05. November 2019 / 13:18 Uhr

Eckernförder SV überzeugt beim 1:3 gegen Eutin 08 erst nach der Pause

Eckernförder SV überzeugt beim 1:3 gegen Eutin 08 erst nach der Pause

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Die Eckernförder Henrik Stöterau (links) und Thilo Lorenz (rechts) doppeln in dieser Situation den Eutiner Abwehrspieler Tim Gürntke und erkämpfen sich den Ball.
Die Eckernförder Henrik Stöterau (links) und Thilo Lorenz (rechts) doppeln in dieser Situation den Eutiner Abwehrspieler Tim Gürntke und erkämpfen sich den Ball. © Jan-Phillip Wottge
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Eines war nach diesem düsteren Nachmittag sicher: So eine blutleere Vorstellung seiner desolaten Mannschaft wollte Trainer Maik Haberlag nicht noch einmal sehen. Bei der sensationellen 1:6-Niederlage des Eckernförder SV im Kreispokal-Halbfinale beim TuS Rotenhof grenzte es zwischenzeitlich an Arbeitsverweigerung. Während sich die Gastgeber in einen Rausch spielten, stellten die Schwarz-Weißen spätestens nach dem Treffer zum 1:3 die Arbeit in der Defensive komplett ein. Dabei hatte der ESV große Ambitionen. „Wir wollen den Kreispokal gewinnen“, rief Haberlag als Ziel aus. Ein Ziel, das sich die Schwarz-Weißen kampflos wegnehmen ließen. Lange Zeit, um über das Geschehene in Rotenhof nachzudenken, blieb dem Team aus der Fußball-Oberliga allerdings nichts. Schon am Sonntag stand der Ligaalltag wieder auf dem Programm.

„Es war klar, dass wir nach der Pokalniederlage nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen“, erklärte Haberlag. Das wurde auf dem Platz am Bystedtredder abermals deutlich. Gegen Eutin 08 gerieten die Schwarz-Weißen bereits nach 38 Minuten mit 0:3 ins Hintertreffen. Das Tempo, das die Gäste gingen, war zu hoch, das eigene Passspiel viel zu fehlerhaft. Zu schnell schenkte der ESV den eigenen Ballbesitz wieder her. Völlig verdient ging es daher mit dem Rückstand in die Halbzeit. In der Kabine sammelten sich die Schwarz-Weißen, wollten in den zweiten 45 Minuten noch einmal zeigen, was sie können. Und das taten sie auch.

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Haberlag:„Wir waren griffiger gegen den Ball und mutiger in unserem Spiel."

Stark formverbessert kam der ESV aus der Halbzeitpause. „Auf die zweite Hälfte können wir definitiv aufbauen“, lobte Haberlag. Die Schwarz-Weißen zeigten eine Reaktion, zeigten Moral. Auch wenn es schlussendlich nur noch zum späten Anschlusstreffer durch Lars Puphal kurz vor dem Abpfiff reichte, sind es die kleinen Dinge, die den Eckernfördern Mut machten. In der aktuell schwierigen Situation greift der ESV nach jedem kleinen Strohhalm, um sich aus der Misere zu ziehen. „Wir waren griffiger gegen den Ball und mutiger in unserem Spiel. Das war eine Reaktion und eine Leistung, mit der wir arbeiten können. Das war ein gutes Signal“, lobte Haberlag seine Schützlinge, die eine gute halbe Stunde in Unterzahl agierten und dennoch keinen weiteren Gegentreffer mehr zuließen. „Das sind Momente, die wir mitnehmen müssen. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir wieder viele Lerneffekte erzielt“, so der Coach der Schwarz-Weißen.

Zwar stand nach dem 15. Spieltag die 13. Saisonniederlage auf dem Papier, und der ESV ist noch immer mit nur einem Zähler auf dem Konto das Schlusslicht der Staffel. Doch nach dem völlig verdienten Pokal-Aus gegen Verbandsligist Rotenhof hat der Eckernförder SV eine Reaktion gezeigt. Eine Reaktion, die Haberlag nach dem blutleeren Auftritt auch sehen wollte. Gegen Eutin stand in der zweiten Hälfte ein Team auf dem Platz, das mutig war, sich auf eigene Stärken besonnte und eben nicht auf die reine Fehlervermeidung aus war. „Ein Team gewinnt nur, wenn es vieles richtig macht und nicht, wenn es viel vermeidet“, lautet ohnehin die Marschroute von Coach Haberlag.

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