zu bleiben“, betont Haberlag.

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